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16.000 Stunden: 300 Soldaten aus Ried halfen in Schnee-Katastrophenregion

RIED / GOSAU / EBENSEE / WINDISCHGARSTEN. Panzergrenadierbataillon 13 hat Assistenzeinsatz in Schneeregionen nun beendet.

16.000 Stunden: 300 Soldaten aus Ried halfen in Schnee-Katastrophenregion

Schuldach von Schneemassen befreit – Volksschüler und Bürgermeister von Gosau verabschiedeten Soldaten aus Ried nach getaner Arbeit. Bild: PzGrenB13

300 Soldaten des Rieder Panzergrenadierbataillons 13 halfen vergangene Woche in von Schneemassen betroffenen Gebieten mehr als 16.000 Stunden – in Ebensee und Gosau wurden nach jeweiligen Assistenzanforderungen öffentliche Gebäude wie Schulen und Kindergärten von den enormen Schneelasten befreit, dazu auch in Windischgarsten.

Die Schneemengen auf den Dächern erreichten teilweise eine Höhe von mehr als zwei Metern, so die Helfer aus der Kaserne Ried. Allein in Ebensee musste eine einzelne Gebäudefläche mit 19.000 Quadratmetern vom Schnee befreit werden.

Die Bedingungen seien schwierig gewesen, ohne Sicherung durch Klettergeschirre sei das Arbeiten aus Sicherheitsgründen nicht möglich gewesen. Erschwert wurde der Einsatz durch die witterungsbedingte Sperre der Straßen über den Hausruck und Kobernaußerwald. Im Rahmen des Rieder Assistenzeinsatzes wurden 8664 Kilometer gefahren. Untergebracht waren die Soldaten in der Volksschule in Gosau, in der alten Volksschule in Ebensee und im Lager am Truppenübungsplatz Ramsau/Molln. Versorgt wurden die Soldaten durch die Garnison Ried mit Unterstützung durch die Kaserne in Salzburg.

Ball muste abgesagt werden

Der Einsatz hatte Priorität, daher musste der für Samstag, 19. Jänner, in den Rieder Messehallen geplante Garnisonsball abgesagt werden. Die Hilfe für die betroffenen Menschen habe vor einer Festveranstaltung Vorrang. Wobei es nach mehreren Jahren Pause am 19. Jänner zu einer Neuauflage einer der größten Ballveranstaltungen des Landes hätte kommen sollen, die in der Vergangenheit von bis zu 4000 Besuchern "gestürmt" wurde.

Das Panzergrenadierbataillon 13 wolle sich bei der Bevölkerung, den Firmen, Medien, öffentlichen Dienststellen und der Messe Ried für das gezeigte Vertrauen und das Entgegenkommen im Zusammenhang mit dem abgesagten Garnisonsball bedanken. Durch die Absage sei der Ausfall der Einnahmen für soziale Zwecke zu bedauern.

Personen, die sich bereits Karten für den Ball gesichert haben, können diese natürlich zurückgeben – der Kaufpreis wird in der Rieder Kaserne rückerstattet. Möglich ist dies von 28. Jänner bis 22. Februar jeweils von Montag bis Freitag in der Zeit von 8 bis 19 Uhr. Die Telefonnummer des Kartenbüros: 0664 / 62 28 230.

Eine terminliche Verschiebung des Garnisonsballs sei keine Option gewesen. Vom Orchester bis zu den Hallen wären entsprechende Vorlaufzeiten nötig, kurzfristig lasse sich eine solche Großveranstaltung nicht einfach umdisponieren.

Verzicht auf Rückerstattung

In sozialen Netzwerken haben bereits mehrere Ballkarten-Käufer angekündigt, auf eine Rückerstattung des Kaufpreises zu verzichten – als Anerkennung der Rieder Einheit und als Dank für deren Einsatz in den von den Schneemassen betroffenen Gebieten. 

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Artikel (sedi) 22. Januar 2019 - 05:48 Uhr
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