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Gewitter mit Starkregen und Sturm erreichten Oberösterreich

Von Judith Pointner und Verena Gabriel, 10. Juli 2024, 19:21 Uhr
Feuerwehr Einsatz Sturm
Oberösterreichs Feuerwehren standen im Dauereinsatz. Bild: privat

LINZ. Oberösterreichs Feuerwehren standen am Mittwochabend im Dauereinsatz, um Sturmschäden zu beseitigen. Hunderte Oberösterreicher waren ohne Strom.

Bis 18 Uhr war es ruhig beim Landesfeuerwehrkommando. "Die Ruhe vor dem Sturm", möchte man sagen. Denn nachdem um 17:57 Uhr die erste Unwetter-Meldung aus Eggelsberg im Bezirk Braunau eingegangen war, ging es Schlag auf Schlag. Im Minutentakt wurden die Feuerwehren im Innviertel zu Einsätzen gerufen. "Baum über Straße", "Dachsicherung", "Gebäude überflutet" lauteten die Alarmierungsgründe. Vorrangig galt es Verkehrswege freizumachen und überflutete Keller auszupumpen.

Binnen zweieinhalb Stunden rückten 312 Feuerwehren zu 215 Einsätzen aus, hieß es am Mittwochabend auf OÖN-Anfrage aus der Landeswarnzentrale. Betroffen waren vor allen die Bezirke Braunau, Ried im Innkreis und Rohrbach (Stand 20:40 Uhr). Man ging davon aus, dass die Arbeiten noch bis in die Nachtstunden dauern werden. Über Verletzte lagen vorerst keine Informationen vor. In Ried im Innkreis rückten die Feuerwehren aus, nachdem das Dach eines Internats von einer Sturmböe abgedeckt worden war. In Pinsdorf (Bezirk Gmunden) galt es ein Baugerüst zu sichern, das umzustürzen drohte. 

Gewitter Ried
Teile eines Baumes stürzten auf den Parkplatz beim Klaus-Roitinger-Stadion in Ried. Bild: tst

Sturmböen mit mehr als 100 km/h  

Eine Gewitterfront hatte das Grenzgebiet zu Bayern wie angekündigt am frühen Mittwochabend erreicht und der brütenden Hitze – die Temperaturen waren Laufe des Tages auf 34 Grad (gemessen in Weyer) geklettert – ein jähes Ende gesetzt. Mit Starkregen, Sturmböen und lokalen Hagel-Schauern zog die Unwetter-Linie von Bayern kommend über Oberösterreich. Im Gepäck hatte sie Regenmengen von mehr als 30 Liter pro Quadratmeter binnen einer Stunde (gemessen in Aspach) und Sturmspitzen bis zu 109,1 km/h (gemessen in Waizenkirchen). Hagel wurde den OÖN etwa aus Feldkirchen bei Mattighofen und Kefermarkt gemeldet. 

Oberösterreich, Unwetter, Hagel, Gewitter
Lokal ging Hagel nieder, wie hier in Feldkirchen bei Mattighofen (Bezirk Braunau) Bild: Daniel Scharinger

Hunderte Haushalte ohne Strom

Lokal kam es gewitterbedingt zu Stromausfällen, in hunderten Haushalten ging am Mittwochabend das Licht aus. Betroffen waren laut Netz Oberösterreich mehrere Gemeinden im Inn- und im Mühlviertel. Zu großflächigen Ausfällen kam es in den Bezirken Rohrbach und Urfahr-Umgebung. So hatte ein Großteil der Haushalte in  Altenfelden, Kleinzell, St. Stefan-Afiesl, Haslach, Vorderweißenbach und Bad Leonfelden zumindest zeitweise keinen Strom. 

Die Sturmspitzen (Stand 19:30 Uhr)

  • Waizenkirchen: 109,9 km/h
  • Wolfsegg: 100,4 km/h
  • Mattighofen: 89,3 km/h
  • Gallspach: 82,1 km/h
  • Kremsmünster: 81,4 km/h

Die Regenmengen (Stand 19:30 Uhr)

  • Aspach: 30,3 mm
  • Schärding: 20, 1 mm
  • Ried im Innkreis: 19,5 mm
  • Braunau/Ranshofen: 16,6 mm
  • Mattighofen: 15,2 mm

Video: Der strake Regen ließ Straßen in Lambach zu kleinen Bächen werden

Sturmböen und Starkregen: So wütete das Gewitter in Ried

Noch bis 3 Uhr früh gilt die orange Wetterwarnung von Geosphere Austria (vormals ZAMG). Nach Mitternacht soll sich die Wetterlage allmählich beruhigen, es bleibt dann meist trocken. Bis zum Morgen halten sich stellenweise hochnebelartige Restwolken. Die Temperaturen können bis auf 15 Grad sinken.

Video: Diese Aufnahmen erreichen uns aus Lambach

Gewittergefahr ist nicht gebannt

Auch am Donnerstag ist die Unwettergefahr nicht gebannt, "insgesamt sollte es aber ruhiger zugehen als am Vortag", so der Experte. Im Gebirge und im Mühlviertel entstehen schon bald einige Quellwolken, im Bergland steigt am Abend das Schauer- und Gewitterrisiko wieder an. Höchsttemperaturen bis zu 31 Grad werden erwartet.

In der Nacht auf Freitag können zu Beginn noch einzelne Schauer und Gewitter in Richtung Alpenvorland ziehen. Im Gebirge wird es am Freitag föhnig. Doch bereits am Nachmittag steigt das Gewitterpotenzial wieder deutlich an. Erneut können die Gewitter kräftig werden.

Video: Sturm und Regen auch im Oberen Mühlviertel (Aigen-Schlägl)

Dieser Artikel wird laufend aktualisiert, zuletzt um 20:45 Uhr. 

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Autorin
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Redakteurin Online
Judith Pointner
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34  Kommentare
34  Kommentare
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RudolfN (168 Kommentare)
am 11.07.2024 08:14

Es war kein Stromausfall sondern ein Freileitungsausfall.

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santabag (6.501 Kommentare)
am 11.07.2024 08:47

Und das Ergebnis beim Kunden ist daher ein anderes, oder was?

Könnte es sein, dass Sie ein i-Tüpferl-Reiter sind? Waren Sie mal Lehrer?

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docholliday (8.552 Kommentare)
am 11.07.2024 09:28

Gute Vermutung!😂

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docholliday (8.552 Kommentare)
am 11.07.2024 09:28

Ein Freileitungsausfall bedeutet also nicht zwangsläufig, dass der Strom ausfällt?
Bei Ihnen kommt der Strom halt auch aus der Steckdose.
Aber wie er in die Steckdose kommt, das muss man ja nicht wissen.
Oder?
Wenn Ihre Wasserleitung bricht, kommt bei Ihnen unabhängig davon sicher noch Wasser aus der Pipn.
Ihre Logik ist echt cool!😂😂

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Libertine (5.632 Kommentare)
am 11.07.2024 10:11

Um auf Ihren vorletzten Satz zurück zu kommen, das wäre möglich, kommt auf den Schaden an.
Kein Lehrer, aber technisch versiert.

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Kukilein (552 Kommentare)
am 11.07.2024 07:39

Eine Härtung der Strominfrastruktur ist überfällig. In den letzten Monaten liest man immer wieder von Stromausfällen bei Extremwetter (Sturm). Auch ein Blick in die Ukraine sollte zu der Erkenntnis führen, dass Freileitungen auch aus sicherheitspolitischen Aspekten nicht mehr geplant werden sollten. Wer heute noch Freileitungen plant ist rücktrittsreif.

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schubbi (3.670 Kommentare)
am 11.07.2024 07:50

Sie wollen die Infrastruktur "härten" und gleichzeitig keine Freileitungen ?

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RudolfN (168 Kommentare)
am 11.07.2024 08:14

Gegenfrage - wie härten sie eine Freileitung - mit Windschutz- und Brandmauern?

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schubbi (3.670 Kommentare)
am 11.07.2024 08:49

Gegen-Gegenfrage, damit ich ihre Frage beantworten kann:
was meint Kukilein mit "härten" der Strominfrastruktur ?

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schubbi (3.670 Kommentare)
am 11.07.2024 08:50

Sollens halt Masten aus gehärtetem VÖEST-Stahl aufstellen. 😀

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Kukilein (552 Kommentare)
am 11.07.2024 09:17

Unter Härtung von Systemen oder Infrastruktur versteht man die Erhöhung der Sicherheit von Systemen. Und in Bezug auf die von Ihnen vorgeschlagene Härtung von Metallteilen der Freileitungstechnologie: Wenn sie eine Metall härten dann wird es spröder und die Bruchgefahr steigt. Wie oben ausgeführt ist für das Umweltrisiko Sturm u.a. in der Taxonomieverodnung als Anpassungslösung die Erdkabeltechnologie anstatt der Freileitungstechnologie genannt. Der Einsatz von Erdkabel ist demnach als Erhöhung der Sicherheit (=Härtung) von Stromsystemen bei Sturm zu empfehlen.

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schubbi (3.670 Kommentare)
am 11.07.2024 10:53

Danke für ihre Erklärung an einen Nicht-Techniker

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schubbi (3.670 Kommentare)
am 11.07.2024 10:55

Das sie ihren Post auf Erdkabel beziehen, hab ich nirgends gelesen

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krammerdoc (1 Kommentare)
am 11.07.2024 13:07

👍

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Kukilein (552 Kommentare)
am 11.07.2024 09:11

Lesen sie bitte die Taxonomieverordnung im Hinblick auf Umweltisiken. In Bezug auf Sturm ist das Ersetzen vom Freileitungen durch Erdkabel als Anpassungslösung genannt.

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faun (650 Kommentare)
am 11.07.2024 06:58

Was ist das für eine sinnlose Umfrage: Haben sie Angst vor Gewittern? Ja, Nein. ??!

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schubbi (3.670 Kommentare)
am 11.07.2024 07:30

Warum finden sie das sinnlos ?
Seitdem mir im Vorjahr der neue Zaun weggeflogen und beim Nachbar ein Baum umgefallen ist, ist mir nicht mehr ganz geheuer wenn eine Gewitterwarnung kommt.

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MaxXI (1.111 Kommentare)
am 11.07.2024 10:37

Stimmt, sobald man selbst betroffen ist, weil das Hausdach wegfliegt, hat man bei starken Gewittern ein ungutes Gefühl.
Wer nicht betroffen ist, kann leicht schlaumeiern....

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Penetrant (79 Kommentare)
am 10.07.2024 21:37

Lichtenberg war gar nix. Bisschen Wind und Regen. Da ist mein Ventilator stärker

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19josef66 (254 Kommentare)
am 11.07.2024 06:28

Schön für Sie.
Sollten Sie des Lesens mächtig sein,dann schauen Sie in die Zeitungen von heute. Zumindest schauen Sie sich die Bilder an,was z.T. im Innviertel los war...
Unsere Feuerwehren waren im Dauereinsatz!
OÖ ist nämlich größer als Lichtenberg....

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Penetrant (79 Kommentare)
am 11.07.2024 06:34

Schön das sie das wissen.
Bin begeistert.
Bekommen ein Sternchen nauf die Fleißkarte.

Hätte ich nun gesagt wenn ihr Kommentar irgendwie zu meinem gepasst hätte.

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santabag (6.501 Kommentare)
am 11.07.2024 08:43

Was sind Sie bloß für ein ignorantes Ar...geigerl?

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schubbi (3.670 Kommentare)
am 11.07.2024 11:00

Solche Kraftausdrücke sollten sie sich hier sparen - reden sie mit ihrer Frau oder Kindern auch so, falls sie welche haben ?

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Peter2012 (6.492 Kommentare)
am 10.07.2024 21:35

Im Großraum Linz war es nicht so schlimm!!!

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Tebasa1781 (458 Kommentare)
am 11.07.2024 18:59

schade

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capsaicin (3.967 Kommentare)
am 10.07.2024 21:22

1/2 so wild

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Juni2013 (10.440 Kommentare)
am 10.07.2024 20:02

"Gewitter mit Starkregen und Sturm erreichten Oberösterreich"
Nach Hafenecker hängt das wahrscheinlich mit Sonnenstürmen und sonstigen Dingen zusammen.

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josieone (45 Kommentare)
am 10.07.2024 20:34

Glaube eher für ihn sind folgende Schuld:
LinksLinke Linke,
Ausländer,
Flüchtlinge,
Echsenmenschen aus dem Inneren der Erde oder
die Nazis vom Mond!

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mehlknödel (3.621 Kommentare)
am 10.07.2024 20:37

Und am allermeisten die Gewessler

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Caesar-in (3.912 Kommentare)
am 10.07.2024 20:44

Sie nehmen ihn offenbar sehr ernst, denn sonst würden sie sich nicht mit seinen Aussagen beschäftigen. Aber alleine ihr Problem.

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santabag (6.501 Kommentare)
am 11.07.2024 08:40

Warum verteidigen Sie den Hansl? Sind Sie sein Vater?

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Juni2013 (10.440 Kommentare)
am 10.07.2024 19:59

Frei nach Hafenecker "Schon wieder so ein manipulativer Wetterbericht!"
(siehe Interview ZiB2 26.06.2024 )

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MaxXI (1.111 Kommentare)
am 11.07.2024 10:39

bei dem hat offenbar schon mal der Blitz eingeschlagen ⚡️

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michlpeda (37 Kommentare)
am 15.07.2024 17:56

✌🏼😂

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