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70 Jahre nach Katastrophe mehr Schutz vor Flut

Von OÖN, 11. Juli 2024, 07:45 Uhr
70 Jahre nach Katastrophe mehr Schutz vor Flut
Einstau bei Pattigham-Hof

INNVIERTEL. Rückhaltebecken sollen jene Teile des Innviertels besser schützen, die in der Vergangenheit besonders betroffen waren.

Vor 70 Jahren war das Innviertel von einer Hochwasserkatastrophe betroffen – auf einen Pegelstand von 11,34 Metern war der Inn in Schärding im Jahr 1954 angestiegen. Zum Vergleich: Ab rund sechs Metern ist die Innlände betroffen. Mittlerweile wurden in Schärding Maßnahmen wie ein mobiler Hochwasserschutz ergriffen, entlang von Innviertler Bächen Rückhaltebecken errichtet.

"Die Flutkatastrophen in den vergangenen Jahrzehnten haben uns klar vor Augen geführt: 100-prozentigen Schutz gibt es nicht, jede Hochwasserkatastrophe ist anders und stellt uns wieder vor neue Herausforderungen", so Landesrat Stefan Kaineder. "Es ist keine Frage, ob, sondern wann das nächste Hochwasser kommt. Trotz umfassender Maßnahmen, Aufklärung, Vorbereitung und Prognosemodellen sind ein 100-prozentiger Schutz und eine exakte Vorhersage nicht möglich. Darum ist das Zusammenspiel aller betroffenen Bereiche so wichtig." Gesunde Böden und naturnahe Flüsse seien die beste Vorsorge.

Für die Schadensbehebung in den 15 Jahren nach 1954 wurden im Innviertel 61 Millionen Schilling aufgewendet, um an den unregulierten Gerinnen Hochwasserschadensbehebungen, Umlegungen, Sicherungsbauten und Löschungsvorkehrungen durchzuführen: im Bezirk Braunau 32 Millionen Schilling, im Bezirk Ried 26 Millionen Schilling und im Bezirk Schärding drei Millionen Schilling. Aufgrund des Hochwassers 1954 und der daraus entstandenen Schäden begannen im Wirkungsbereich des Gewässerbezirks Braunau Planungen für Schutzprojekte im Mattigtal und im Einzugsgebiet der Ache.

1978 wurden der Abflussplan Mattig sowie der Hochwasserrückhalt und Teilausbau bis Uttendorf erstellt. In den Jahren 1975 bis 1985 wurde das Versickerungsbecken Hainbach errichtet. Neben zahlreichen Regulierungen an der Mattig, an der Mühlheimer Ache und an der Antiesen zwischen den 60er- und 80er-Jahren wurde zwischen 1985 und 1993 das Rückhaltebecken Teichstätt errichtet, das aktuell auf ein 100-jährliches Ereignis ausgebaut wird.

Im nächsten Jahr soll mit dem Bau des Hochwasserschutzes Helpfau-Uttendorf begonnen werden. Ein Hochwasserschutz in Aspach, Pischelsdorf und in Schneegattern ist bereits errichtet.

An der Salzach wurde der sechs Kilometer lange bestehende Hochwasserschutzdamm in der Ettenau saniert. Im Oberlauf der Antiesen finden sich drei Rückhaltebecken mit einem gesamten Fassungsvermögen von ca. 1,2 Mio. Kubikmetern – dazu Becken in Sonnleiten, am Mauerkirchner Brunnbach und in Mettmach-Großweiffendorf. Im Wirkungsbereich des Gewässerbezirkes Braunau befinden sich aktuell 36 Rückhaltebecken mit einem Volumen größer als 1000 m³. Neun Anlagen haben ein Fassungsvolumen von mehr als 100.000 m³.

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2  Kommentare
2  Kommentare
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MikeSierra (387 Kommentare)
am 11.07.2024 08:28

Weil 1954 noch niemand wusste, was ein Euro sein wird.

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Johann1975 (1 Kommentare)
am 11.07.2024 06:26

Warum wird hier noch in Schilling gerechnet?

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