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Beratungs- und Therapiebedarf im Kinder- & Jugendschutzhaus steigt

RIED. Seit heuer werden auch Besuchsbegleitungen angeboten – Kapazitäten oft ausgeschöpft.

Beratungs- und Therapiebedarf im Kinder- & Jugendschutzhaus steigt

Josef Gangl (v. l.), Ursula Rothauer-Stadler, Katharina Strasser, Jutta Vogl, Edda Holly, Franz Grünbart, Ingrid Oberwagner, Ursula Zulehner, Elisabeth Vormayr (priv.) Bild: privat

Das Rieder Kinder- & Jugendschutzhaus (RIKI) wird immer stärker gefordert. Die Nachfrage nach Beratungs- und Therapieleistungen am neuen Standort in der Rieder Bahnhofstraße nimmt ständig zu. "Um das Angebot dauerhaft absichern zu können, muss jedoch eine langfristige Finanzierung gefunden werden", so RIKI-Obfrau Elisabeth Vormayr.

Seit mittlerweile drei Jahren bietet das RIKI kostenlose Hilfe für Kinder und Jugendliche, juristische Beratung und Vertretung für Opfer von Missbrauch und Gewalt. Der gemeinnützige Verein vermittelt Betroffene an Experten aus den Bereichen Psychotherapie, Psychologie und Recht.

Rund 250 Klientinnen und Klienten wurden bislang in mehr als 1600 Beratungseinheiten betreut. Im Mittelpunkt stehen meist familiäre Probleme, von Erziehungsschwierigkeiten bis zu Trennung, Vernachlässigung und sexueller Gewalt. Zudem suchen sich Jugendliche zunehmend Unterstützung, wenn Mütter oder Väter psychisch erkrankt sind.

Seit heuer bietet das Rieder Kinder- & Jugendschutzhaus auch Besuchsbegleitungen an. "Der Bedarf ist sehr hoch, die dafür zur Verfügung stehenden Kapazitäten sind ständig ausgeschöpft. Auch insgesamt steigt die Nachfrage nach Therapie und Beratung laufend", verdeutlicht Elisabeth Vormayr. Die Betreuten stammen in erster Linie aus dem Bezirk Ried, RIKI verzeichnet aber auch vermehrt Anfragen aus den Nachbarbezirken. Der Einrichtung steht das Haus in der Bahnhofstraße 48 in den kommenden fünf Jahren zwar mietkostenfrei zur Verfügung, die Geldnöte des Vereins sind damit aber nicht gelöst.

"Es wäre enorm wichtig, eine langfristige Finanzierungsmöglichkeit zu finden. Nur so lässt sich RIKI weiterentwickeln, um den Bedürfnissen der Kinder und Jugendlichen in der Region wirklich gerecht werden zu können", so die RIKI-Obfrau. Der Verein wird seit der Gründung überwiegend durch die Rieder Zivilgesellschaft finanziert, vor allem durch die Serviceclubs und namhafte Unternehmen wie Team 7, Fox Holz, Sparkasse Ried-Haag, Wintersteiger, Infotech und VTA. Zuletzt erbrachte eine Charity-Aktion in der Weberzeile 1200 Euro für RIKI. Einmalige Förderungen kamen bisher von der Stadt Ried und vom Sozialhilfeverband Ried, eine kontinuierliche Unterstützung durch die öffentliche Hand fehlt jedoch. 

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Artikel (ho) 13. Oktober 2017 - 00:04 Uhr
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