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Zivilschützer mahnen zu Selbstvorsorge für Blackout-Fall

RIED/INNVIERTEL. Rieds Bezirkshauptfrau Yvonne Weidenholzer ist auch neue Zivilschutz-Bezirksleiterin.

Zivilschützer mahnen zu Selbstvorsorge für Blackout-Fall im Stromsystem

Bezirksleiterin Yvonne Weidenholzer mit Landesspitzen Michael Hammer (l.) und Josef Lindner Bild: sedi

Eigenvorsorge sollte vermehrt ins Bewusstsein rücken, so die neue Rieder Zivilschutz-Bezirksleiterin und Bezirkshauptfrau Yvonne Weidenholzer, die in der Zivilschutz-Funktion auf Josef Wambacher folgt.

Vor allem die Folgen eines mehrtägigen Stromausfalls seien vielfach unterschätzt. "Das hätte weitreichende Folgen", so Weidenholzer. Ein eintägiger Stromausfall sei laut durchgespielten Szenarien nicht allzu schlecht zu bewältigen. Ab drei Tagen werde es aber brisant, so Analysen.

"Transport und Treibstoffe, das Nahrungsmittelwesen. Die meisten Tankstellen funktionieren ohne Strom nicht. Auch die Kommunikation, zum Beispiel Mobilfunk, ist ein heißes Thema. Für die Haushalte geht es darum, eine Woche lang autark sein zu können. Bis zur Babynahrung, die man aufwärmen können muss", so Weidenholzer.

Laut Experten werde das Stromnetz zum Beispiel auch durch die wachsende Einspeisung alternativer Energiequellen instabiler – auch mögliche Terroranschläge auf neuralgische Stromknoten seien Thema. Der Zivilschutzverband bietet spezielle Notfall-Anleitungen und sogar Notfall-Sets für den Blackout-Fall.

"Wir raten dazu, den Fall des Falles für sich zu Hause durchzuspielen. Die Folgen lassen sich nicht vermeiden, aber mildern." Bewusstseinsbildung sei hierbei entscheidend. Der Verband bietet zum Thema auch Vorträge an. "Der Mensch vergisst schnell. Die Folgen von Tschernobyl und Hochwasser sind vielfach nicht mehr in den Köpfen präsent.

Zivilschutz-Landespräsident Michael Hammer: "Der Zivilschutz gewinnt an Stellenwert. Unsere Angebote werden deutlich mehr nachgefragt. Unter der weltpolitischen Lage leidet das subjektive Sicherheitsgefühl. Die Menschen denken nach, was sie für ihre eigene Sicherheit tun können."

Zusammen mit der Polizei werde das Projekt "gemeinsam sicher" vorangetrieben – um den Kontakt der Exekutive mit der Bevölkerung mittels Community-Polizisten zu stärken. Auch die Ausgabe von Warnwesten an Taferlklassler für den Schulweg ist Anliegen der Zivilschützer. Eine Überprüfung bei sechs Klassen im Bezirk Ried habe eine Tragehäufigkeit von 78,6 Prozent ergeben – der Landesschnitt liege bei 50 Prozent.

Am morgigen Mittwoch wird in Taiskirchen der Rieder Bezirksbewerb zur Zivilschutz-Kindersicherheitsolympiade ausgetragen. Landessieger und somit "sicherste Schule" im Land war im Vorjahr die Volksschule Lambrechten.

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Artikel Dieter Seitl 25. April 2017 - 03:32 Uhr
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