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208 Kilo schwerer Knödel hilft den Flutopfern

Von (sedi), 22. Juni 2016, 06:34 Uhr
208 Kilo schwerer Knödel hilft den Flutopfern
Knödel-Koloss wurde mittels Kran aus "Kochtopf" gehoben. Bild: Josef Kerschhackl

ALDERSBACH / SIMBACH. Weltrekordversuch in Bayern – schwerster Knödel der Welt brach zwar, Einnahmen aus Fest gehen aber an Flutopfer.

Bruchlandung für den schwersten Knödel der Welt im Rahmen der bayerischen Bier-Landesausstellung im grenznahen Aldersbach: Ob es trotz des Malheurs für den Eintrag ins Guinness-Buch der Rekorde reicht, muss erst geprüft werden – der Riesen-Semmelknödel wurde jedenfalls für den guten Zweck in rund 1400 Portionen zu Biergulasch serviert. Der Erlös geht an die Opfer der jüngsten Flutkatastrophe im Raum Simbach und an die Organisation Sternstunden.

1500 Eier, 100 Kilo Semmeln

Am Sonntag hatten zehn Helfer in Aldersbach schon um 4 Uhr früh die Rohmasse aus 1500 Eiern, 70 Litern Milch, 60 Kilogramm Mehl und 100 Kilogramm Semmeln geformt. Drei Stunden später wurde der Koloss in einen Kessel mit zwei Metern Durchmesser zu Wasser gelassen, um mehrere Stunden lang zu garen.

Als der rekordverdächtige und exakt 208,7 Kilo schwere Knödel mittels Kran aus dem "Kochtopf" gehoben und abgelegt wurde, brach er auseinander. Die Veranstalter sind zuversichtlich, trotzdem als Weltrekordhalter anerkannt zu werden. Denn auch der bisher größte Semmelknödel der Welt, im Jahr 2008 von einem Italiener gekocht und "nur" 35 Kilo schwer, sei auseinandergebrochen, so Ralf Schönberger von der Veranstaltern in Aldersbach. Bis das Ergebnis feststeht, dürften jedenfalls einige Wochen vergehen. Der Knödel war von Mitarbeitern eines Eichamts gewogen worden.

Am Sonntagnachmittag wurde der Knödel im Rahmen der Ausstellung "Bier in Bayern" in 1400 Portionen serviert. Die Einnahmen, die einem guten Zweck dienen, trösten über die "Bruchlandung" hinweg. "Der für die Flutopfer eingenommene Betrag wurde auf 10.000 Euro aufgerundet", so Maria Kammermeier von der Landesausstellung im Gespräch mit den OÖNachrichten.

Die bayerische Landesausstellung in Aldersbach, rund 40 Kilometer von Schärding und rund 50 Kilometer von Braunau entfernt, widmet sich bis 30. Oktober dem seit 500 Jahre bestehenden bayerischen Reinheitsgebot für Bier. "Das Kloster Aldersbach ist der perfekte Ort. Hier gibt es eine historische und eine moderne Brauerei im Original. Hinzu kommt das Klosterambiente mit einer der schönsten Barockkirchen Bayerns", sagt Ausstellungsleiter Rainhard Riepertinger. Wobei die Besucher gleich zu Beginn eine thematische Überraschung erwartet. "Wir haben an den Anfang eine Wand mit eingelassenen Weingläsern gestellt. Schließlich war Bayern bis ins 16. Jahrhundert Weinland. Dann wurde es kälter, und der Aufstieg des Bieres begann.

Im Anschluss wird durch die Kulturgeschichte des Biers geführt. In Aldersbach ist das originale Sudhaus aus der Zeit um 1900 hergerichtet, alte Geräte zeigen die Industrialisierung der Braukunst. Und es gibt viele Urkunden und Erlasse zu sehen, auch das Original-Reinheitsgebot aus dem Jahr 1516 des bayerischen Herzogtums, in dem es heißt, "dass forthin allenthalben in unseren Städten und Märkten und auf dem Lande zu keinem Bier mehr Stücke als allein Gersten, Hopfen und Wasser verwendet und gebraucht werden sollen". Neben weiteren Exponaten aus der Vergangenheit wie einer Tischkegelbahn für das Wirtshaus dokumentieren visuelle Effekte die Biergeschichte.

Beim Thema Bier wird naturgemäß auch an Durstgeplagte gedacht: Extra zur Landesausstellung haben sich zwölf bayerische Klosterbrauereien zusammengetan und auf Grundlage historischer Rezepturen zwei Biere gebraut. Details zur Ausstellung finden sich im Internet auf www.landesausstellung-bier.de

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