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Umstieg für die Umwelt und die Fitness

14.September 2018

Umstieg für die Umwelt und die Fitness
Philipp Doblhammer

Das Leben eines täglichen Pendlers mit dem Auto ist kein leichtes. Staus kosten Zeit und Nerven, brauchen gute Planung, um rechtzeitig in der Arbeit, aber auch wieder zu Hause zu sein. Ganz abgesehen von der Umweltbelastung, zu der Autofahrer ebenfalls ihren Beitrag leisten.

Woran scheitert es also, dass der Umstieg so schwer fällt? Ist es wirklich immer nur das fehlende Alternativangebot oder liefern da Gewohnheit und Bequemlichkeit die passenden Argumente, um weiterhin ins Auto zu steigen?

Antworten können nur jene geben, die den Versuch wagen. Philipp Doblhammer aus St. Martin im Innkreis ist einer von ihnen. Der Instandhaltungstechniker hat sich für die Aktion "Umsteigen bitte" von Klimabündnis Oberösterreich und OÖNachrichten begeistern können und wurde ausgewählt, um in den Europäischen Mobilitätswochen das Auto stehen zu lassen und auf das Fahrrad umzusteigen.

Diese Woche – von den Wetterbedingungen her ideal – hat er täglich die Strecke zwischen seinem Wohnort St. Martin/Innkreis und dem Arbeitsort Ort/Innkreis mit dem Fahrrad absolviert. Seine Motivation für den Selbstversuch ist simpel wie überzeugend. "Ich will etwas für die Umwelt tun, gleichzeitig aber auch einen Beitrag zur persönlichen Fitness und Gesundheit leisten", sagt Doblhammer.

Noch läuft der Versuch. Am autofreien Tag (22. September) wird der Innviertler ebenso wie die fünf anderen Umsteiger auf Probe – Manuela Huber aus Leonding, Thomas Sadleder aus Marchtrenk, Harald Prochaska aus Vorchdorf, Isabella Ortner aus Mauthausen und Martin Speckbacher aus Neuzeug bei Steyr – über die persönlichen Erfahrungen in den OÖN berichten.

"Routine durchbrechen"

Hinter der Aktion steht die Absicht, alltägliche Gewohnheiten zu durchbrechen. Denn viele Menschen seien nicht mehr mit Bus oder Zug gefahren, seit sie einen Führerschein besitzen, sagt Norbert Rainer, Regionalstellenleiter des Klimabündnis Oberösterreich. "Mit der Aktion wollen wir die Chance bieten, diese Routine zu durchbrechen." Tägliche Wege mit dem öffentlichen Verkehr oder mit dem Fahrrad zurück zu legen, ist den Versuch wert. (rgr)

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15. September 2019