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Grenz-Streit: Haben Sie Angst vor dem Mega-Stau?

Debatten über Grenzkontrollen knapp vor der Urlaubszeit – Wächst die Angst vor einem Verkehrskollaps, verzichten Sie dadurch auf Autofahrten? Stimmen Sie ab!

Autoschlangen so weit das Auge reicht. Bild: (Volker Weihbold)

Christoph Zauner, selbstständiger Drogist, Ried

Die momentane Situation ist sicher schwierig. Eine Welt, eine Zukunft, die Frage ist, wie wir das miteinander gestalten. Da sind wir sozusagen mitten in einer Bauphase. Fest steht, dass es sowohl für die Behörden, Urlauber oder auch die Wirtschaftstreibenden in den nächsten Wochen und Monaten sehr nervig wird. Ob die verschärfte Situation viel bringt wage ich zu bezweifeln. Wenn ich persönlich bei einer Urlaubsreise eine Stunde im Stau stehe nehme ich das in kauf, da bin ich eher relaxed. Auch auf Flughäfen kommt es im Sommer zu Wartezeiten.

Johanna Baischer, Kindergartenpädagogin

Die Grenzkontrollen sind meiner Meinung nach nicht sehr sinnvoll, nur die wenigsten Flüchtlinge kommen mit dem Auto über die Grenze. Und nicht nur das, es ist auch sehr ärgerlich für die Autofahrer, die längere Wartezeiten in Kauf nehmen müssen. Die Politiker sollten ihre Energie besser in wichtigere Themen investieren. Ich selbst fahre etwa drei Mal die Woche nach Simbach, da würden mich die Grenzstaus schon nerven. Auf Urlaub mit dem Auto würde ich aber nicht verzichten, schließlich muss man immer mit Staus rechnen.

Helmut Schmied, Heizungstechniker aus Antiesenhofen

Ich fürchte mich nicht vor demMegastau an der Grenze. Ich bin beruflich auf das Auto angewiesen und lege sehr viele Kilometer damit zurück, also werde ich auch im Urlaub darauf nicht verzichten. Da die Kontrollen sowieso nur an den großen Grenzübergängen an den Autobahnen stattfinden, gibt es immer noch genug Ausweichmöglichkeiten an denen nicht kontrolliert wird und dadurch auch kein Stau entsteht. Man muss einfach wissen, welche Strecke die beste ist und wenn man sich im Vorhinein informiert, lassen sich viele Staus vermeiden.

Katharina Horngacher, Schülerin

Ich hasse es, wenn ein Urlaub der eigentlich entspannend und erholsam sein sollte mit einem ewigen Stau an der Grenze beginnt. Das kann einem die ganze Lust und Vorfreude auf den Urlaub zerstören. Durch die Grenzkontrollen ist die Gefahr Stunden unnötig im Auto zu verbringen nur gestiegen – ich werde deshalb heuer in den Urlaub fliegen und mir meine Laune nicht vermiesen lassen. Vor allem samstags an den An- und Abreisetagen ist sonst Stau und schlechte Laune vorprogrammiert und der Beginn der Sommerferien macht es nicht besser.

Magdalena Lagetar, OÖN-Redakteurin

Ja, und wie! Ich fahre jeden Sommer mit dem Auto nach Kroatien ans Meer, schon fast mein ganzes Leben lang. Staus an der Grenze und auf der Autobahn sind mir also nicht neu. Wie schön es in den vergangenen Jahren war, als wir beim Hinfahren nur kurz an den Grenzen warten mussten und bei der Heimfahrt fast gar nicht mehr. Das wird sich heuer sicher ändern, was mir jetzt schon sauer aufstößt. Denn auch wenn wir nachts losfahren oder unter der Woche, weiß ich jetzt schon, dass sich die Fahrtzeit verlängern wird. Fahren werde ich trotzdem.

Wolfgang Reindl, Tourismusverein Wohlfühlregion Seelentium

Für verstärkte Kontrollen habe ich volles Verständnis, da nehme ich auch einen Stau in Kauf. Im regionalen Bereich kann man ja den großen neuralgischen Grenzübergängen ohnedies ausweichen, ein Ausflug nach Burghausen oder Tittmoning wird auch künftig sicher kein Problem darstellen. Im „großen“ Urlaubsverkehr werden wir uns möglicherweise auf längere Reisezeiten einstellen müssen, das sollte uns die Sicherheit unserer Grenzen wert sein. Aufs Autofahren gänzlich zu verzichten ist bei unserem dürftigen Öffi-Angebot nicht möglich.

 

 

 

 

 

 

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Artikel 12. Juli 2018 - 00:07 Uhr
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