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Innviertel

AMS-Chef: "Grundsätzlich haben wir im Bezirk Ried derzeit Vollbeschäftigung"

Von Thomas Streif 09. August 2019 00:04 Uhr

AMS-Chef: "Grundsätzlich haben wir im Bezirk Ried derzeit Vollbeschäftigung"
Rieds AMS-Chef Klaus Jagereder: "Image der Firmen wird immer wichtiger"

BEZIRK RIED. Rieds AMS-Bezirksstellenleiter Klaus Jagereder: "Situation ist eine große Herausforderung".

1045 Personen waren Ende Juli im Bezirk Ried als arbeitslos gemeldet. Dazu kommen noch etwas mehr als 340 Personen, die sich aktuell in Schulungsmaßnahmen befinden. Das ergibt eine Arbeitslosenquote von lediglich 3,7 Prozent, Ende Juni waren es gar nur 3,2 Prozent.

"Der leichte Anstieg im Sommer liegt vorwiegend an kurzfristigen Freistellungen im Zusammenhang mit dem derzeit ruhenden Schulbetrieben. Betroffen sind davon Mitarbeiter von Schulküchen oder Schultransporten", sagt Rieds AMS-Bezirksstellenleiter Klaus Jagereder im Gespräch mit den OÖN.

Dem gegenüber stehen aber aktuell mehr als 1600 beim AMS ausgeschriebenen Arbeitsstellen. "Alleine im vergangenen Monat wurden dem AMS Ried mehr als 600 freie Stellenangebote gemeldet, so etwas hatten wir überhaupt noch nie, das ist ein neuer Rekord", betont Jagereder. Derzeit könne man daher von "einer Vollbeschäftigung" im Bezirk sprechen. Herausforderungen gebe es aber gerade deshalb mehr als genügend. "Unsere Aufgabe ist, dass wir mit dem vorhandenen Potenzial auf dem Arbeitsmarkt die Wirtschaft bei der Suche nach dem dringend benötigten Personal unterstützen können", sagt Jagereder. Man versuche, Personen, die etwas länger arbeitslos gemeldet sind, mit einem umfassenden Förderangebot zu unterstützen.

Video: Interview mit Klaus Jagereder

Damit sich die Firmen ein Bild von möglicherweise zukünftigen Arbeitskräften machen können, bietet das AMS ein sogenanntes "gegenseitiges Kennenlernen" an, vereinfacht gesagt, ein Schnuppern, bei dem die Jobsuchenden vom AMS versichert werden.

Bei der Vermittlung des Personals sei aber nicht nur das AMS, sondern vor allem die Unternehmen gefordert. "Viele Unternehmen waren es jahrelang gewohnt, eine Auswahl von mehreren Bewerbern zu haben. Diese Situation ist derzeit eine andere, viel mehr sind die Firmen gefordert, an ihrem Image zu arbeiten. Interessante und attraktive Arbeitgeber werden sich bei der Suche nach Personal leichter tun", sagt der AMS-Chef.

Nach wie vor gebe es Unternehmen, die sich über den Fachkräftemangel beklagen würden. Jagereder: "Diese Jammerei ist kontraproduktiv, denn in erster Linie sind die Firmen gefordert, ein dementsprechendes Arbeitsumfeld anzubieten. Es gibt im Bezirk Ried genügend Beispiele, wo das funktioniert."

Artikel von

Thomas Streif

Lokalredakteur Innviertel

Thomas Streif
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