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"Ich hab mich noch nie so gefreut, von der Polizei angehalten zu werden"

BRAUNAU. Bei der Aktion "Mach dich sichtbar" wurden Montagabend 13 Lampen gratis getauscht.

"Ich hab mich noch nie so gefreut, von der Polizei angehalten zu werden"

13 Autos wurden vom ÖAMTC "verarztet". Bild: lp

Eine Stunde lang postierten sich ÖAMTC und Polizei an der Salzburgerstraße in Braunau, Ausschau haltend nach Autos mit defekten Lichtern. Nur wenige Minuten verstrichen, schon winkten die Beamten den ersten Einäugigen zur Seite. Ertappte Finsterlinge wurden aber nicht abgestraft, sondern beschenkt, mit einer neuen Fahrzeuglampe, die von den Gelben Engeln direkt an Ort und Stelle ausgetauscht wurde. "Ich habe mich noch nie so gefreut, von der Polizei angehalten zu werden, wie heute", sagt eine Autofahrerin lachend und bedankt sich bei den Pannenhelfern.

Kostenlose Aktion

"An unserem Stützpunkt ist das Tauschen der Lampe für Mitglieder kostenlos, nur muss man dort natürlich die Lampe bezahlen", sagt Joachim Kweton, ÖAMTC-Stützpunktleiter in Braunau. Nicht jedoch bei der Aktion am Montagabend, die unter dem Motto "Mach dich sichtbar" stand. Bei dieser waren sowohl Service, als auch Lampe gratis. "Jene Autofahrer, bei denen wir die Lampe nicht gleich tauschen konnten, bekamen einen Gutschein. Nicht jedes Auto ist gleich, bei schwierigen Fällen kann das Tauschen bis zu einer Stunde dauern", erklärt Pannenhelfer Aaron Strobl, normal sei die Fahrzeuglampe aber in ein paar Minuten gewechselt.

In einer Stunde konnten 13 Autos "verarztet" werden. "Ziemlich viele, wenn man bedenkt, dass es bloß eine Stunde und nur der Streckenabschnitt an der Salzburgerstraße war", sagt Kweton, genau deshalb wolle man Autofahrer aufrütteln. Er plädiert: "Insbesondere zu dieser Zeit, wenn es spät hell und früh finster wird, oft nebelig und dämmrig ist, sind intakte Lichter immens wichtig."

Erst Verwarnung, dann Strafe

Die Aktion fand heuer in Braunau zum zweiten Mal statt, voriges Jahr seien es elf Autos mit defekten Lichtern gewesen, die zufällig von der Aktion profitiert haben.

Polizeibeamter Roman Aichinger erklärt, dass es strafbar sei, mit defektem Licht unterwegs zu sein. Wenn es unter der Fahrt ausbrenne, müsse man noch die Möglichkeit haben, eine Autowerkstatt aufzusuchen. Deswegen gebe es beim ersten Mal eine Verwarnung, "beim zweiten Mal wird aber gestraft", sagt Aichinger. Bis zu 30 Euro kann das im Normalfall kosten.

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Artikel Lisa Penz 08. November 2018 - 01:04 Uhr
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