Lade Inhalte...

Innviertel

Umfahrung Ried: 2019 soll gebaut werden

Von Dieter Seitl   05. Juli 2017 13:52 Uhr

Präsentieren den Plan für die Umfahrung: FP-Vizebürgermeister Thomas Dim, VP-Stadtchef Albert Ortig und SP-Vizebürgermeister Michael Steffan

RIED. Umfahrung mit Bahnunterführung als „positives Signal für Erhalt der Hausruckbahn“

Seit 40 Jahren in Diskussion, jetzt soll gebaut werden: Pläne für eine Umfahrung Spange 3 Ried an der Gemeindegrenze zu Neuhofen inklusive Eisenbahnunterführung an der Eberschwanger Straße sind nun durch das Land verordnet – die Eberschwanger Straße soll direkt mit der Frankenburger Straße verbunden werden, was einen Lückenschluss der gesamten Umfahrung Ried bedeutet.

Bis Ende 2018 sollen Behördenverfahren zu Materien wie Straßenrecht und Naturschutz abgeschlossen sein. Laut FP-Landesrat Günther Steinkellner ist der Baubeginn mit 2019 vorgesehen, so Rieds VP-Bürgermeister Albert Ortig. „Ein Landesgesetzblatt liegt vor. Die Verordnung ist jetzt rechtkräftig. Gegen das Projekt an sich sind keine Rechtsmittel mehr möglich. Natürlich stehen behördliche Verfahren und das Grundeinlöseverfahren an“, so Ortig.

Bekenntnis zu Hausruckbahn

Mittels zu errichtendem Kreisverkehr bleibt die Innenstadt an die Umfahrung angeschlossen, so das Vorhaben.

Dass eine Variante mit Unterführung der Hausruckbahn vorgesehen ist, sei auch als indirektes Bekenntnis des Landes zum Erhalt der Hausruckbahn zu werten. „Sonst würde man nicht eine teure Unterführung bauen“, so Rieds FP-Vizebürgermeister Thomas Dim.

Unterführt werden soll auch der Oberbrunner Weg, der von der Eberschwanger Straße in Richtung Neuhofen führt. „Ein ganz wesentlicher Knoten und eine ganz wesentliche Verbesserung der zuvor geplanten kleineren Umfahrungs-Variante. Damit ist es auch möglich, eine Radweg-Verbindung zu schaffen“, so Ortig.

Er sei nicht immer ein glühender Befürworter der geplanten Umfahrung gewesen, so SP-Vizebürgermeister Michael Steffan. Aber die nun vorgesehene große Variante bringe in mehreren Wohnbereichen der Stadt Entlastung und höhere Lebensqualität. Entscheidend sei, den verbleibenden Grüngürtel zwischen der künftigen Umfahrung und der naheliegenden Siedlung zu erhalten. Dies habe am Ende der Gemeinderat via Flächenwidmung in der Hand. Gespräche über entsprechende Lärmschutzmaßnahmen stünden an. „Für einen Großteil der Bevölkerung wird die Umfahrung eine Entlastung bringen. Allen kann nicht Genüge getan werden“, so Steffan.

Noch keine Kosten-Details

„Ich hatte viel Kontakt mit Landesrat Steinkellner und bin überzeugt davon, dass 2019/2020 gebaut werden kann“, so Thomas Dim. Eine detaillierte Kostenrechnung liege noch nicht vor, so Bürgermeister Ortig.

Keine Freunde mit dem Umfahrungsprojekt hat Neos-Gemeinderat Günter Kitzmüller. „Wir hätten eine Verkehrsstrom-Analyse gefordert. Es sprechen einige Punkte gegen die Umfahrung. Und wir befürchten, dass die Restflächen verbaut und somit versiegelt werden. Aber wir haben auch immer gesagt, wenn, dann eine Variante mit Unterführung. Positiver Aspekt ist das indirekte Bekenntnis zur Hausruckbahn“, so Günter Kitzmüller.

8  Kommentare 8  Kommentare

Die Kommentarfunktion steht von 22 bis 6 Uhr nicht zur Verfügung