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Hochwasser-Situation entspannt sich: Pegelstände fallen 

22.Mai 2019

Entwarnung in Schärding, nachdem am Dienstag die Vorwarnstufe erreicht wurde

„Der Inn ist wieder dort, wo er hingehört: In seinem Flussbett nämlich“, sagt Michael Hutterer, Kommandant der Feuerwehr Schärding. Nachdem der Fluss am Dienstag in der Stadt über die Ufer getreten und die Innlände überflutete hatte, gingen die Pegelstände wieder zurück. „Wir haben bereits am Mittwochmorgen begonnen, den Hochwasserschutz abzubauen“, sagt Hutterer. Gegen Mittag wurde die Innlände vom angeschwemmten Schlamm gereinigt: „Und bald wird es so aussehen, als wäre nichts gewesen.“ 

Zwar fiel am Mittwoch im Raum Braunau und Berchtesgaden in Bayern noch leichter Regen: „Das wird aber höchstens dazu führen, dass der Pegelstand des Inn langsamer sinkt als er das sonst vielleicht tun würde“, erklärt der Kommandant. Auch das Wasser, das die Flüsse zeitverzögert aus Bayern nach Österreich bringen, sollten den Einsatzkräften zufolge nicht zu Überflutungen führen. „Das wird höchstens bewirken, dass der Inn langsamer sinkt als er es sonst tun würde“, sagt Hutterer. 

Video: Hochwassersituation in Schärding

Erhöhte Wasserführung entlang der Donau 

Entlang der Donau dürfte es in den kommenden Tagen etwa in Aschach, Linz und Grein noch zu erhöhter Wasserführung kommen, „die Pegelstände sollten aber unterhalb der Warngrenzen bleiben“, sagt Daniel Humberger vom Hydrographischen Dienst des Landes. Möglich seien aber lokale Überflutungen an kleineren Gewässern. 

Von den starken Regenfällen der vergangenen Tage war vor allem das Innviertel und Teile des Traunviertels betroffen. Zwischen Montagmittag und Mittwochmittag wurden an der Messstelle in Braunau binnen 48 Stunden beispielsweise 73,2 Millimeter erfasst, an jener in Hocheck waren es gar 95,4 Millimeter. 

Die gute Nachricht: In den kommenden Tagen sollte es freundlicher und trockener werden. „Das dürfte sich positiv auf die Pegelstände der Flüsse auswirken“, sagt Humberger. 

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