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"Sawasdee!" Junge Tüftler hoffen auf Erfolg beim Weltfinale in Thailand

RIEDAU. Alexander 1 und Alexander 2 bauten Lego-Roboter der Spitzenklasse – In Chiang Mai wollen die beiden Innviertler damit den Sprung unter die besten 30 der Welt schaffen.

"Sawasdee!" Junge Tüftler hoffen auf Erfolg beim Weltfinale in Thailand

Die beiden Alexander (vorne links Penezeder, vorne rechts Strasser) werden von Direktor Markus Hansbauer (hinten links) und Betreuer Josef Auer (hinten rechts) nach Thailand begleitet. Bild: Burgstaller

Heute, Donnerstag, startet für zwei junge Riedauer mit dem selben Vornamen das Abenteuer "World Robot Olympiad" (WRO). Den mit einiger Aufregung herbeigesehnten – für beide ersten – Langstreckenflug via Bangkok nach Chiang Mai haben Alexander Strasser und Alexander Penezeder am Erscheinungstag dieser OÖN-Ausgabe bereits hinter sich. Nun können sich die beiden Tüftler ganz auf das Weltfinale der Lego League vorbereiten. Zur Seite stehen ihnen neben Strassers Vater vor allem die beiden Betreuer Josef Auer und Markus Hansbauer.

Bei einem Besuch wenige Tage vor ihrem Abflug Richtung "Abenteuer WRO" an ihrer einstigen Wirkungsstätte, der NMS Riedau, machen beide Alexander einen total gelösten Eindruck. Ganz nach dem Motto "Wir packen das schon". Informationsfreudiger wirken da schon ihre Betreuer, NMS-Oberlehrer Auer und Direktor Hansbauer. Wobei Letzterer vor allem auf Josef Auer als großen Einfädler der Aktion und Förderer der beiden Buben, die das Österreich-Finale gewonnen haben und somit zur Teilnahme am Weltfinale in Thailand berechtigt sind, verweist. "Auer ist ein Tüftler und begnadeter Pädagoge, der es geschickt und mit viel Gefühl versteht, seine Schüler unter anderem für Informatik und Robotik zu faszinieren", sagt Schulleiter Hansbauer.

Unter dem Motto "Robot Freaks" werden der 14-jährige Alexander Strasser und sein ein Jahr älterer Bastelkollege Alexander Penezeder in Chiang Mai gegen ihre "Gegner", "wir nennen sie lieber Mitstreiter", so Betreuer Auer, antreten. Ihre selbst gebastelten Lego-Roboter "Freaky 1" und "Freaky 2" sind nicht viel größer als zwanzig Zentimeter, fahren – hoffentlich auch in Thailand – zielsicher über eine Lauffläche, um einzelne Legosteine aufzuklauben. Nicht nur das, beide Freakys müssen die gefundenen Steine auch nach Farbe ordnen. Die größten Gegner erwarten die Betreuer Auer und Hansbauer aus den asiatischen Ländern, "das sind unwahrscheinlich engagierte und gewissenhafte Informatiker", weiß Auer. Was freilich auch auf die beiden Alexander aus Riedau zutrifft. "In Thailand unter die ersten dreißig zu kommen, wäre schon ein schöner Erfolg", sagt Markus Hansbauer.

Besondere Förderer der Teilnehmer aus Österreich – auch zwei Braunauer Burschen sind beim Weltfinale dabei – sind die Techno-Z des Innviertels. Das Riedauer Quartett wird von den dortigen Firmen Markl und Leitz gesponsert. Auch die Raiffeisenbanken der Bezirke Braunau und Schärding leisten Beiträge.

Sogar Verhaltensregeln haben die beiden Alexander aus Riedau geübt. Etwa den thailändischen Willkommensgruß "Sawasdee!" mit angewinkelten Armen und einer leichten Verbeugung. Beste Wünsche begleiten die beiden Burschen nicht nur von ihren Familien und Bekannten, sondern auch von der HTL Andorf, wohin Alexander Strasser nach seinem Abschluss der Neuen Mittelschule Riedau, und Alexander Penezeder nach seinem Übertritt ins Berufsleben als Dachdecker und Spengler gewechselt haben.

Einen Tusch auf sein und seines Freundes erhofften Erfolg in Chiang Mai kann sich Alexander Strasser nach seiner Rückkehr in die Heimat selbst spielen, er ist begeisterter Schlagzeuger. Alexander Penezeder hilft in seiner Freizeit lieber als Florianijünger bei der FF Grieskirchen. Übrigens: Das "World Robot Olympic"-Finale für Österreich geht 2019 im Raum Schärding über die Bühne.

 

Das erwartet Alexander und Alexander

Als Teilnehmer am Weltfinale der World Robot Olympiad (WRO) wartet auf die beiden Riedauer Alexander (Strasser und Penezeder) nicht nur ein spannender Bewerb, sondern in Chiang Mai in Thailand mit dem Kantary Hills Hotel auch ein Quartier der Extraklasse. Abgereist sind die beiden Innviertler am Mittwoch vom Flughafen München. Heute, Donnerstag, erfolgt nach dem Check-in in dem Fünfsternehotel ein Ausflug in die Umgebung (unter anderem in den Doi Suthep Temple, von wo es einen traumhaften Blick auf die Altstadt Chiang Mais gibt. Ab morgen, Freitag, wird es ernst. Den ganzen Tag stehen in der Wettkampfhalle erste Tests und Versuche auf dem Programm. Die Eröffnungszeremonie erfolgt um 16 Uhr. Den ganzen Samstag und am Sonntagvormittag geht es dann um die Wurst. Alexander Strasser und Alexander Penezeder hoffen, bei der Siegerehrung am Sonntag, um 14 Uhr nicht nur Teilnehmer zu sein. Zurück in die Heimat geht es dann wieder via München.

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Artikel Reinhard Burgstaller 15. November 2018 - 10:34 Uhr
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