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Ein Weimarer Trompetenbauer als "Maßschneider" für Innviertler Musiker

RIED. Alexander Weimann hat ein Spezial-Instrument für den Innviertler Star-Trompeter Philip Lang gefertigt.

Alexander Weimann aus Weimar Bild: (rokl)

Das Interesse an der Music Austria, der größten Musikmesse Österreichs, steigt – auch international. Warum kommt etwa ein Weimarer Trompeten-Bauer zur Musikmesse nach Ried? "Diese Messe hier in Ried wächst, sie hat mittlerweile große Bedeutung in der Branche und sie hat deutschen Musikmessen den Rang abgelaufen", sagt Alexander Weimann, Chef der gleichnamigen Instrumentenmanufaktur im deutschen Kapellendorf nahe Weimar.

Doch nicht nur das verbindet Weimann mit Österreich und Ried: Der deutsche Trompetenbauer hat für den Innviertler Trompeter Philip Lang, der eine Zeit lang an der Hamburger Staatsoper als Solotrompeter engagiert war und nun am Mozarteum Salzburg arbeitet, eine Spezialtrompete angefertigt. "Wir haben für ihn ein neues Modell entwickelt und sozusagen einen instrumentalen Maßanzug für ihn gemacht", sagt Alexander Weimann.

Ein Weimarer Trompetenbauer als "Maßschneider" für Innviertler Musiker

Philipp Lang mit seiner Spezial-Trompete

Mit Musikern aus aller Welt

Instrumentenbau sei etwas "ganz Sinnliches", sagt er und bemüht einen Vergleich: "Das ist so wie bei einem Koch und dem Geschmack: Der Koch will Ihren Geschmack treffen, den Sie dann auf der Zunge spüren. Ein Instrumentenbauer will den Klang erreichen, den der Musiker im Kopf und im Herzen spürt. Das klingt vielleicht kompliziert und verrückt – aber es ist so." Man spüre dann, ob ein Instrument zum Menschen passe."

Den Stellenwert der Music Austria in Ried für das deutsche Kleinunternehmen mit fünf Mitarbeitern unterstreicht auch die Tatsache, dass der Hersteller von Trompeten und Flügelhörnern mit Musikern auf den berühmtesten Bühnen zusammenarbeitet. "Wir sind in der ganzen Welt unterwegs, in New York, Chicago, Los Angeles, Paris – aber wichtig ist, dass man mit Leidenschaft am Werk ist. Man muss präzise arbeiten wie ein Handwerker und denken und fühlen wie ein Musiker", sagt Alexander Weimann.

Interesse an der Messe steigt

Das steigende Interesse der Aussteller an der Music Austria sei deutlich spürbar, sagt auch Messedirektor Helmut Slezak: "Insider sagen, dass wir der Frankfurter Musikmesse schon das Wasser abgegraben haben, aber das zu beurteilen, überlasse ich anderen." Das bestätigt auch Peter Pollozek vom Musikhaus Stölzel aus Wiesbaden: "Ried ist für uns sehr wichtig geworden, wichtiger als Frankfurt." Ein ähnliches Messemodell gebe es in Österreich und Deutschland derzeit nicht, sagt Slezak. Eine weitere Musikmesse soll im nächsten Jahr erstmals in Leipzig stattfinden. "Die Verantwortlichen treffen sich dieser Tage mit uns. Wie es aussieht, soll die Messe ähnlich konzipiert sein wie unsere – halt nur in Leipzig. Wir sehen das als Kompliment, denn da können wir nicht so viel falsch gemacht haben."

 

16. Music Austria

Bis einschließlich Sonntag, 14. Oktober, geht die Music Austria am Rieder Messegelände über die Bühne.
Öffnungszeiten: Freitag 9-18 Uhr, Samstag, 10-18 Uhr, Sonntag 10-17 Uhr.

Inhaber der OÖN-Card erhalten ermäßigten Eintritt; am OÖN-Stand in Halle 19 bieten wir den Gästen Kaffee und Erfrischungen an sowie die Teilnahme am großen OÖN-Gewinnspiel, bei dem Sie eine Luxus-Safari in Kenia gewinnen können.

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Artikel Roman Kloibhofer 12. Oktober 2018 - 00:04 Uhr
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