Lade Inhalte...

Innviertel

Eigener Mobilitätsmanager soll im Innviertel den Nahverkehr verbessern

Von OÖN   10. Oktober 2018 04:37 Uhr

Eigener Mobilitätsmanager soll im Innviertel den Nahverkehr verbessern
Spitzen des Innviertler Regionalmanagements mit den zuständigen Ressort-Mitarbeitern

INNVIERTEL. "Intelligente Mobilitätslösungen" sollen in Modellregion ausgetüftelt werden.

Die EU-Förderinitiative Regionalmanagement und das Land Oberösterreich wollen dem wachsenden Verkehr und den damit verbundenen Bedürfnissen der Menschen begegnen – mit Andreas Fackler ist nun ein eigener Mobilitätsmanager bestellt, der als Ansprechpartner für Gemeinden, Schulen, Wohnbauträger, Institutionen, Vereine und Betriebe dienen soll.

Inhaltlich gehe es um alltagstaugliche Mobilitätslösungen für den öffentlichen Verkehr, Geh- und Radwege, Sharing-Angebote, Park-and-ride und betriebliches Mobilitätsmanagement – im Zusammenhang mit der "letzten Meile" und Alternativen zum motorisierten Individualverkehr.

Geplant sind spezifische Lösungen für interessierte Gemeinden, wobei der Mobilitätsmanager unterstütze. Konkrete Projekte konnten bei einer Präsentation am gestrigen Dienstag allerdings nicht genannt werden. Sinngemäß gehe es auch darum, andernorts bereits bestehende Best-Practice-Beispiele umzusetzen, zum Beispiel Anruf-Sammelsysteme.

Man ziele auch in Richtung sanfte Mobilität, so Rieds Bürgermeister Albert Ortig als Vorsitzender des Regionalmanagements Innviertel-Hausruck, der Stadt-Umland-Kooperationen nennt, im Rahmen derer Nahmobilitätskonzepte großes Ziel seien.

Auch bei der Raumordnung gelte es, neue Wege zu gehen, so Ortig. "Das Klein-Klein ist Geschichte. Betriebe sind dort anzusiedeln, wo es Sinn hat. Dort ist im Verbund Infrastruktur zu schaffen, mitsamt Aufteilung von Kosten und Einnahmen." Konkret angesprochen könne so ein Raum Reichersberg/St. Martin/Ort sein. Im Verbund könne es gelingen, benötigte Fachkräfte von "weiter außen" anzuziehen, so Ortig, der in weiterer Folge auch von einem eigenen Fachhochschulstandort spricht.

Fördergeld für Projekte

Das Regionalmanagement vergebe übrigens auch mittels einfachen Kriterien Fördergeld aus einem "Euregio-Fonds" für Projekte zur Regionalentwicklung, wobei sechs Kriterien gelten. Je Projekt gibt es maximal 5000 Euro Zuschuss.

Als Beispiel genannt wir die "Riadarei" – eine "FoodCoop" in Ried, bei der Konsumenten und 48 Bio-Landwirte aus der Region mitmischen. Neben der Vermittlung von Lebensmitteln werde derzeit um ein "Zeittausch-System" erweitert.

Ein Projekt an der HAK Braunau ziele auf erfolgreiche "Start-up-Gründung" ab, mittels Interviews mit Firmengründern aus dem Bezirk Braunau seien viele Tipps aufgezeigt worden. In Waldkirchen im Bezirk Schärding habe es einen Zuschuss für eine Ausstellung "Die Zille" gegeben, bei der Zille handle es sich um ein bedeutendes Kulturgut an der Donau.

Im Rahmen eines eigenen Fördertopfs für grenzüberschreitende Kleinprojekte lassen sich noch bis 15. Oktober Anträge einreichen: Für Partnerschaften aus der Region mit Bayern. Als umgesetzte Projekte genannt werden eine "Kunstschnittstelle" – mit dem "Cabaret des Grauens" aus Burghausen und dem Braunauer "Bauhoftheater".

Dazu gefördert wurde ein Livebilder-System mittels Panoramakamera aus dem Donautal, das Gästen der Kreuzfahrtschiffe Lust auf Landausflüge machen soll.

Lädt
turned_in

info Mit dem Klick auf das Icon fügen Sie das Schlagwort zu Ihren Themen hinzu.

turned_in

info Mit dem Klick auf das Icon öffnen Sie Ihre "meine Themen" Seite. Sie haben von 15 Schlagworten gespeichert und müssten Schlagworte entfernen.

turned_in

info Mit dem Klick auf das Icon entfernen Sie das Schlagwort aus Ihren Themen.

turned_in

Fügen Sie das Thema zu Ihren Themen hinzu.

mehr aus Innviertel

12  Kommentare expand_more 12  Kommentare expand_less