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Innviertel

AK Ried holte vier Millionen Euro

Von OÖN   21. Januar 2022 00:04 Uhr

AK Ried holte vier Millionen Euro
Neu errichtete Arbeiterkammer-Bezirksstelle Ried ist seit rund vier Monaten bezogen und in Betrieb

RIED. Für hilfesuchende Mitglieder viel Geld im Arbeits- und Sozialrecht erkämpft

Im vergangenen Jahr wandten sich rund 7000 Arbeiterkammer-Mitglieder mit arbeits- und sozialrechtlichen Fragen an die Bezirksstelle Ried. 4546 Ratsuchende nahmen telefonische Beratung in Anspruch, 1712 kamen persönlich in die Arbeiterkammer, um sich Unterstützung zu holen, und weitere 462 Mitglieder wollten Auskünfte per E-Mail, so Bezirksstellenleiter Siegfried Wambacher.

Durch außergerichtliche Interventionen in 132 Fällen wurden insgesamt 442.452 Euro an vorenthaltenem Entgelt hereingebracht, wobei die Erfolgsquote in Summe bei 88 Prozent liegt. Durch Rechtsvertretung vor dem Arbeitsgericht mussten am Standort Ried in 51 Fällen 384.339 Euro erkämpft werden, so die AK mit dem neuen Präsidenten in Oberösterreich, Andreas Stangl. Der 52-Jährige erlernte in der AMAG in Ranshofen einen Metallberuf und ist seit seiner Jugend in der Gewerkschaft aktiv.

Hauptsächliche Gründe für Rechtshilfen und -vertretungen waren im Bezirk Ried neben vorenthaltenen Entgelten Differenzen bei der Endabrechnung von beendeten Arbeitsverhältnissen (44) und Beanstandungen von fristwidrigen Kündigungen oder unbegründeten Entlassungen (38). Die eingeforderten Beträge reichen von 38,40 Euro bis zu 84.600 Euro. Von den 183 Fällen stammen 132 aus Betrieben ohne Betriebsrat, so die AK. In Sozialrechtsangelegenheiten erstritt die AK Ried im vergangenen Jahr 2.278.232 Euro. Dabei ging es hauptsächlich um Pensions- und Rentenansprüche sowie um Pflegegeld. Zusätzlich wurden 2021 für 68 Arbeitnehmer aus acht insolventen Betrieben im Bezirk 969.530 Euro durchgesetzt, wobei zwei Drittel auf das Aus für einen Logistikbetrieb entfielen.

In Summe hat die AK Ried im Vorjahr an arbeits- und sozialrechtlichen Ansprüchen sowie an Forderungen nach Insolvenzen für ihre Mitglieder Zahlungen von insgesamt 4.074.552 Euro erreicht. Probleme gibt es immer häufiger im Zusammenhang mit der Pflegegeld-Einstufung, so die Arbeiterkammer, die dabei rechtliche Unterstützung bietet.

In Sachen Corona-Bestimmungen tritt die Arbeiterkammer angesichts der Impfpflicht-Debatte klar für die 3G-Regelung am Arbeitsplatz ein.

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