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Weitere Bohrung für größte Geothermie Österreichs fixiert

RIED/MEHRNBACH. Geothermie Mehrnbach-Ried musste wegen großer Nachfrage bereits mit Gas zuheizen.

Starke Nachfrage: Weitere Bohrung für größte Geothermie Österreichs fixiert

Energie-Ried-Geschäftsführer Helmut Binder (l.) und Siegfried Liebich Bild: (OÖN)

Die Nachfrage nach erneuerbarer Heizenergie auf tiefen Erdschichten ist so groß, dass die Geothermie Mehrnbach-Ried, die weite Teile Rieds und Mehrnbachs versorgt, um eine Bohrung erweitert wird. Der Bohrbeginn ist per Mitte November vorgesehen, so Energie-Ried-Geschäftsführer Helmut Binder auf OÖN-Anfrage. In den Aufsichtsräten der Projektpartner Energie Ried und Energie AG ist das Vorhaben bereits beschlossen.

Der Kaufvertrag für das Bohrstellen-Grundstück in Mehrnbach sei praktisch unter Dach und Fach, die Verhandlungen mit den Grundstückseigentümern für das Verlegen der nötigen Leitungen fortgeschritten. Und die Gemeinde Mehrnbach unterstütze beim Vorantreiben des Projekts sehr.

Anschlussgrad steigt weiter

Anbote von Bohrfirmen seien bereits im Haus, nun folgt eine Ausschreibung. Wegen der großen Nachfrage bei der größten Geothermie Österreichs, die sich noch im behördlichen Probebetrieb befindet, musste im Vorjahr bereits ein gewisser Teil der benötigten Heizenergie mittels Erdgas beigesteuert werden. Und mit dem laufenden Netzausbau steigt der Anschlussgrad weiter.

Zu Jahresende 2015 waren bereits so viele Firmen, Großgebäude, Wohnblöcke und Privathäuser angeschlossen, dass 42 Millionen kW/h aufgebracht werden mussten. Auch im Vollbetrieb mit größeren Mengen nach Ende des behördlichen Probebetriebs würde die aktuelle Entnahmebohrung nicht ausreichen, so Binder. Für die nächste Heizsaison 2016/17 sei mit 65 Millionen kW/h zu rechnen.

Aus großer Tiefe wird mittels Entnahmebohrung Heißwasser gefördert und nach dem Wärmetausch mittels zweiter Bohrung wieder in die Tiefe verpresst. Im Probebetrieb mit vorgeschriebenen Mengen kommt das Wasser derzeit mit 87 Grad "oben" an. Die nun geplante, dritte Bohrung zur Wasserentnahme soll mit jener bereits bestehenden Bohrung unterirdisch "korrespondieren", bei der sich mit 107 Grad eine besonders hohe Wassertemperatur gezeigt hatte – in der derzeit aber verpresst statt entnommen werden muss, um andere Geothermie-Projekte in der näheren und weiteren Umgebung nicht zu beeinflussen.

Große Temperatur-Hoffnung

Kann nun mittels dritter Bohrung so entnommen und verpresst werden, dass sich in der Tiefe der Druck auf "gleicher Ebene" ausgleicht, wäre das aus Temperatursicht ein durchschlagender Erfolg. Die Nachfrage sei jedenfalls so groß, das so oder so eine dritte Bohrung benötigt werde.

Aus heutiger Sicht sei für die Geothermie Mehrnbach-Ried mit einem Gesamt-Investitionsvolumen von mehr als 40 Millionen Euro zu rechnen.

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Artikel Dieter Seitl 22. April 2016 - 03:19 Uhr
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