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Oberösterreich  > Innviertel

Waidbacher neuer Bürgermeister von Braunau

BRAUNAU. Erstmals seit 1955 gibt es in der SP-Hochburg Braunau wieder einen VP-Bürgermeister: In der größten Stadt des Innviertels siegte Hannes Waidbacher mit 51,04 Prozent hauchdünn vor Günter Pointner (SP) mit 48,96 Prozent.

Die Braunauer wählten die Veränderung

Hannes Waidbacher lässt sich bei der OÖN-Wahlparty im Schnaitl-Keller als neuer VP-Bürgermeister feiern. Bild: Hatheuer

Das Regieren wird für die VP nicht einfach werden. Im Gemeindeparlament hat zwar keine Partei die absolute Mehrheit, mit 16 Mandaten liegt die SP jedoch weit vor der VP, die auf sechs Gemeinderäte kommt.

Die Neuwahl wurde notwendig, weil SP-Langzeitbürgermeister Gerhard Skiba im September aus gesundheitlichen Gründen zurückgetreten war. Beim ersten Wahlgang am 30. Jänner kam Günter Pointner (SP) auf 39,62 Prozent, Hannes Waidbacher (VP) auf 37,33 Prozent. Nur 173 Stimmen oder 2,29 Prozentpunkte hatten die beiden Konkurrenten voneinander getrennt.

Am Sonntag waren es 164 Stimmen oder 2,08 Prozentpunkte Unterschied. Diesmal allerdings zu Gunsten des VP-Kandidaten – Hannes Waidbacher wurde mit 51,04 Prozent neuer Bürgermeister in Braunau. Und das in einer roten Hochburg.

„Ich lade alle zur Zusammenarbeit ein. Es geht nicht um den Bürgermeister, sondern um Braunau und die Menschen, die hier wohnen“, unterbreitete ein überglücklicher Hannes Waidbacher unmittelbar nach der Stimmenauszählung ein Angebot an alle Fraktionen und blickte noch einmal zurück: „Wenn mir vor vier Monaten jemand gesagt hätte, dass ich Bürgermeister werde, hätte ich das nicht geglaubt.“

SP-Spitzenkandidat Günter Pointner erwies sich als fairer Verlierer: „Es kann nur einen Sieger geben. Wir haben eine demokratische Entscheidung getroffen, und diese akzeptiere ich auch.“

Die Kandidaten von SP und VP hatten schon vor den Wahlen betont, unabhängig vom Ausgang konstruktiv zusammenarbeiten zu wollen. Das ist angesichts drängender Entscheidungen zu Nachnutzung und Rahmenprogramm für die Landesausstellung 2012 auch durchaus nötig.

Die Wahlbeteiligung lag im ersten Durchgang bei mageren 60,16 Prozent und stieg am gestrigen Sonntag auf ebenfalls wenig berauschende 62,66 Prozent. Die im ersten Wahlgang unterlegenen und damit ausgeschiedenen Kandidaten von Grünen und FP hatten keine Empfehlung abgegeben.

Bis zum gestrigen Stichwahlsonntag mobilisierten Günter Pointner und Hannes Waidbacher mit großem Einsatz nach dem Motto „Das persönliche Gespräch suchen“.

 

Amtliches Endergebnis:

Prozent für Waidbacher (ÖVP): 51,04
Prozent für Pointner (SPÖ): 48,96

Wahlberechtigte: 12682
Wahlbeteiligung: 62,66 Prozent
Abgegebene Stimmen: 7858, davon 88 ungültig (1,11 Prozent)
Stimmen für Waidbacher (ÖVP): 4011
Stimmen für Pointner (SPÖ): 3847
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Artikel nachrichten.at 13. Februar 2011 - 16:32 Uhr
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