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Keine Rede vom Abriss: Kloster am Kapuzinerberg dementiert Gerüchte

RIED. Verein zur Erhaltung des Klosters wehrt sich gegen Spekulationen um eine Schließung.

Keine Rede vom Abriss: Kloster am Kapuzinerberg dementiert Gerüchte

Elfi Bauchinger, Wolfgang Puttinger und Gerda Ransmayr (v.l.) mit dem desolaten Turmkreuz, das nun in der Kapuzinerkirche zu sehen ist. Bild: privat, rokl (2)

"Es gibt uns noch – und das wird auch so bleiben!" So reagieren die Vorstandsmitglieder des Vereines zur Förderung des Klosters am Kapuzinerberg auf die jüngsten hartnäckigen Gerüchte, wonach das Kloster verkauft oder sogar abgerissen werden soll. "Das stimmt alles nicht, es gibt keine konkreten Pläne dazu", betonen Rechtsanwalt Wolfgang Puttinger sowie Elfi Bauchinger und Gerda Ransmayr aus dem Vereinsvorstand. Der Abriss des "Melchhamer-Stadls" und des ehemaligen Kaufladens der "Raschhofer Lisl" hatten zuletzt Spekulationen über die Zukunft der seit 2010 von einem privaten Verein geführten Klosterkirche am Kapuzinerberg geweckt.

Außerdem musste vor kurzem das desolate und dramatisch absturzgefährdete Turmkreuz entfernt werden. "Auch das hat zu vielen Gerüchten geführt", sagt Elfi Bauchinger. Sie und Gerda Ransmayr sind daraufhin mit kuriosen Aussagen und Spekulationen konfrontiert worden, wonach die Klostermauer und Teile des Klosters abgerissen und verkauft würden. "Uns wurde sogar schon gesagt, wer sich aller dort auf dem Grundstück eine Wohnung bauen will", berichten die Vorstandsmitglieder.

"Wir haben’s auch im Kirchenbesuch gemerkt – die Leute sind während der Abrissarbeiten neben dem Kloster weniger geworden", sagt Gerda Ransmayr. Der Verein mit rund 400 Mitgliedern und ca. 30 bis 35 aktiven Ehrenamtlichen kümmert sich seit dem Abgang der Kapuzinerpatres um die Fortführung des Kirchenbetriebes am Kapuzinerberg. Durch Benefizveranstaltungen wie das jährliche Klosterfest sowie diverser Benefizkonzerte werden der Kirchenbetrieb und die Erhaltung des Klosters finanziert. "Wir finanzieren uns selbst", heißt es dazu aus dem Vereinsvorstand. Man falle Stadtpfarre oder Diözese nicht zur Last. Gerade deshalb, weil man auf Spenden angewiesen ist, sei es für den Verein so wichtig, die Gerüchte um die Schließung zu entkräften.

Gefahr auf dem Turmdach

Auf Spendenbereitschaft muss der Verein auch jetzt hoffen. Denn das Turmkreuz drohte herabzustürzen und musste umgehend entfernt werden. "Es war Gefahr im Verzug, nicht auszudenken, wenn da jemand verletzt worden wäre", sagen Elfi Bauchinger und Gerda Ransmayr. Für die Sanierung des Turmdaches und die Erneuerung des Kreuzes fallen dem Verein wohl Kosten von mehr als 20.000 Euro an. "Wir sehen das auch als unsere Aufgabe, tatkräftig mitzuhelfen, dass wir das Geld dafür auftreiben", sagt Wolfgang Puttinger. Der Verein sei auch stets auf der Suche nach (jungen) freiwilligen Mitarbeitern. "Wir finden zwar immer wieder Mitarbeiter, wir suchen aber auch weiterhin welche", sagt Wolfgang Puttinger.

Die Möglichkeit, Geld aufzutreiben, bietet sich dem Verein im kommenden Jahr, wenn das 30-Jahr-Jubiläumsklosterfest über die Bühne gehen wird. Bis dahin ist der Verein mit seinen engagierten Mitgliedern aber noch mit dem Alltagsgeschäft gefordert: Den regelmäßigen Kirchenbetrieb aufrecht erhalten, Priester für die Gottesdienste organisieren, die Kirche gestalten – "Einfach nur schauen, dass alles normal weiterläuft".

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Artikel Roman Kloibhofer 15. November 2018 - 10:04 Uhr
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