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Innviertel

Im Schloss Aurolzmünster werden 50 Flüchtlinge untergebracht

Von Thomas Streif   22. Mai 2015 10:05 Uhr

Bis zum Jahresende soll das Schloss Aurolzmünster den Flüchtlingen als Notquartier zur Verfügung stehen.

AUROLZMÜNSTER. Im Schloss Aurolzmünster, das auch als "Innviertler Versailles" bezeichnet wird, werden Anfang Juni 50 Flüchtlinge einziehen.

"Voraussichtlich am 8. Juni werden 50 Flüchtlinge aus Syrien und Afghanistan in das Schloss Aurolzmünster einziehen", sagt Bürgermeister Walter Schneiderbauer (SP) auf OÖN-Anfrage. Betreut werden die Flüchtlinge vom Roten Kreuz. In den kommenden zwei Wochen sollen die Räumlichkeiten provisorisch adaptiert werden. "Wir brauchen Betten, auch ein Duschcontainer muss aufgestellt werden", sagt Schneiderbauer und fügt hinzu: "Am Montag hat mich Landesrätin Gertraud Jahn (SP) angerufen und gefragt, ob es ein Notquartier bei uns gebe. Ich habe mit dem Schlossbesitzer gesprochen und er hat grünes Licht gegeben." Allerdings sei das Schloss nur ein Notquartier und stehe nur bis Ende des Jahres zur Verfügung. "Der Besitzer hat vor, das Schloss für andere Zwecke zu nutzen", sagt Schneiderbauer. 

Aurolzmünsters Ortschef hat mittlerweile die Fraktionsobleute der anderen Parteien informiert und um Unterstützung ersucht. "Ich gehe davon aus, dass alles gut über die Bühne gehen wird", so Schneiderbauer. Die Bevölkerung soll entweder per Postwurf oder per Gemeindezeitung, die allerdings erst am 15. Juni erscheint, informiert werden. 

Kommt zweites Quartier in Forchtenau? 

Gegen ein in Forchtenau geplantes Privatquartier legt sich die Gemeinde, wie auf nachrichten.at berichtet, quer. Eine Neuplanungsgebietsverordnung wird derzeit geprüft. Manfred Feichtenschlager, der die private Unterkunft plant, ist verärgert: „Der Bürgermeister spielt nur auf Zeit, damit er die Wahl hinter sich bringt“, sagt Feichtenschlager. Bis zum 6. August müsse die Gemeinde den Bescheid erstellen, so Feichtenschlager. Er habe bisher schon 250.000 Euro investiert. „Ich habe ein leerstehendes Gebäude, das ich sinnvoll nutzen möchte. Wenn der Bürgermeister für Gespräche bereit wäre, dann könnte man eventuell auch über Alternativen nachdenken. Grundsätzlich ist es so, dass es mein Gebäude ist und ich den Nutzungszweck bestimmen will“, sagt Feichtenschlager.
„Die Situation in Forchtenau ist sehr angespannt. Es wäre nicht gut, sie durch dieses Quartier noch zu verschärfen. Damit würde man den Flüchtlingen keinen Gefallen tun“, so der SP-Ortschef.

 

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