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Gedächtnis-Profi bringt schwache Schüler wieder auf Vordermann

ST. MARIENKIRCHEN. Manfred Lorenz aus St. Marienkirchen bei Schärding stellt konventionelle Lernmethoden auf den Kopf. Der Weltmeister in Sachen Gedächtnistraining greift lernschwachen Kindern unter die Arme.

Gedächtnis-Profi bringt schwache Schüler wieder auf Vordermann

Manfred und Claudia Lorenz stellen konventionelle Lernmethoden auf den Kopf. Bild: weid

„Das Hirn funktioniert einfach anders, als wir glauben“, sagt Manfred Lorenz. Der Gedächtnistrainer und seine Frau Claudia – Lehrerin an der HAK-Schärding und Lerntrainerin – haben kommerzielle Lernmethoden – strebern, pauken und im Nachhilfeunterricht Stunden abzusitzen – längst über Bord geworfen. Mit etwas anderen Ansätzen will das Paar aus St. Marienkirchen bei Schärding Schüler von Lernschwächen und Blockaden befreien.

„Das geht völlig ohne Hokuspokus, ohne Klangschalen und Räucherstäbchen“, sagt Lorenz. „Wir beschäftigen uns einfach damit, wie das Hirn arbeitet, wie es selektiert, wie es Informationen aufnimmt und diese speichert.“ Das Hirn sei durchaus mit der Festplatte eines Computers zu vergleichen, die zu Beginn nur mit der Basis-Software ausgestattet ist. Geprägt wird es mitunter stark durch die Geburt und das Leben. Kinder in einem sozialschwachen Umfeld würden andere Zusatzprogramme brauchen als Kinder aus Königshäusern.

Wann ist nun der richtige Zeitpunkt für Eltern mit lernschwachen Kindern, die Gedächtnistrainer aufzusuchen? Sobald sich ein Problem wiederholt, das nicht mit Faulheit verbunden ist. Wenn Kinder zu Hause ihre Aufgaben beherrschen, aber dann in der Schule auslassen. Wenn Kinder in allen Fächern gut sind, nur in einem Fach Schwächen zeigen, wenn sie den Lernstoff langsamer aufnehmen als ihre Kameraden. „Für jedes Problem gibt es eine Lösung“, sagt Claudia Lorenz.

Sie schwört aufs Zuhören. „Ich hatte einen Schüler, der war schlecht in Italienisch. Irgendwann sind wir im Gespräch daraufgekommen, dass die Oma des Schülers durch den Krieg bedingt etwas gegen Italiener hatte.“ Das sei so stark im Kopf des Schülers verankert gewesen, dass dieser unbewusst Italienisch komplett ablehnte. Das Grundprinzip: „Lernen ist keine ernste Sache, Lernen soll Spaß machen. Der Schlüssel zum Lernerfolg ist, dass man Sachen begreift. Dadurch werden Dinge im Gehirn verankert, und die vergisst man nie wieder.“ Mit einfachen Lern- und Merkmethoden sei es kein Problem, sich Gesichter, Namen, Vokabeln oder Zahlenreihen ganz ohne Druck zu lernen und zu merken.

Von Nachhilfestunden halten die beiden nur bedingt etwas. „Meistens handelt es sich da um eine Hausaufgabenhilfestellung, mehr ist das nicht.“ Im Prinzip ginge es darum, mit Spaß und Humor gewisse Urängste zu bewältigen. Schlechte Noten in Geografie könnten durch traumatische Erlebnisse in anderen Ländern bedingt sein oder mit Ausländern.

Grammatik-Schwächen hätten häufig mit der Großmutter zu tun. Rechtschreiben hänge mit Recht und Ordnung, mit Autoritäten zusammen, wenn etwa die Mutter die doch dominante Vaterrolle übernimmt. Auch in der Mathematik würden verschiedenste Faktoren eine Rolle spielen. „Wenn ein Kind Probleme mit dem Addieren hat, kann es durchaus an einem zusätzlichen Geschwisterl liegen.“

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Artikel Von Martina Weidenholzer 27. August 2010 - 00:04 Uhr
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