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Innviertel

335 Helfer bei groß angelegter Übung an gesperrter Bahnstrecke im Einsatz

Von OÖN   23. Juli 2019 00:04 Uhr

335 Helfer bei groß angelegter Übung an gesperrter Bahnstrecke im Einsatz
In nächsten Tagen folgt gemeinsame Nachbesprechung.

SCHARDENBERG. Auch Einsatzkräfte aus dem benachbarten Bayern in Großübung eingebunden.

Eine baubedingte Sperre der Bahnstrecke Wels–Passau wurde bei Schardenberg für eine Großübung genutzt, an der am Wochenende 335 Kräfte beteiligt waren. Annahme war der Zusammenstoß zweier Personenzüge mit 42 Insassen. Geprobt wurde auch das Zusammenspiel von Organisationen wie Feuerwehr, Rotem Kreuz, Polizei und Krankenhaus – und die Zusammenarbeit mit Helfern aus dem benachbarten Bayern.

Sieben Menschen waren im Zug "eingeklemmt." Priorität hatten nach der Bergung die Erstversorgung und Feststellung der Schwere der Verletzung und der Abtransport – großteils mit den Rettungsfahrzeugen, aber auch mit dem Rettungshubschrauber und dem Feuerwehrboot. Die Übung war im Vorfeld über mehrere Monate hinweg geplant worden.

Video: Die Großübung der Einsatzkräfte im TVeins-Beitrag. 

Feuerwehr: Zuerst wurden die Feuerwehren Wernstein und Schardenberg alarmiert. Einsatzleiter Gerhard Mayer bot sich ein unüberschaubares Bild – schreiende Verletzte. Sofort wurden die Feuerwehren Brunnenthal, Wallensham, Schärding, Neuhaus und Passau nachalarmiert, um genügend Einsatzkräfte vor Ort zu haben: 149 Einsatzkräfte mit 23 Fahrzeugen – darunter vier Boote. Eine steile Bahndammböschung hatte es in sich. Mit Motorsägen musste der Weg erst freigeschnitten werden. Auch die enge Zufahrt und de facto mangelnde Wendemöglichkeit für Großfahrzeuge stellten eine große Herausforderung dar, so die Organisatoren der Großübung.

Rotes Kreuz: Seitens des Roten Kreuzes waren 92 Sanitäter, sechs Ärzte sowie sechs Mitarbeiter des Kriseninterventionsteams im Einsatz. Die Besonderheiten lagen neben dem komplexen Übungsszenario in der Einbindung von Personal des bayerischen Roten Kreuzes, dem Aufbau eines Betroffenen-Informationszentrums und der Verwendung des in Österreich neu ausgerollten Patientenleitsystems. Mit 13 eingesetzten Sanitätseinsatzwägen wurden die Patienten in die umliegenden Krankenhäuser transportiert.

Polizei: Seitens der Polizei waren zehn Beamte vor Ort, unterstützt wurden die Kräfte von einer der neu angeschafften Polizeidrohnen, die Bilder aus der Luft lieferte und einen Lage-Überblick ermöglichte.

Krankenhaus: Im Klinikum Schärding wurde der Alarm- und Einsatzplan aktiviert – acht Ärzte sowie zwölf Pflegekräfte nahmen den Notfalldienst für die Übung auf. "Für die gesamte Übung erfolgt eine Analyse durch Übungsbeobachter, um etwaige Verbesserungspotenziale des Alarm- und Einsatzplanes zu analysieren und für den Notfall gerüstet zu sein", so der kaufmännische Direktor Thomas Diebetsberger.

In den nächsten Tagen werde in einer gemeinsamen Übungsnachbesprechung der Ablauf nochmals durchbesprochen und analysiert. Das Resümee sei aber bereits vorab positiv.

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