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Innviertel

Baumgartner: "Jeder weiß, was ich von ihm verlange"

Von Thomas Streif  20. Januar 2020 20:40 Uhr

Baumgartner: "Jeder weiß, was ich von ihm verlange"
Bei der SV Ried gibt Trainer und Sportdirektor Gerald Baumgartner die Richtung vor. Das Ziel ist der Aufstieg in die Fußball-Bundesliga.

RIED. Der Erfolgstrainer will in seiner zweiten Saison mit der SV Ried den Aufstieg schaffen

Zwei Wochen der (langen) Vorbereitung für den Aufstiegskampf in der Frühjahrssaison hat die SV Guntamatic Ried absolviert. "Fast alle Spieler sind in einem Topzustand. Der Konkurrenzkampf ist groß, und jeder will spielen, das stimmt mich zuversichtlich", sagt Gerald Baumgartner nach einem intensiven, zweistündigen Vormittagstraining im OÖN-Interview.

OÖN: Wie steht die Mannschaft im Vergleich zum Vorjahr da?

Gerald Baumgartner: Viel besser. Damals herrschte im Verein Unruhe und eine gewisse Unzufriedenheit. In den vergangenen zwölf Monaten hat sich vieles geändert, jeder im Verein arbeitet sehr zielorientiert zusammen und versucht, in seinem Bereich das bestmögliche herauszuholen. Von den Spielern weiß jeder jetzt genau, was ich verlange. Außerdem sind wir eingespielt und gehen mehr oder weniger unverändert in das Frühjahr.

Wie bitter ist es, dass aus dem geplanten Transfer von Ronivaldo verletzungsbedingt nichts wurde?

Das ist überhaupt nicht mehr in unseren Köpfen. Ronivaldo ist der mit Abstand stärkste Stürmer der Liga, und ich wünsche ihm eine sehr rasche Genesung. Wir haben mit Bernd Gschweidl einen Stürmer geholt, der genau in das Anforderungsprofil passt. Er ist schnell, robust, technisch gut und passt von seinem Charakter her perfekt in unsere Mannschaft. Er hatte in der Bundesliga zuletzt keine leichte Zeit. Er will in Ried zeigen, was in ihm steckt. Mein erster Eindruck von ihm ist ein sehr positiver.

Bis Montagnachmittag gab es noch immer keine offizielle Bestätigung darüber, ob Testspieler Amadou Dante im Frühjahr für die SV Ried spielen wird. Was ist der aktuelle Stand?

Es deutet alles darauf hin, dass er zu uns stoßen wird, damit ist unser Transferprogramm abgeschlossen.

Das Transferfenster ist noch bis 6. Februar geöffnet. Gibt es konkrete Anfragen für Leistungsträger der SV Ried (Grüll, Boateng)? Oder bleibt es, wie vom Vorstand angekündigt, dabei, dass keine Schlüsselspieler abgegeben werden?

Es bleibt dabei.

Wird es Spieler geben, die den Verein im Winter verlassen?

Ein Offensivspieler wir den Verein verlassen. Nachdem Severin Hingsamer und Nemanja Zikic verletzungsbedingt lange ausfallen, sind weitere Abgänge nicht geplant.

Das heißt, dass Mario Vojkovic in Ried bleibt?

Richtig.

Nachdem Filip Dmitrovic nach seinem Kreuzbandriss demnächst ins Training einsteigt, hat man auf dieser Position fast ein "Luxusproblem". Hat Johannes Kreidl eine Stammplatzgarantie?

Wir haben vier sehr gute Torhüter, darunter mit Lukas Gütlbauer ein großes Talent. Sicher ist, dass wir aufs Trainingslager drei Torhüter mitnehmen werden. Ob es sich bei Dmitrovic bis dorthin ausgeht, wird man sehen. Kreidl ist derzeit die klare Nummer eins, längerfristig ist er das aber nur dann, wenn er selber nicht daran zweifelt.

Die Mannschaft absolviert diesen Mittwoch (Wattens) und Donnerstag (Burghausen) jeweils ein Testspiel.

Wir wollen die Belastung in dieser Woche hoch halten, es ist die intensivste in der Vorbereitung. Viele Spieler werden dabei Einsatzzeit erhalten. Grundsätzlich hoffen wir, dass wir bis zum Meisterschaftsauftakt am 21. Februar von größeren Verletzungen verschont bleiben.

Video: Viele Trainingseinheiten stehen derzeit auf dem Programm 

Es ist zwar noch einen Monat bis zum Duell gegen Austria Klagenfurt in der ersten Frühjahrsrunde. Wissen Sie schon, wie Sie dieses Spiel anlegen werden?

Das ist noch weit weg, wir wollen jetzt in der Vorbereitung alles dafür tun, um die Voraussetzungen für ein starkes Frühjahr zu schaffen. Jeder Einzelne von uns will noch besser werden. Wir sind auf einem sehr guten Weg, die Feinabstimmung erfolgt dann beim Trainingslager von 2. bis 9. Februar in der Türkei. Unabhängig davon: Die Meisterschaft wird sicher nicht in diesem einen Spiel entschieden.

Nach dem Klagenfurt-Spiel hat die SVR in 13 Spielen acht Mal Heimvorteil. Vorteil oder noch größerer Druck?

Vor unseren tollen Fans spielen zu dürfen, muss ein Vorteil für uns sein. Sollte es anders sein, sind wir selber schuld.

Video-Interview mit Gerald Baumgartner 

Artikel von

Thomas Streif

Lokalredakteur Innviertel

Thomas Streif
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