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Oberösterreich

Gewitter in Oberösterreich forderten die Einsatzkräfte

Von nachrichten.at (jup)   06. Juni 2021 07:14 Uhr

Aufnahmen der Webcam am Traunstein zeigen, wie sich die Regenwand nähert.

OBERÖSTERREICH. Lokale und teils heftige Gewitter mit Hagel, Sturm und Starkregen haben dem schwül-warmen Wetter am Samstag ein jähes Ende gesetzt. Die Feuerwehren standen im Dauereinsatz. Insgesamt wurden die Feuerwehren zu 150 Einsätzen gerufen. Rund 1.500 Feuerwehrleute waren im Einsatz.

In St. Marien bei Neuhofen steht die Feuerwehr noch am Sonntagmorgen im Einsatz, um die Schäden der teils sehr heftigen Gewitter der vergangenen Nacht zu beseitigen. Es war eine sehr arbeitsintensive Nacht für die Einsatzkräfte. Ein Rückblick.

Es war gegen 16 Uhr, als sich der Himmel über dem Traunsee zu verdunkeln begann. Ein heftiges Gewitter mit Starkregen, Sturm und Hagel zog am Samstagnachmittag über Gmunden und ließ die Temperaturen binnen kurzer Zeit um etliche Grade sinken. So zeigte die Messstation auf der Gmundner Hütte am Traunstein in 1666 Metern Seehöhe um 15 Uhr noch 23 Grad, während sich zwei Stunden später nur noch frische zehn Grad ausgingen.

22,7 mm Niederschlag kamen binnen 30 Minuten zusammen, in Summe waren es am Samstag mehr als 50 mm. Die Feuerwehr musste in Gmunden und Scharnstein zu mehreren Einsätzen wegen Überflutungen ausrücken.

Ein Video, aufgenommen in Gmunden, zeigt den Starkregen und den Hagel: 

Ein weiteres Video aus Gmunden wurde am Samstag dutzende Male via Facebook geteilt. Gefilmt aus einem Auto in der Innenstadt zeigt es das überlastete Kanalnetz. "Wie kleine Springbrunnen" kommentiert eine Leserin die Bilder:  

Schon gegen Mittag hatten sich in der Moldauregion erste Gewitter zusammengebraut und sich wenig später in der Grenzregion, vor allem im Bezirk Freistadt, entladen. In Lasberg, Liebenau und Weitersfelden wurden zwischen 24 und 26 mm Niederschlag gemessen. In St. Oswald bei Freistadt musste die FF March zu einem Überflutungseinsatz ausrücken, auch in Tragwein brauchte es die Unterstützung der Einsatzkräfte.

Gegen 17:30 Uhr erwischte es den Bezirk Kirchdorf. Im Gemeindegebiet von Schlierbach galt es, zahlreiche Keller auszupumpen und Verkehrswege wieder freizumachen. An die 40 Einsätze im Zusammenhang mit den Unwettern meldete das Landesfeuerwehrkommando bis 22 Uhr. Betroffen waren unter anderem Braunau, Mehrnbach, Gaspoltshofen, Aistersheim, Gosau und Ulrichsberg. 

In Schlierbach mussten die Einsatzkräfte die Straße von Vermurungen befreien. 

Ungemütlicher Abend

Die Gewitter im Salzkammergut und im Mühlviertel waren erst der Anfang eines ungemütlichen Abends in Oberösterreich. Für das ganze Bundesland gilt laut ZAMG noch bis Mitternacht eine Gewitterwarnung. Mit Sturmböen, vor allem aber mit lokalen Vermurungen, kleinräumigen Überflutungen und überschwemmten Straßenabschnitten muss bis in die späten Nachtsunden allerorts gerechnet werden. Bei nur schwacher Strömung verlagern sich die Gewitter-Zellen sehr langsam. 

Kurzfristige Abkühlung

Auch in der Nacht auf Sonntag sind Regenschauer und Gewitter zu erwarten. Die Temperaturen sinken auf 16 bis 12 Grad. Am Sonntag bleibt es merklich kühler. Meist überwiegen die Wolken. die Sonne zeigt sich nur ab und zu, vermehrt am Nachmittag. Es regnet zeitweise, wobei die Regenschauer im Tagesverlauf seltener und schwächer werden. Der Westwind weht schwach bis mäßig stark. In Die Höchsttemperaturen kommen über 17 bis 21 Grad nicht hinaus. 

Sommerlicher Wochenstart

Sommerlich beginnt dann die neue Woche: Am Montag scheint oft die Sonne. Nächtliche Restwolken bilden sich am Vormittag rasch zurück und die Quellwolken am Nachmittag bleiben auch über den Bergen eher klein. Es bleibt trocken. Der Ostwind weht schwach. In der Früh ist es bei 11 bis 15 Grad noch etwas frisch, die Höchsttemperaturen erreichen 21 bis 26 Grad.

Haben auch Sie Unwetter-Videos oder Fotos? Schicken Sie uns Ihr Bildmaterial mit den wichtigsten Infos an online@nachrichten.at

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