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Oberösterreich

Gemeinden wollen Ausflugsverkehr eindämmen

02. Januar 2021 00:04 Uhr

Gemeinden wollen Ausflugsverkehr eindämmen
Bürgermeister Schragl und Vize Moser beim Errichten von Hinweistafeln

TRAUNKIRCHEN/SPITAL AM PYHRN. In Traunkirchen wurden Fahr- und Parkverbote erlassen, um den Ausflüglern Herr zu werden.

Weil in den letzten Tagen und Wochen des Jahres 2020 Ausflugsgäste die Salzkammergut-Gemeinde Traunkirchen förmlich überrannten, reagierte die Gemeindepolitik mit klaren Regeln. "Die Situation spitzte sich am oberen Mühlbachberg bei der Hochsteinalm im Bereich der Parkplätze gefährlich zu", berichtet Traunkirchens Bürgermeister Christoph Schragl. Viele Tagestouristen und Ausflügler nutzten das gute Wetter und verbrachten ihre Freizeit an der frischen Luft. Viele kamen daher nach Traunkirchen, um die Wintertage auf der Hochsteinalm zu genießen. Dabei wurde der Güterweg Mühlbachberg völlig überlastet und das Parkplatz- und Verkehrssystem brach stellenweise völlig zusammen. Die Gemeinde Traunkirchen reagierte mit Hinweistafeln im Ortsgebiet, mit Fahrverboten auf Privatstraßen und Parkverboten entlang der Gemeindestraße: "Wir haben orts- und verkehrspolizeiliche Verordnungen erlassen, die uns helfen sollen, den Verkehr besser zu regeln und Überlastungen aufzuzeigen, damit die Besucher rechtzeitig zu anderen Zielen ausweichen können", sagt Bürgermeister Schragl. Das Verkehrschaos stellte vor allem die Anrainer vor große Probleme, da im Bedarfsfall nicht einmal mehr eine Feuerwehr oder Rettung zufahren hätte können. "Die Einsatzkräfte leisten eine großartige Arbeit. Wenn sie jedoch nicht rasch zur Unfallstelle vorrücken können, können sie ihren Aufgaben auch nicht nachkommen", ergänzt Vizebürgermeister Andreas Moser. "Wir freuen uns natürlich über Gäste, bitten jedoch um Verständnis, dass wir massiven Verkehrsüberlastungen vorbeugen müssen", sagt der Bürgermeister.

Verkehrschaos in Spital/Pyhrn

"Zum Jahreswechsel ist mehr oder weniger alles untersagt, und dann ein solcher Auflauf. Gibt es jetzt Corona-Maßnahmen oder nicht?", fragte Hubert Feßl vom Gemeindeamt Spital am Pyhrn am Altjahrstag. Grund seines Ärgers: Im Bereich der Hintersteineralm, unmittelbar neben der Pyhrnpassbundesstraße B138 verstopfen laut Angaben der Gemeinde vor allem Tourengeher die Zufahrtsstraßen. "Dort kommen nicht einmal mehr Einsatzfahrzeuge durch", berichtete der Gemeinde-Mitarbeiter – da dürfe man sich doch fragen, ob nun Maßnahmen gelten oder nicht. (fell)

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