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Innviertler Sammler hat bereits mehr als 3000 "Krampus-Postkarten"

MAUERKIRCHEN. Mauerkirchner hat in seinem Haus ein eigenes "Krampus-Zimmer" eingerichtet.

Innviertler Sammler hat bereits mehr als 3000 "Krampus-Postkarten"

Innviertler nimmt gerne mit anderen „Krampus-Fans“ Kontakt auf. Bild: geiring

Seit vielen Jahren ist August Wachter aus Mauerkirchen ein leidenschaftlicher Sammler von Krampusfiguren und Postkarten mit den Motiven der Höllengestalt. Mittlerweile ist seine Postkartensammlung auf mehr als 3000 Stück angewachsen, die er fein säuberlich in großen Ordnern im Schrank seines eigenen "Krampuszimmers" aufbewahrt.

Bereits als Kind "infiziert"

Neben den Postkarten mit dem Konterfei des schaurigen Gesellen befinden sich noch zahlreiche und seltene Krampusfiguren, Masken der Höllengestalt und Plakate in dem rot-dominierten Raum. Der Sammler ist mittlerweile über die Bezirksgrenzen Braunaus hinaus bekannt und zählt österreichweit zu den Besitzern mit den meisten Krampuskarten.

Infiziert mit dem Krampusvirus wurde der 63-Jährige bereits als Kind: "In unserem Elternhaus in Mauerkirchen gab es das Christkind, bei uns kam der Krampus, aber nicht einer, an dessen Stimme man den Nachbarn erkennen konnte. Bei uns kam auch gleich die ganze Gefolgschaft des Krampus mit." Neben Nikolaus und Krampus standen beim himmlisch-höllischen Ereignis plötzlich nicht nur der Klaubauf mit dem Ochsenschädel und den verschiedenen Fäustlingen, die Haberngoaß als klumpfüßiges, graues, unförmiges Ungeheuer mit zwei weichen hängenden Hörnern, sondern auch die göttliche Fee mit dem glitzernden Sternenkranz zusammen mit Himmelsbote Herold im Zimmer.

Eine frühkindliche Prägung, die ihre Wirkung nicht verfehlte und lange an den Glauben des Nikolaus und seinen Begleiter anhalten sollten. Den Anstoß zur Sammlerei brachte eine Ausstellung in Wien von Ernst Brodträger, der in der Sammlerszene eine Vorreiterrolle spielte und einen Teil seiner Krampuspostkarten zeigte, so der der Mauerkirchner.

Von nun an ging’s mit dem Sammeln richtig los. Vor allem in Antiquariaten, auf Auktionen und Internetplattformen sowie Sammlerbörsen konnte Wachter seine Sammlung Stück für Stück erweitern. Besonders interessant seien für den eifrigen Sammler die hochwertigen Karten von namhaften Künstlern der "Wiener Werkstätte" und der "Wiener Secession". Das Hauptaugenmerk liege heute bei den Krampuskarten um die Jahrhundertwende von 1900, da es sich hierbei um die kostbarsten und aufwendigsten Sammelobjekte handle.

Bis zu 12.500 Euro für Karte

Die bis dato weltweit teuerste Wiener-Werkstätte-Krampuspostkarte wurde vor rund zehn Jahren in Salzburg für 12.500 Euro versteigert – der Innviertler würde niemals so viel Geld für eine Karte bezahlen, wenngleich das Sammeln bei der Gesamtmasse schon auch ins Geld gehe, so Wachter.

"Allerdings freue ich mich, wenn mir Karten zum Kauf angeboten werden, denn bei mir sind sie in guten Händen." Aktuell sind Teile seiner Krampuskarten in der Brauchtumsausstellung "Kathrein sperrt an Tanz und an Pflug ein" in der Braunauer Herzogsburg bis 2. Februar zu sehen. Zudem gibt es Krampusmasken seiner Sammlung im Kitzbüheler Stadtmuseum zu bestaunen. Gerne setzt sich der Innviertler mit anderen Sammlern per E-Mail in Verbindung: a.wachter@aon.at. (geiring)

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Artikel 03. Dezember 2018 - 00:04 Uhr
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