Tauziehen um Stromschiene: Politiker kündigen Schulterschluss an

RIED/RAAB. In der seit Jahren debattierte Errichtung einer Stromtrasse von Ried nach Raab zur besseren Versorgung eines Teils des Pramtals steht ein Schulterschluss der Innviertler Landtags-Politik ins Haus.
Zumindest haben sich Innviertler Abgeordnete aller Parteien im Rahmen einer Diskussion am Donnerstag Abend in Taiskirchen vor Ort auf konkrete OÖN-Nachfrage darauf verständigt, ein gemeinsames Schreiben aufsetzen zu wollen – mit der Bitte und Aufforderung an den Landeshauptmann, bei der Energie AG auf eine Prüfung einer Erdkabel-Variante zu drängen, wozu die geltende Rechtslage allerdings nicht verpflichtet. Wie mehrfach berichtet, will der Stromversorger eine 110 kV-Freileitung errichten. 95 betroffene Grundstückseigentümer laufen dagegen Sturm.
Man sei keinesfalls grundsätzlich gegen die Stromtrasse zur besseren Versorgung im Pramtal. Gefordert wird allerdings eine Ausführung als Erdkabel. 30 kV seien ausreichend, aber auch ein 110 kV-Erdkabel würde akzeptiert. Dies haben die Anrainer, die in einer „Schutzgemeinschaft“ organisiert sind, bereits schriftlich kundgetan. Ob und wie die Politik nach den anstehenden Wahlen ihre Ankündigung zu einem Schulterschluss umsetzt, wollen die Betroffenen genau beobachten.