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Innviertel

Mysteriöses Loch: „Das Tor zur Hölle!“

Von Roman Kloibhofer   09. März 2012 21:19 Uhr

Mysteriöses Loch: „Das Tor zur Hölle!“
Der Krater ist frisch, so viel steht für Franz Knoglinger fest. Wie aber ist das rund sieben Meter tiefe Loch entstanden?

PATTIGHAM. Das Tagesgespräch in Pattigham: Ein Lehrer entdeckt in einem Feld ein rätselhaftes, rund sieben Meter tiefes Loch, an dessen unterem Ende etwas Metallisches verborgen ist.

Was verbirgt sich am Ende dieses mysteriösen Loches in einem Feld in Oberbrunn? Diese Frage beschäftigt derzeit viele Menschen in der Umgebung. Am Sonntag hat ein Lehrer einen geheimnisvollen Krater entdeckt, auf dessen Boden es metallisch klingt, sobald man einen Stein hinunterfallen lässt.

„Was ist denn das?“

Sonntag Nachmittag. Franz Knoglinger aus Oberbrunn macht sich auf die Suche nach seinem Kater. „Murlimann“ ist abgängig, und der 45-Jährige ist in Sorge um das Tier. Er marschiert auf den Höhenrücken neben seinem Feld, als er plötzlich ein Loch in der Erde entdeckt. „Ich denk mir noch, was ist denn das? Und dann hab ich genauer geschaut. Auf einmal tut sich da dieses Loch auf“, erzählt Franz Knoglinger. Vor ihm hat sich der Boden geöffnet, ein Loch mit rund 50 Zentimetern Durchmesser klafft im Boden. Doch was verbirgt sich in der Tiefe?

Franz Knoglinger macht, was nahe liegt: Er nimmt einen Stein und lässt ihn in die Tiefe fallen. Schon die Falldauer zeigt , dass der Krater tief sein muss. Doch als der Stein unten aufschlägt, wird die Sache noch mysteriöser. „Der Stein ist auf etwas Metallisches, hohl Klingendes gefallen!“, berichtet Knoglinger. Er wirft noch einen Stein – wieder klingt es nach Metall und nach einem Hohlraum.

War es eine Fliegerbombe?

Der Krater in der Erde wird im Nu zum Tagesgespräch in Pattigham und Umgebung. Scherzhaft nennt Franz Knoglinger das Loch „Das Tor zur Hölle“ und sagt: „Jetzt ranken sich natürlich viele Gerüchte, wie dieses Loch entstanden sein könnte. Spekuliert wird auf jeden Fall genug!“

Auch beim Pattighamer ist mittlerweile die Neugierde groß, er möchte dem Rätsel des Loches auf seinem Feld unbedingt auf die Spur kommen. Möglicherweise wird er daher auch Geologen zu Rate ziehen. Dass sich in der Tiefe Metall verbirgt, das steht fest, dazu hat der Pattighamer schon einen Test unternommen: „Ich habe einen Magneten in die Tiefe gelassen, und es ist eindeutig Metall unten – der Magnet ist angezogen worden.“

Wie das Loch entstanden ist, darüber streiten sich nun die Geister. „Von Fliegerbombe über Flakkanone bis hin zu einem Erdstall oder einem Geheimgang reichen die Erklärungsversuche“, sagt Knoglinger. Auch an eine Ausschwemmung hat er gedacht. Allerdings bleibt rätselhaft, wohin das Erdreich verschwunden ist.

Zurückhaltung beim Steinewurf

Die Version, dass sich in der Tiefe vielleicht ein Blindgänger einer Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg verbirgt, scheint für Franz Knoglinger unter den zahlreichen Erklärungsversuchen gar nicht so unwahrscheinlich: „Der Fundort liegt direkt an einer Schneise, entlang der im Zweiten Weltkrieg der Rieder Bahnhof bombardiert worden ist. Da könnte es ja sein, dass sich vielleicht eine Bombe eingegraben hat“, mutmaßt Knoglinger. Allerdings bleiben auch dann noch viele Fragen offen: Wie konnte das unbekannte Metallobjekt über die Jahre hinweg sieben Meter tief im Erdreich versinken?, fragt sich nicht nur der Pattighamer. Sollte es tatsächlich ein Kriegsrelikt sein, dann ist es vermutlich ratsam, nicht mehr allzu viele Steine in das mysteriöse Loch in Oberbrunn zu werfen ...

Übrigens: Kater „Murlimann“ ist noch am selben Tag wieder wohlbehalten aufgetaucht.

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