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„Weil das Leben die besten Geschichten schreibt“

OBERNDORF / SANKT RADEGUND. Brüder Joe und Leo Sigl aus St. Radegund präsentierten ihr viertes Kabarettprogramm

Bild: oön-fisc

Die Wechselfälle des Lebens und die Frau-Mann-Beziehung bilden Eckpunkte des pointierten Programms, bei dem die Zuschauer zum Mitsingen aufgefordert sind. Mit dem Refrain des ersten Liedes „Moch mas glei oder woat ma nu a weng“ hatten Leo und Joe Hariesl die Zuschauer gleich aktiviert. „Totgelachte leben länger“ heißt das vierte Programm des Musikkabarett-Duos Hariesl aus St. Radegund. Sie präsentieren es derzeit in der „MainBar“ in Oberndorf (Schöffleutgasse 8). Am Samstag, 8. Dezember, steht dieses Jahr noch eine Vorstellung am Programm, weitere folgen dann im Februar 2019.

 

Warte: „Totgelachte leben länger“ ist euer viertes Programm. Wann seid ihr das erste Mal aufgetreten und wo?

Joe: Unser Bühnendebüt im Dezember 2012 fand im Farbwerk St. Radegund statt. Das erste Programm „Einfach zum LACHdenken“ war eine Benefizveranstaltung für die Lebenshilfe Braunau-Mattighofen. Aufgrund der großen Nachfrage hängten wir gleich einen zweiten Abend für die Lebenshilfe an.

Was hat euch damals bewogen eure Gedanken in ein Kabarettprogramm mit Musik zu verpacken und einem breiten Publikum zu präsentieren?

Leo: Wir haben gemerkt, dass viele Menschen in unserm Umfeld mit ihren Lebensumständen unzufrieden sind. Wir haben nachgefragt, warum sie nichts daran ändern. Daraus sind die ersten LACHdenker-Geschichten und Lieder entstanden.

Wie war der erste Auftritt? Seid ihr nervös gewesen?

Joe: Nervös? Das ist für den damaligen Zustand ein Hilfsausdruck. Wir waren in einer Art Ausnahmezustand, der uns beinahe gelähmt hat. Angstzustände, Schweißausbrüche und fürchterliches Zittern. Nur gut, dass wir damals keinen Eintritt verlangt haben. Dieser Zustand hat sich Gott sei Dank gelegt.

Wie kommt ihr zu euren Ideen? Habt ihr da etwa ständig ein Notizbuch dabei, um kuriose Alltagssituationen zu notieren?

Leo: Ja, immer, weil das Leben die besten Geschichten schreibt. Meist tut es auch das Handy.

Wie lange dauert es bis ein Programm ausgefeilt ist und steht?

Joe: Das erste Programm hat ein knappes Jahr gedauert. Inzwischen hat Leo seine Arbeitswoche um zwei Tage verkürzt, seither schaffen wir es in etwa sechs bis sieben Monaten.

Was sind die Eckpfeiler des neuen Programms?

Leo: Tod, lachen, über den Sinn des Lebens nachdenken und lernen, nicht nur über andere, sondern vor allem über sich selbst zu lachen. Dazu groovige Musik, Lieder für das Ohr und Gemüt.

Kann man sich da in manchen Szenen wiederfinden?

Joe: Ich würde sagen, für Leo ist dieses Programm nahezu autobiografisch. Bei mir finde ich da nahezu keine Parallelen (lacht). Ich spiele das alles nur.

Leo: In Wirklichkeit ist es natürlich genau umgekehrt. Das Publikum soll selber draufkommen, wer von uns was spielt oder erlebt hat.

Was seid ihr im bürgerlichen Leben, abseits der Kabarett-Bühne?

Leo: Ich male nach Zahlen. Manche nennen es Technisch Zeichnen, Planen, Projektieren und zwar Gummimatten für Kuhställe.

Joe: Ich arbeite bei einem großen Autohandelsunternehmen - bei einem sehr großen – im Kundendienst als technischer Angestellter.

 

Weitere Termine:

Samstag, 8. Dezember, und dann wieder im Februar 2019. Karten: täglich, außer Sonn- und Feiertag, 16 bis 19 Uhr unter Tel. (+43) 0676/6673977. Kontaktdaten: www.hariesl.com, E-Mail: hariesl@gmx.at

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Artikel Manfred Fischer 06. Dezember 2018 - 17:04 Uhr
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