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"Kardiostabil": Das schwache Herz in den besten Händen

BRAUNAU. Neues Betreuungsprojekt für Patienten mit Herzinsuffizienz.

"Kardiostabil": Das schwache Herz in den besten Händen

Ärztin Magdalena Steidl, Primar Johann Auer, Marina Zue und Elfriede Stachl sind Teil des "Kardiostabil-Teams". Bild: kh

Bedeutend besser als bei herkömmlicher Betreuung sei der Therapieerfolg des neuen Behandlungsprogrammes "Kardiostabil" für Patienten mit chronischer Herzschwäche des Spitals Braunau, heißt es in einer Aussendung. Dieses hat die Kardiologische Abteilung des Krankenhauses St. Josef rund um Primar Johann Auer selbst entwickelt, mehr als 15 niedergelassene und internistische Ärzte aus dem Bezirk arbeiteten daran mit. Seit einem halben Jahr wird es bereits angewandt, mit Erfolg, beteuern die Ärzte.

Intensive Schulungen und Dauerbetreuungen für Herzinsuffizienzpatienten, damit diese selbst ihren Zustand stabil halten können, sind das Ziel des neuen Programms. Nur eine langfristig stabile Einstellung und Therapietreue bedeute gute Prognosen, vermindere die Häufigkeit wiederholter Spitalsaufnahmen und verbessere die allgemeine Lebensqualität. Ärzte und das vierköpfige Pflegeteam, das in speziellen Lehrgängen geschult wurde, sind für die professionelle, wohnortnahe und vernetzte Versorgung der Patienten zuständig.

Erste Schulung am Krankenbett

Schon beim Krankenhausaufenthalt beginnt das "Kardiostabil", denn die Spezialpflegekräfte schulen schon am Krankenbett die Patienten und in einigen Fällen auch die Angehörigen, klären genau auf und geben dem Patienten für zu Hause ein Protokollblatt mit. Dort soll er seine täglichen Werte eintragen. Alleine gelassen wird der Patient aber auch nach der Entlassung nicht: Er wird angerufen, um zu hören, wie er zurecht kommt. Auch Hausärzte sind am Projekt beteiligt, diese überprüfen nach zwei bis vier Wochen das ausgefüllte Protokoll, nach drei Monaten wird ein internistischer Facharzt zu Rate gezogen.

Für jeden Patienten wird in der kardiologischen Abteilung des Spitals eine Dokumentation erstellt, damit eine individualisierte weitere Betreuung möglich ist. Alle drei Monate und zwei bis dreimal im Jahr konsultiert der Patient seinen Hausarzt beziehungsweise einen Facharzt. Diese genaue Kontrolle helfe bei der häufigen Erkrankung, der Herzinsuffizienz. Etwa 300.000 Österreicher sind davon betroffen, schon etwa 25 Patienten mit chronischer Herzschwäche aus dem Bezirk werden schon mit "Kardiostabil" betreut. Wer an Atemnot mit oder ohne Belastung und an rascher Ermüdung unter Belastung leidet, sollte dringend einen Arzt konsultieren. Das sind auch Symptome für eine Herzinsuffizienz.

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Artikel OÖN 16. Mai 2018 - 19:50 Uhr
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