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Innviertel

Blühstreifen für mehr Sicherheit

Von Brigitte Plasser 10. August 2019 00:04 Uhr

Blühstreifen für mehr Sicherheit
v.l.: Stellvertreter Gerhard Wöckl und Obmann Wilhelm Baar

NEUKIRCHEN. "Blühendes Neukirchen", so heißt das Projekt einiger Landwirte des Bauernbundes, die in Neukirchen mit Blumenwiesen die Flug- und Verkehrssicherheit erhöhen möchten.

Im Vorjahr starteten einige engagierte Landwirte des Bauernbundes, unter Obmann Wilhelm Baar, in Neukirchen die Aktion "Blühendes Neukirchen". Blühstreifen wurden angelegt, um mehr Lebensraum für Bienen und andere Insekten zu schaffen und das Nahrungsangebot in der blütenärmeren Zeit zu erhöhen.

Aufgrund der positiven Rückmeldungen wurde die Aktion im Anschluss auf alle Landwirte und Hausgartenbesitzer ausgeweitet. Bis 2021 wird auf Ansuchen des Bauernbundobmannes die Gemeinde Saatgut im Wert von 3000 Euro jährlich zur Verfügung stellen. Das bedeutet Saatgut für 83.000 Laufmeter Blühstreifen in Baumaschinenbreite (drei Meter). Das entspricht etwa einer Strecke von Neukirchen nach Bad Ischl. Dass den Landwirten nicht nur die Bienen am Herzen liegen, sondern auch die Verkehrssicherheit auf den Straßen, zeigt die Tatsache, dass Blühstreifen mit niedrig wachsenden Pflanzen auch an unübersichtlichen Stellen im Straßenverkehr, vor allem entlang von Maisfeldern, angelegt wurden. Neuerdings gibt es auch einen drei Meter breiten Blühstreifen entlang der Landebahn des Modellflugplatzes des MSF-Union Neukirchen in Wiesmaiern.

Obmann Stefan Burndorfer wandte sich mit der Bitte um eine Lösung des Problems im Vorjahr an Willi Baar, der dort Grundanrainer ist und Mais angepflanzt hat. Für die 63 aktiven Modellflieger bedeutet der angelegte Blühstreifen nun mehr Übersicht bei diversen Flugmanövern, vor allem aber mehr Sicherheit beim Starten und Landen. "Bis jetzt hat sich da vor uns eine bis drei Meter hohe Wand aus Mais aufgebaut. Nun haben wir unsere Fluggeräte viel besser im Blickfeld und können bei Problemen besser reagieren. Wir sind sehr froh darüber, dass hier eine so passende Lösung für das Problem gefunden werden konnte", meinte der Obmann des MSF.

Der Großteil der Landwirte in Neukirchen unterstützt die Aktion, wenngleich sich für viele das Problem nicht wirklich stellt, da ihre Wirtschaftsflächen nicht im Bereich von unübersichtlichen Straßen liegen. "Natürlich lässt sich das Sicherheitsdenken noch weiter ausbauen", so der Bauernbundobmann, "und das nehmen wir uns auch vor."

Artikel von

Brigitte Plasser

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