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433 neue Hochspannungsmasten werden aufgestellt

BEZIRK RIED, BRAUNAU. Fast die Hälfte davon in den Bezirken Braunau und Ried – Die Kosten des Großprojektes: 110 Millionen Euro.

433 neue Hochspannungsmasten werden aufgestellt

Die 76 Jahre alte 220 kv-Leitung wird im nächsten Jahr abgerissen und durch neue und höhere Masten ersetzt. Bild: Austrian Power Grid

Mehr als 400 Hochspannungsmasten werden voraussichtlich ab dem Frühjahr 2018 in Teile zersägt, entsorgt und am selben Standort wieder neue aufgestellt. Die 220 kv-Leitung von St. Peter am Hart bis Ernsthofen in Niederösterreich wurde während des 2. Weltkrieges (1941) errichtet und wird in den kommenden Jahren generalerneuert. Das Projekt wird rund 110 Millionen Euro kosten. Die Leitung ist eine wichtige Versorgungsstrecke im oberösterreichischen Stromnetz. Rund 250.000 Haushalte und 50.000 oberösterreichische Betriebe werden über diese Leitung mit Strom beliefert.

Die Sanierung einzelner Bauteile wäre wirtschaftlich nicht sinnvoll gewesen. Deshalb hat sich die APG (Austrian Power Grid) zu einem Neubau entschlossen. Mit der kompletten Demontage der Masten und Leitungen soll 2018 begonnen werden. An der Länge der Leitung (111 Kilometer) gibt es keine größeren Veränderungen, bei den Masten konnten aufgrund der Optimierung von Standorten – in Abstimmung mit den Grundeigentümern – sechs Strommasten eingespart werden. Insgesamt werden von St. Peter bis Niederösterreich 433 Stück benötigt. Vom Bau betroffen sind in den Bezirken Braunau und Ried insgesamt 15 Gemeinden. Die Sanierung wird in zwei Etappen durchgeführt, damit die Anbindung des Kraftwerkes Aschach während der gesamten Bauzeit gewährleistet bleibt. Begonnen wird mit dem ersten Sanierungsabschnitt von St. Peter/H. bis zum Masten 189 im Gemeindegebiet von Weibern, wo die Leitung vom Kraftwerk angebunden ist. Der zweite Abschnitt umfasst den Bereich von Weibern bist zum Umspannwerk Ernsthofen (NÖ).

Um zehn Meter höher

Die neuen Masten sind wesentlich höher als ihre "Vorgänger". Damit soll gewährleistet werden, dass moderne landwirtschaftliche Geräte, die wesentlich mehr Durchfahrtshöhen benötigen wie noch vor 70 Jahren, problemlos auf den Wiesen und Feldern arbeiten können. Die Masten werden durchschnittlich um zehn Meter erhöht. So kann ein durchgängiger Mindestbodenabstand von elf Metern und damit eine Durchfahrtshöhe von 7,5 Metern erreicht werden. Das war auch eine Forderung der Landwirtschaftskammer Oberösterreich an den Betreiber. Durch die größere Höhe wird auch sichergestellt, dass die Stärke des elektromagnetischen Feldes am Boden unter der Leitung gleich bleibt, bzw. in vielen Fällen sogar abnimmt.

Spannung bleibt gleich

In Versammlungen und auch bei Hausbesuchen wurden die Grundeigentümer in den vergangenen Monaten über das Projekt informiert. Gleich bleiben wird die Betriebsspannung von 220 kv. Geplant ist, die neue Leitung mit sogenannten "2er-Bündel-Leitern" auszuführen. Das heißt, statt einem Leiter pro Phase werden zwei Leiter aufgelegt. Dadurch erhöht sich die Sicherheit bei Ausfällen eines Leitungssystems. Die zweite kann dann die gesamte Übertragsleistung aufnehmen und es kommt zu keiner Beeinträchtigung des Netzbetriebes.

Baustart im Jahr 2018

Durch die Generalerneuerung werden auf landwirtschaftlich genutzten Flächen Flur- und Folgeschäden nicht zu vermeiden sein. Die APG ist bemüht, die Schäden entsprechend den von der Landwirtschaftskammer OÖ. herausgegebenen "Richtlinien für Ernteverluste" zu entschädigen. Der Zeitpunkt des Baubeginns hängt noch von der Dauer des Genehmigungsverfahrens ab. Die Austrian Power Grid hofft, dass der Startschuss im Frühjahr 2018 erfolgen kann.



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Artikel Josef Schuldenzucker 12. Februar 2017 - 13:01 Uhr
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