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Innviertel

"2020 besser verlaufen als befürchtet, Prognosen für heuer sind schwierig"

Von Roman Kloibhofer  20. Januar 2021 00:04 Uhr

"2020 besser verlaufen als befürchtet, Prognosen für heuer sind schwierig"
Von Versteigerungen und Veranstaltungen wie früher mit Publikum ist man derzeit beim FIH noch weit entfernt.

HOHENZELL. Corona: Für den Fleckviehzuchtverband FIH fällt die bisherige Bilanz unterschiedlich aus.

Wie wirken sich Corona und die damit verbundenen Änderungen für den Fleckviehzuchtverband Inn- und Hausruckviertel (FIH) aus? Für den Rinderzüchterverband ist ein Ausnahmejahr zu Ende gegangen, und auch der Ausblick auf 2021 sei noch nicht deutlich, wie FIH-Geschäftsführer Josef Miesenberger sagt, denn: "Prognosen werden schwieriger."

Das Jahr 2020 sei insgesamt jedoch rückblickend "wirtschaftlich besser als am Anfang befürchtet" verlaufen, sagt Miesenberger. Dadurch, dass die Landwirtschaft und viele verbundene wirtschaftliche Bereiche als systemrelevant eingestuft wurden, sei auch für den FIH das Jahr moderat zu Ende gegangen, obwohl vor allem im ersten Halbjahr die Einbußen deutlich spürbar gewesen seien.

Versteigerungen finden statt

Ein Vorteil sei, dass Vieh-Versteigerungen auch jetzt, während des Lockdowns, abgehalten werden dürfen. Allerdings sei auch dabei vieles anders: "Versteigerungen laufen fast ein wenig düster ab, es fehlen einfach die persönlichen Kontakte. Davon lebt auch eine Versteigerung", so Miesenberger.

Das Preisniveau sei im Vorjahr nicht gestiegen, sondern gleich geblieben, sagt der FIH-Chef. Der Zuchtrinder-Export sei jedoch besser gelaufen als erwartet. "Es hat mehr Ankäufe von Zuchtrindern gegeben, das hat uns überrascht. Rund 5000 trächtige Kalbinnen wurden exportiert", sagt Miesenberger. Auch der Kontakt mit Kunden sei auf eine andere Ebene gestellt worden. "Manches ist effizienter geworden, aber das Finden von Neukunden wird schwieriger, weil die Erstkontakte fehlen. Die Kunden sind nicht anwesend, es gibt keine Besuche, und vieles läuft mit Foto und Videodokumentation ab. Die Geschäfte sind viel mehr auf Vertrauen aufgebaut und auch die Mundpropaganda ist sehr wichtig", erklärt Josef Miesenberger. Weil vieles unter anderen Bedingungen ablaufe, müssten Märkte und Länder auf diese Weise immer wieder neu erobert werden. Eine gewisse Skepsis bleibe bestehen: "Jeder fragt sich, ob und wann es irgendwann einmal kracht."

Neuwahlen beim FIH

Beim FIH stehen heuer Neuwahlen bevor. Obmann Johann Hosner werde sich der Wiederwahl stellen. Das gab der Andorfer schon vor dem Jahreswechsel bekannt. Der Zuchtverband – die Geschichte geht bis ins Jahr 1894 zurück – hat sich der Vermarktung von Rindern und auch der Durchführung von Zuchtprogrammen verschrieben. Töchterunternehmen sind die OÖ Besamungsstation GmbH sowie die Österreichische Rinderbörse GmbH.

Artikel von

Roman Kloibhofer

Lokalredakteur Innviertel

Roman Kloibhofer
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