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Innviertel

Tüftlerinnen entwickelten Schutz gegen Bienenkiller

09. Mai 2016

Innviertler Tüftlerinnen entwickelten Schutz gegen Bienenkiller Varroamilbe
Preisträgerinnen Kerstin Reichinger (l.) und Julia Huber

BRAUNAU/SCHALCHEN/MATTIGHOFEN. HTL-Schülerinnen gewannen damit Maturaprojekt-Bewerb der Fachhochschule Kärnten.

Julia Huber aus Schalchen und die Mattighofnerin Kerstin Reichinger sind die strahlenden Siegerinnen des diesjährigen Maturaprojekt-Wettbewerbs der Fachhochschule (FH) Kärnten. Die beiden Braunauer HTL-Maturantinnen siegten mit ihrer Entwicklung in der Kategorie "Technik und Naturwissenschaften".

118 Projekte aus ganz Österreich waren für den Bewerb eingereicht worden. 16 davon kamen ins Finale, darunter das Projekt "Semiautonome Bekämpfung der Varroamilbe" der beiden Innviertlerinnen. "Es ist super, wenn man von einer externen Jury bestätigt bekommt, dass das eigene Projekt sehr gut umgesetzt wurde. Die 1000 Euro Preisgeld sind eine tolle Entschädigung für den Aufwand bei der Einreichung und für die Anspannung bei der Präsentation", so die glücklichen Preisträgerinnen.

"Bisher werden Bienenvölker, die von der Varroamilbe befallen sind, mit Ameisensäure behandelt, wobei es vor allem dem Geschick des Imkers überlassen ist, wie und in welcher Konzentration er die Ameisensäure in den Bienenstock einbringt. Die Vorrichtung, die wir realisiert haben, ist so aufgebaut, dass sie eine genaue Dosierung der Ameisensäure-Einbringung ermöglicht", erklären die beiden Jung-Erfinderinnen und präzisieren: "Über einen Sensor wird die Temperatur im Bienenstock ermittelt. Mit Hilfe eines entsprechenden Programms wird daraufhin die Ameisensäure auf einem Heizelement dosiert verdampft. Die notwendige Energieversorgung dafür wird über Akkus sichergestellt."

Julia Huber und Kerstin Reichinger integrierten die gesamte Vorrichtung – Steuerung, Sensoren, Verdampfungselement und Ameisensäurebehälter – in einem speziellen Aufsatz für den Bienenstock. Einen weiteren Projektschritt wie zum Beispiel die automatische Übertragung der Daten auf einen PC denken die zwei gerade an.

"Wir arbeiten bei unserem Projekt mit Rudolf Burgstaller zusammen, der als Bio-Imker tätig ist und bei der praktischen Umsetzung eine wichtige Rolle spielt. Uns geht es darum, dass die Ameisensäure optimal eingesetzt wird. Einerseits muss die Milbe effektiv bekämpft werden, andererseits muss die Biene geschont werden, und es dürfen natürlich auch keinerlei Spuren in den Honig gelangen", schildern die Tüftlerinnen.

Zweites Gold bei Wettbewerb

Neben dem Sieg beim Maturaprojekt-Wettbewerb holten sich Julia Huber und Kerstin Reichinger auch Gold beim Schüler-Technikwettbewerb Axaward 2016 (Austrian x.test Award). Die angehenden Ingenieurinnen, die aus hundert Forschungseinreichungen ausgesucht worden waren, beeindruckten auch die dortige Jury.

Die beiden Innviertlerinnen werden nicht müde zu betonen, dass Bienen nicht nur wegen ihres Honigs wichtig für die Menschen sind, sondern dass ohne sie die Bestäubung vieler Pflanzen gar nicht möglich wäre. (ho)

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