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"Kenne jeden Stein auf diesem Hügel"

MEHRNBACH. Motocross: Pascal Rauchenecker nützt die Sommerpause der amerikanischen Grand National Cross Country Serie, um beim Heimrennen am Güpl (19. August) zu starten.

"Kenne jeden Stein auf diesem Hügel"

Hohe Ziele haben sich vor allem die Piloten des HSV Ried für das Heimrennen am Güpl in Mehrnbach gesteckt. Bild: Wallner

Das sportliche Zuhause von Pascal Rauchenecker ist derzeit die amerikanische Ostküste. Dort bestreitet der 25-jährige Innviertler die Grand National Cross Country Serie (GNCC). Die Sommerpause nützt der Peterskirchner, um am Sonntag, 19. August bei seinem Heimrennen zu starten. Denn nach zwei Jahren Pause holt der HSV Ried den Motocross-Sport zurück ins Innviertel. Dafür tauscht Rauchenecker seine 250er gegen eine 450er-Maschine. Trotz mangelndem Motocross-Training und lädiertem Finger ("Nach der Operation bin ich zu früh wieder aufs Motorrad gestiegen") rechnet sich der 25-Jährige bei den Läufen in Mehrnbach gute Siegchancen aus. Auch deshalb, weil "ich auf diesem Hügel jeden Stein kenne. Das ist nicht weiter verwunderlich, da ich schon seit dem Jahr 2000 meinen HSV-Mitgliedsausweis habe."

Ein bisschen verrückt

Neben Rauchenecker werden noch weitere Lokalmatadore in der Königsklasse MX Open starten. Bester HSV Ried-Fahrer in der aktuellen Wertung ist Manuel Bermanschläger. Der 27-jährige Taiskirchner liegt mit 156 Punkten auf dem fünften Platz. Eine starke Leistung angesichts der Tatsache, dass der Ernecker-Kawasaki-Fahrer nicht als Profi unterwegs ist. "Ich habe Glück, dass ich bei einem sehr guten Freund angestellt bin, der viel Verständnis für den Motorsport hat. Mit einem normalen Job lässt sich dieses Hobby nicht wirklich vereinbaren, weil extrem viel Arbeit dahinter steckt", sagt Bermanschläger. "Viele denken nur an die Rennen und vergessen, was da noch alles dazu gehört." Er spricht damit das Waschen und Reparieren des Motorrads, von Wohnwagen und Kleidung, den Sport, um fit zu bleiben und die Reisen zu den Wettkämpfen an. "Man muss schon ein bisschen verrückt sein, aber für mich ist es das Schönste überhaupt", sagt der 27-Jährige.

Auch seine Vereinskollegen Stefan Hauer und Patrick Kainz werden am 19. August in der MX Open an den Start gehen. Neu im Team des HSV Ried ist Vize-Staatsmeister Alexander Banzirsch. Als stärkster Husqvarna-Pilot der MX2 ÖM liegt der gebürtige Mühlviertler im Zwischenranking auf dem vierten Platz. In Mehrnbach gehört der Wahl-Mattighofner, der als Konstrukteur bei KTM arbeitet, zu den großen Favoriten der Klasse MX 2.

Hochkarätiges Warm-Up

Bevor die Spitzenfahrer am Sonntag am Gashebel drehen, steht in Mehrnbach noch ein anderes Event auf dem Programm: Die Österreichische Vereins- und Clubmeisterschaft. Diese findet am Samstag, 18. August, ab 12.40 Uhr statt. Im Jahr 2015 konnte ein Team des HSV Ried, der heuer mit zwei Mannschaften im Einsatz ist, diesen Bewerb bereits gewinnen. Darüber hinaus gibt es eine Freestyle Motocross Show (Samstagabend und Sonntag, während der Pause zwischen den Hauptrennen) mit Profis aus Belgien.

Ein Ticket, viele Höhepunkte

Der Eintritt für die Freestyle Motocross Show ist im Besucherticket inkludiert. Für das ganze Wochenende legt der HSV Ried ein preiswertes Ticket (15 Euro) auf: "Dafür gibt es zwei Tage lang Motocross-Sport inklusive der Freestyle Show. Damit ist auch der Eintritt zum Fahrerlager möglich. Kinder unter 15 Jahren bezahlen keinen Eintritt", sagt Jürgen Kinz, geschäftsführender Präsident des HSV Ried. An die 2500 Arbeitsstunden haben er und seine Kollegen investiert, um am 18. und 19. August wieder ein Motocross-Event der Superlative auf die Beine zu stellen.

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Artikel Elisabeth Ertl 12. August 2018 - 14:04 Uhr
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