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Innviertel

Innviertler Wirtschaft mit stärkstem Wachstum, aber Ruf nach Infrastruktur

19. November 2014 00:04 Uhr

Innviertler Wirtschaft mit stärkstem Wachstum, aber Ruf nach Infrastruktur
Innviertler Wirtschaft wuchs um fünf Prozent pro Jahr

INNVIERTEL. Keine andere Region Österreichs ist in den vergangenen 20 Jahren so stark gewachsen.

Keine andere Region Österreichs sei in den vergangenen 20 Jahren so stark gewachsen wie das Innviertel: Ein durchschnittliches Wirtschaftswachstum von fünf Prozent pro Jahr habe dem Innviertel den bundesweit höchsten Beschäftigungszuwachs in der Industrie gebracht – und beim Anteil der Bruttowertschöpfung im produzierenden Bereich Rang vier unter den Regionen Österreichs, so die Industriellenvereinigung. Ebenso wie bei den Erwerbstätigen.

Eine der stärksten Regionen

Insgesamt zähle das Innviertel mit einer Bruttowertschöpfung von 3,16 Milliarden Euro zu den stärksten Regionen Österreichs. Allerdings sei ein massiver Infrastrukturausbau in mehreren Bereichen für den weiteren Aufstieg des Innviertels unabdingbar, so Erich Wiesner, Vizepräsident der oberösterreichischen Industriellenvereinigung, bei einem "Treffpunkt Industrie" in Ried. Die Umsetzungsgeschwindigkeit der Politik hänge hinter der wirtschaftlichen Entwicklung nach.

Konkurrenz aus Bayern

"Im Innviertel gibt es zwar die besten Mitarbeiter, die Verkehrswege halten aber mit dem industriellen Aufstieg nicht mehr mit", so Erich Wiesner: "Wir brauchen einen massiven Ausbau der Infrastruktur, der bei den Straßen beginnt und bis zu den Bildungseinrichtungen reicht."

Neben zusätzlichen HTL-Ausbildungsangeboten seien mehrsprachige Kindergärten notwendig, so auch Reiner Thalacker, CEO des Rieder Maschinenbauers Wintersteiger: "Bei den vielen international ausgerichteten Unternehmen, die hier im Innviertel angesiedelt sind, spielen mehrsprachige Kindergärten und Schulen eine besonders wichtige Rolle."

"Das Innviertel hat in den vergangenen 15 Jahren von der hohen Arbeitslosigkeit in Deutschland profitiert, der bisherige Brain-Gain wird sich in den nächsten Jahren aber wieder in einen Brain-Drain, also in eine Abwanderung der hochqualifizierten Arbeitskräfte, verwandeln", so Joachim Haindl-Grutsch, Geschäftsführer der Industriellenvereinigung Oberösterreich, zum Thema Standortwettbewerb.

Deutschland wachse wieder deutlich stärker als Österreich und in unmittelbarer Nachbarschaft zum Innviertel befinde sich die industrielle "Champions-League" Europas. "Österreich hat seinen Wachstumsvorsprung verloren. Das Innviertel braucht einen massiven Infrastrukturausbau, von der Straße über das Breitband und den Strom bis hin zu den Schulen, um seinen Aufstieg als Industrieregion fortsetzen zu können", so Haindl-Grutsch.

Helmuth Gruber, Geschäftsführer bei Borbet Austria mit Sitz in Braunau, führte beim "Treffpunkt Industrie", wie gestern berichtet, zu hohe Lohnnebenkosten ins Treffen. Im Vergleich mit den Schwesterunternehmen in Deutschland habe der heimische Standort mit bedeutend höheren Kosten zu kämpfen. (sedi)

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