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Ein kleiner Musikverein mit großartigen Erfolgen

WEILBACH. Der MV Weilbach nimmt heuer zum ersten Mal am "Best of Blasmusik"-Wettbewerb der OÖN teil.

Ein kleiner Musikverein mit großartigen Erfolgen

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Gemeinsam mit dem Blasmusikverband und dem Brucknerhaus suchen die OÖN die besten und beliebtesten Musikkapellen im Genre "Polka, Walzer und Marsch". Erstmals beworben hat sich heuer auch der Musikverein Weilbach. Die Musiker aus der kleinen Gemeinde konnten bereits viele große Erfolge feiern.

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Gegründet wurde die Musikkapelle bereits im Jahr 1927 vom damaligen Pfarrer Franz Peterlechner. Auch Wippenham, Mörschwang und Moosbach wurden von ihm gegründet. In Weilbach sind die Damen stark im Vormarsch. 18 Frauen sind in Weilbach aktive Musikerinnen. 26 Männer "ergänzen" den Klangkörper.

Seit 14 Jahren lenkt Gerhard Niklas als Obmann die Geschicke der Weilbacher Musiker. Kapellmeister sind Ursula Fischer und Dominik Ortmaier. Sie haben vor einem Jahr Günther Reisegger abgelöst.

Dass auch eine kleine Gemeinde große Erfolge feier kann, bewiesen die Weilbacher vor zwei Jahren. Da holten sich die Innviertler beim Bundeswettbewerb in der Leistungsstufe C mit 91 Punkten den Bundessieg. Im Vorjahr wurden die Weilbacher mit dem Hermes-Preis, der höchsten Auszeichnung des Landes für Konzert- und Marschwertungen, ausgezeichnet. Bereits neun Mal wurden die Musiker durch den Landeshauptmann geehrt.

Was schweißt die Weilbacher Musiker so zusammen? "Klein, aber fein! In unserem Verein wird eine vielfältige und wertschätzende Gemeinschaft gelebt, in der sich jeder mit seinen Stärken zum Wohle des Vereins entfalten und einbringen kann", steht im Leitbild des Musikvereins Weilbach. "Das Klima untereinander ist äußerst kameradschaftlich, eigentlich sind die meisten gut befreundet und auch privat sehr viel beisammen", sagt Obmann Gerhard Niklas.

Der Großteil der Musiker kommt aus Weilbach, auch zwei Bayern sind dabei. "Obwohl einige in anderen Gemeinden geheiratet haben, sind sie noch immer bei uns aktiv und nehmen auch weitere Fahrten zu den Proben in Kauf", freut sich Kapellmeister Dominik Ortmaier über die Treue der Weilbacher. Josef Streif ist mit 64 Jahren der älteste Musiker, Michael Kobler mit 12 Lenzen der Jüngste. Der Altersdurchschnitt bei den Weilbachern liegt knapp über 30 Jahre.

18 Jungmusiker in Ausbildung

Auch der Jugend wird sehr viel geboten. 18 Jungmusiker sind momentan in Ausbildung. Für eine Gemeinde mit 600 Einwohnern eine stolze Zahl. Junge Talente aus Weilbach, Mörschwang und St. Georgen haben sich unter dem Namen "Flying Notes" zusammengeschlossen. Alljährlich gibt es ein Konzert mit den Kindern, mindestens 30 Wochen im Jahr wird fleißig geprobt. Die Jugendlichen sind zwischen acht und 14 Jahre alt. Zuständig für die Ausbildung sind Kapellmeister Dominik Ortmaier und Christopher Schönauer.

Ideale Bedingungen

Stolz sind die Weilbacher Musiker auch auf ihr neues Musikheim im Mehrzweckgebäude. "Seit 2009 haben wir ideale Bedingungen. Vorher mussten wir im Winter sogar Proben absagen. Der ehemalige Proberaum war katastrophal und unmöglich zu heizen", erinnert sich Obmann Gerhard Niklas.

In Weilbach gibt es jährlich zirka zwölf Schulanfänger, deshalb haben die Weilbacher auch keine Nachwuchssorgen. Um den Leistungsstandard auch halten zu können, sind jährlich zirka 40 Proben und zusätzlich acht Marschproben notwendig. 20 Mal wird zu kirchlichen Festen, Begräbnissen und Frühschoppen ausgerückt.

Drei Stücke eingereicht

Für den heurigen "Best of Blasmusik-Wettbewerb" haben die Weilbacher drei Musikstücke eingereicht: Den Odilo-Marsch von Günther Reisegger, den Strauß-Walzer "Fesche Geister" und "Cagliostro in Wien".

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Artikel 19. August 2017 - 15:04 Uhr
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