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Bayerische Autobahn A94 rückt immer näher zum Bezirk Braunau heran

SIMBACH / BRAUNAU. In einem Jahr soll A94 von Marktl bis München durchgängig befahrbar sein.

Bayerische Autobahn A94 rückt immer näher zum Bezirk Braunau heran

Die Trassenvariante für Simbach soll 2019 entschieden werden. Bild: Geiring

Die in Bau befindliche bayerische Autobahn A94 rückt von München immer näher zum Bezirk Braunau. Läuft alles nach Plan, dann ist die Autobahn ab 1. November 2019 von Marktl aus – knappe 15 Kilometer von der Stadt Braunau entfernt – durchgehend bis München befahrbar. Denn genau bis zu diesem Tag muss die Trasse Dorfen fertiggestellt sein.

Im Rahmen einer öffentlich-privaten Partnerschaft wurde der Bau des 33 Kilometer langen Streckenabschnitts vor rund drei Jahren an ein Baukonsortium vergeben. Gezahlt werden 1,1 Milliarden Euro für den vierspurigen Autobahnabschnitt.

Bedeutung für Bezirk Braunau

Die Bedeutung des schnellen Ausbaus der A94 und die optimale Durchleitung der Autobahn in der Nachbarstadt Simbach unterstreicht Braunaus Bürgermeister Johannes Waidbacher: "Die A94 hat für die Stadt und den Bezirk Braunau eine sehr große Bedeutung, weil es im Endeffekt der längst überfällige Autobahnanschluss an das europäische Autobahnnetz ist." Vorstellen könne sich Waidbacher nach Fertigstellung des Teilabschnitts auch einen Entwicklungsschub für die gesamte Region. Letztlich sind es dann nur noch rund zwölf Kilometer bis zum Autobahnbeginn nach Marktl in Richtung München und rund 25 Kilometer nach Pocking in Richtung Passau.

Nach der Fertigstellung der gesamten Autobahn hat Braunau dann in unmittelbarer Nähe einen Autobahnanschluss, was natürlich auch ein wesentlicher Standortwettbewerb für die ansässigen Firmen in Braunau und Simbach sein werde. Letztlich werde dabei nochmals die grenzüberschreitende Zusammenarbeit der beiden Städte befeuert. "Wir dürfen hier unseren deutschen Nachbarn und Freunden sehr dankbar sein, dass wir dann diese Infrastrukturmaßnahme auf bayerischer Seite nutzen dürfen."

Bis es allerdings eine durchgehende Verbindung von München bis Passau gibt, könnte es noch einige Jahre dauern. Für den Abschnitt Simbach–Marktl gibt es noch Naturschutzfragen zu klären, und selbst bei Pocking gibt es wegen Grundstücksangelegenheiten noch Verzögerungen. Zumal darf man auch in Simbach gespannt sein, wie die endgültige Festlegung der Autobahntrasse durch die Autobahndirektion im nächsten Jahr durch das Stadtgebiet von der Bevölkerung aufgenommen wird.

Spannend für das Inntal ist das nächste Jahr auch deshalb, da die Trassenfestlegung für Simbach erfolgen soll. Für das Nadelöhr Simbach sind zwei Varianten im Gespräch. Seit 1999 gibt es die "linienbestimmte Bahntrasse Simbach-Au" mit einem rund 1,7 Kilometer langen Tunnel durch die Erlacher Au und dem Trinkwasserschutzgebiet der Stadt sowie die bestehende B12-Trasse mit drei kurzen Einhausungen mit einer Gesamtlänge von 800 Metern.

Die Strecke tangiert allerdings dicht besiedeltes Wohngebiet und bietet eine schlechte Anbindung der Staatsstraße 2112 (Pfarrkirchen/Rottal) an die A94. Befürchtet wird bei dieser Variante, dass der Verkehr mit seinen entsprechenden Folgen durch Simbach geleitet wird. Entschieden werden soll 2019. In früheren Gesprächen wurde erörtert, dass beide Varianten umsetzbar sind, und es auch für die Verkehrsleitung während der Bauzeit geeignete Möglichkeiten gibt. 

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Artikel (geiring) 09. November 2018 - 01:04 Uhr
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