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Vorhang auf im heurigen Jubiläumsjahr

SANKT JOHANN. Der Theaterverein Saiga Hans feiert 30-Jähriges und lädt zur Neufassung eines Stücks.

Der Theaterverein Saiga Hans hat heute etwa30 Mitglieder. Bild: privat

Die Kunst des Theaterspielens hat in Saiga Hans eine lange Tradition. Im Herbst 1921 gründete der damalige Oberlehrer Rudolf Süßbauer den ersten "Dilettantenverein". Ab diesem Zeitpunkt fanden regelmäßig Aufführungen statt. Die Wirren der damaligen Zeit brachten es mit sich, dass die Aufführungen immer seltener wurden. Erst nach dem Zweiten Weltkrieg setzten zuerst die Feuerwehr, dann der Sportverein diese Tradition fort.

Das Pantoffelkino wurde später zur starken Konkurrenz und erneut wurde es still ums Theaterspielen. 1988 trafen sich einige junge Leute im damaligen Café Frauscher, um die Theatertradition fortzuführen. Für die erste Aufführung wurde der Lachschlager "Der Herr Graf" ausgewählt. Lisl Lindlbauer war Autorin des Stückes und führte Regie. Viele Lustspiele und Bauernschwänke wurden in den folgenden Jahren auf die Bühne gebracht. Lindlbauer schrieb das Volksstück "Der Wirt von Schweigersreith", welches in der Zeit der bayerischen-österreichischen Bauernkriege 1705/1706 angesiedelt war und als Freilichtaufführung dargeboten wurde. Diese Vorstellung hat die Saiga Hanser Theaterszene über die Grenzen bekannt gemacht.

Großes Repertoire

Das Repertoire der Theatergruppe geht seit der Neugründung von Bauernschwänken über Lustspiele, Boulevardstücke bis hin zu ernsten Volksstücken. Mit den Darbietungen der Stücke "Der Sandler", "Der Schneesturm" und "Der Bsuff" haben die Darsteller durch hervorragende schauspielerische Leistungen bewiesen, dass auch Stücke mit ernstem Hintergrund aus dem Alltag auf die Bühne gebracht werden können. Während dieser 30 Jahre änderten sich auch einige Male die Spielstätten. Die ersten Aufführungen fanden im ehemaligen Gasthaus Frauscherwirt statt, dann erfolgte ein Bühnenwechsel in den Pfarrsaal und seit 2007 wird in der Mehrzweckhalle gespielt, bei der seitens der Gemeinde ein Bühnenanbau erfolgte. "In diesen drei Jahrzehnten haben zirka 40.000 Personen aus dem ganzen Bezirk unsere Vorstellungen besucht", so Johann Spießberger, der seit 2003 als Obmann tätig ist.

Nicht nur proben und aufführen

Das Vereinsleben der 30 Mitglieder beschränkt sich nicht nur auf Proben und Aufführungen. Besuche von Theatervorstellungen anderer Spielgruppen, gemeinsame Aktivitäten sowie die Teilnahme an Ortsfeierlichkeiten stehen unter anderem auf dem Programm. "Immer wieder werden wir gefragt, was wir mit den Einnahmen machen. Es wird laufend in die Technik, die Lichtanlage und den Bühnenbau investiert. Alleine die Headsets, die wir seit 2011 einsetzen, kosten ein kleines Vermögen", so Spießberger. Außerdem wurden vier Krankenbetten gespendet und diverse Vorhaben in der Gemeinde, wie die Kirchturmsanierung, unterstützt. Jährlich ergeht eine karitative Spende an Projekte oder Personen.

30 Jahre nach der Gründung der Theatergruppe dürfen sich die Fans im Jubiläumsjahr erstmals auf ein Remake eines Stückes freuen. "Mord im Hühnerstall" heißt das Stück, das von einem Gockel, zahlreichen Verwechslungen, diversen Polizeiermittlungen und dergleichen handelt.

 

"Mord im Hühnerstall": Premiere: Freitag, 9. November, 20 Uhr. Weitere Termine: 10., 16., 17., 23.,24. November, um 20.00 Uhr und 18. November, 18.00 Uhr. Kartenreservierungen täglich ab 30. Oktober, von 18-20.00 Uhr, unter 0676/6965826

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Artikel Andrea Berer 10. November 2018 - 08:04 Uhr
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