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Geköpfte Maria bleibt stehen

Von Renate Stockinger, 04. Juli 2024, 15:40 Uhr
Geköpfte Mary
Auch die Washington Post beschäftigt sich mit der geköpften Maria. Bild: Washington Post/Screenshot

LINZ. „Nur weil Widersprüche kommen, ist das noch kein Grund, dass wir sie jetzt weggeben“: Bis 16. Juli ist die gebärende Maria im Kunstraum im Dom untergebracht.

Hoch gingen die Wogen bei der Diskussion um die Statue der gebärenden Maria, die im Kunstraum des Linzer Mariendoms ausgestellt wurde. Und noch höher seit ihrer Enthauptung am vergangenen Montagvormittag. Diese Nachricht schaffte es unter anderem bis in die Washington Post.

Erfolgsmeldung in Netzwerk

Wie berichtet, hatte die dem Staatsschutz nicht unbekannte Gruppierung „Katholischer Widerstand“ in sozialen Medien eine „Stellungnahme des Helden von Linz“ veröffentlicht und seine Aktion gefeiert. Am Donnerstag wurde in einer Videobotschaft eine Erfolgsmeldung nachgereicht: Die Statue werde nach ihrer Zerstörung nicht weiter ausgestellt, heißt es darin.

Seitens des Mariendoms gibt es dazu allerdings eine anderslautende Erklärung. Die Gebärende bleibt, wo sie ist. Und zwar wie ursprünglich geplant bis 16. Juli. Wenn auch jetzt hinter verschlossener Glastür.

Diskurs sei wichtig, aber nicht auf dieser Ebene, sagt Maria Reitter-Kollmann, Obfrau des Diözesankunstvereins im Gespräch mit den OÖN zum aktuellen Stand. Für sie sei mit der Zerstörung eine Grenze überschritten.

Erinnerung an frühere Zeiten

„Ich bin für jede Form von Diskurs offen – aber Gewalt ist nicht das richtige Mittel“, so die Kunstwissenschaftlerin. Es erinnere sie an die Zerstörung von Kunstwerken in lange vergangen geglaubten Zeiten. Das sei für sie keine Diskussionsbasis, sie lehne jede Form der Radikalität ab. Nicht zuletzt sei die Statue, die die Geburt von Jesus darstellt, ja auch nicht im Mariendom ausgestellt, sondern in einem eigens definierten Kunstraum, so Reitter-Kollmann. Sie halte es für die weitere Diskussion wichtig, dass die Leihgabe der Künstlerin jetzt auch dort bleibe.

„Nur weil Widersprüche kommen, ist das noch kein Grund, dass wir sie jetzt weggeben“, heißt es dazu auch von Seiten des Mariendoms.

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Autorin
Renate Stockinger
Redakteurin nachrichten.at
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64  Kommentare
64  Kommentare
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bbgrunt (764 Kommentare)
am 05.07.2024 17:55

Ich hab die Statue im Originalzustand gesehen und war skeptisch: Was ist der Sinn der expliziten Darstellung der Geburt? Muss das sein? Nach der Zerstörung bin ich interessanterweise deutlich positiver zur Statue eingestellt: Offensichtlich berührt sie eine Wunde, die der Heilung bedarf.

Zwei Aspekte, die ich auch positiv anmerken muss: die Statue ist nicht im Kirchenschiff aufgestellt, wo sie jeder sehen muss, man musste schon extra in den Raum hineingehen, mit der Intention sich die Statue anzuschauen. Es ist ausgeschlossen, dass ich z.B. mit Kindern zufällig vorbeikomme .....

Die etwas globige Darstellung, die ich zunächst auch befremdlich fand, ist dem Genre der Krippenschnitzerei nachempfunden (daher auch die Kleidung und Hautfarbe) - das ist natürlich in sich stimmig

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bbgrunt (764 Kommentare)
am 05.07.2024 17:58

Der Name der Wunde ist vielleicht: fehlende dankbare Versöhntheit mit der eigenen Abhängigkeit von einer Frau (in dem Fall der Mutter) als Wurzel von verletzter Männlichkeit.

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bbgrunt (764 Kommentare)
am 05.07.2024 18:31

Und die Weiblichkeit der Mutter Gottes ist halt in 2000 Jahren Frömmigkeitsgeschichte halt schon sehr sublimiert worden.

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gegengift (79 Kommentare)
am 05.07.2024 17:21

Jaja, die Maria bleibt, dafür verlassen die Gläubigen die Kirche! Aber das stört offenbar nicht so sehr.
Zum Thema "provokante Kunstwerke": Nicht alles was noch nie da war und bisher noch niemand gezeigt hat, ist deshalb zwingend auch eine Sensation. Warum war das wohl so? - Weil es keiner braucht !
Falsch verstandener Feminismus hat die Begriffe "menschliche Würde" oder "Respekt" nicht mehr im Wortschatz und im Repertoire.

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rudolfa.j. (3.747 Kommentare)
am 05.07.2024 13:45

Was beweckt das Domkapitel,dass es solchen Schund zulässt??

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Libertine (5.618 Kommentare)
am 05.07.2024 19:09

Sie wollen halt auch modern wirken oder sein. Wenn sie aufgeweckt gewesen wären, hätten sie es nicht zugelassen, aber so hat sie etwas anderes bewegt.

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zlachers (8.368 Kommentare)
am 06.07.2024 17:06

Der Teufel???

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reibungslos (14.820 Kommentare)
am 05.07.2024 11:16

Der Zweck der Übung bleibt schleierhaft. Niemand wird deshalb gläubiger werden. Bleibt der Zweck, Touristen in die Kirche zu locken. In 50 Jahren werden freilich nur mehr Touristen in den Dom gehen. Der Dom als Kunstgalerie, für die Eintritt bezahlt werden muss, damit das Gebäude erhalten werden kann. Das ist vermutlich die langfristige Perspektive.

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getroffener (539 Kommentare)
am 05.07.2024 09:19

Ich hoffe, dass die Geburtsszene bald um die Figur des außerehelichen Vaters ergänzt wird. Wobei die Vaterfigur vor `Entmannung` geschützt werden muss.

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scansafatiche (719 Kommentare)
am 05.07.2024 07:02

Was mich schon ein wenig wundert: in keiner Zeitung, nicht einmal im liberalen Standard, war die Skulptur von vorne zu sehen: Maria mit gespreizten Beinen, den Blick auf den Intimbereich freigebend, der Kopf des Kindes bereits sichtbar. Man verteidigt die Freiheit der Kunst, prangert die ach so konservativen Katholiken an, die daran Anstoß nehmen, aber SO freizügig ist man dann doch nicht, dass man den Lesern diesen Anblick zumutet, aber die Präsentation in einer Kirche soll selbstverständlich akzeptiert werden.
Wie schon an einer anderen Stelle angemerkt: die letzte Phase einer Geburt sieht eben so aus, daran ist überhaupt nichts Anstößliches. Aber es ist auch ein sehr intimer Moment, bei dem normalerweise nur medizinisches Personal und vertraute Personen anwesend sind. Niemand würde wohl ein Foto davon (falls überhaupt eines gemacht wird, was ich kaum glaube) aller Welt präsentieren.

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soistes (951 Kommentare)
am 05.07.2024 08:36

Genau um das geht es , die Geburt ist ein sehr privater und intimer Moment. Dass sich religiöse Menschen an der Zurschaustellung stoßen, ist daher absolut verständlich.
Dass die Skulptur trotzdem weiter ausgestellt wird, ist bei aller Konfrontation in Ordnung.

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scansafatiche (719 Kommentare)
am 05.07.2024 10:56

Ich wäre eher für einen Kompromiss: die Skulptur nur noch einige Tage stehenlassen, aber nicht stur auf den 16. Juli beharren und vielleicht eine Diskussionsrunde veranstalten, wo die Verantwortlichen der Diözese Stellung nehmen und dann jeder seine Sicht darlegen kann, in geordnetem Rahmen.
Selbstverständlich ist die Zerstörung absolut der falsche Weg, seine Ablehnung der umstrittenen Skulptur zu zeigen und ist auch zu verurteilen. Aber man muss auch feststellen, dass es zu diesem Zeitpunkt laut OÖN bereits eine Petition mit über 8.000 Unterschriften gab und eine Verantwortliche für die Ausstellung sagte in einem Fernsehinterview, dass es in dem Gästebuch dazu viele "verstörende und aggressive " Eintragungen gab. Diese negativen Reaktionen sollen schon zu denken geben, ob man wirklich die Präsentation bis zum Ende durchzieht (außerdem wäre wohl eine Überwachung angebracht gewesen),

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duffman (491 Kommentare)
am 05.07.2024 06:51

Der Staatsschutz beobachtet also immer noch die extremistische Zelle in Linz und Grieskirchen

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Augustin65 (1.457 Kommentare)
am 05.07.2024 06:08

Schön im Sinne von "Kunst" muß heutzutage kein Werk mehr sein.

Je grauslicher, desto besser.

Nitsch lässt grüßen.....

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StevieRayVaughan (3.552 Kommentare)
am 05.07.2024 08:19

Herrmann Nitsch – eines der liebsten Feindbilder des kleinen Blaunspießbürgers, die natürlich nicht wissen, dass Nitsch auch ganz spannende grafische Sachen produziert hat wie bspw.

https://www.leopoldmuseum.org/media/image/c950x576/1313.jpg

https://www.basis-wien.at/avdt/jpg/178/00093618.jpg.640.jpg

https://noeku.on.damlivery.com/s/165ce50268baf0ac6297244082dbe849/noeku/777863/rm:fill/h:492/w:328/q:90/rs:originalSizePng/f:webp/g:fp:0.5:0.5

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Thomas31 (28 Kommentare)
am 04.07.2024 21:59

das ist gut so!

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NeujahrsUNgluecksschweinchen (27.562 Kommentare)
am 04.07.2024 18:57

Gut so. Möge sie zur Mahnwache gegen bigotte Katholiban dienen!

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transalp (10.500 Kommentare)
am 04.07.2024 19:14

Richtig.
Und: Gewalt und Extremismus ist abzulehen!
Und gewalttätige "Katholiken" sind Heuchler- sonst gar nix!

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transalp (10.500 Kommentare)
am 04.07.2024 21:57

...sind...

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Philantrop (500 Kommentare)
am 04.07.2024 18:50

Übrigens könnte man, wenn man schon unbedingt eine Statue der gebärenden Maria schnitzen will, die Kleidung o. ein Tuch die Genitalien bedecken lassen.

So würde das Werk DASSELBE zum Ausdruck bringen.

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vinzenz2015 (47.537 Kommentare)
am 04.07.2024 18:56

Es hat lange gedauert bis Väter bei der Geburt anwesend sein durften!
Warum soll der Geburtsvorgang von Jesus schamhaft versteckt werden??
Scham, für was?
Im Gegenteil: Die Gottesgebärerin hat allen Grund wegen ihrem Gottvertrauen verehrt zu werden!

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NeujahrsUNgluecksschweinchen (27.562 Kommentare)
am 04.07.2024 19:03

Wie war das bei der Geburt Ihres Kindes - so Sie eines haben?
Musste Ihre Frau auch in der Burka gebären?

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LASimon (12.457 Kommentare)
am 04.07.2024 19:09

Dann verhüllen wir doch bitte auch alle anderen Kunstwerke im Genitalbereich, angefangen bei den Engeln. Lächerlich.

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vinzenz2015 (47.537 Kommentare)
am 04.07.2024 18:45

Sehr gut dass die Marienstatue bleibt!

Der Marienkult, der sich in diesem Fall zur extremistischen Zerstörung ausgewachsen hat, ist auch innerhalb der kath. Theologie umstritten!
Die " zu glaubenden"
Marien-Dogmen von 1854 und 1950 (!) sind sehr junge Dogmen und historisch gesehen ein Versuch durch die Marienfrömmigkeit die Volksfrömmigkeit
gegen die zunehmende allg. Verweltlichen
zu verstärken.

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vinzenz2015 (47.537 Kommentare)
am 04.07.2024 18:51

Der potentielle Täter kommt aus dem Umfeld des sog. "Katholischen Widerstand", der sich neben sektenhafter Tendenzen auch Verschwörungstheorien und Impfgegnern anschließt!

Gut, dass die Diözesen solchen Leuten nicht nachgibt!!

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LASimon (12.457 Kommentare)
am 04.07.2024 19:14

Das Dogma von der körperlichen Aufnahme der jungfräulichen Maria in den Himmel steht zumindest im Punkt der Jungfräulichkeit im Widerspruch zu den Evangelientexten, in denen von Jesu Geschwistern die Rede ist, die ihren Bruder sehen und sprechen wollen.
Soweit ich mich erinnern kann, beruft sich die Kirche bei diesem Dogma aus den 1950er Jahren auf den Volksglauben und nicht auf theologische Erkenntnisse.

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vinzenz2015 (47.537 Kommentare)
am 04.07.2024 21:43

Die ganze Erbsündenlehre - "sündlose Aufnahme on den Himmel" ( wos is des?) - die Erbsündeblehre

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vinzenz2015 (47.537 Kommentare)
am 04.07.2024 21:47

Sorry danebengegangen - die Erbsündenlehre ist längst offiziell obsolet!
Was da an religiös krankhaftem Elend angerichtet wurde verdeckt das eigentlich Positive christliche Botschaft und Praxis!!

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StefanieSuper (5.283 Kommentare)
am 04.07.2024 17:59

BRAVO!

Die Skulptur ist auch ohne Kopf aussagekräftig und zeigt einfach, wie bei einem Menschen Leben entsteht. Wen das peinlich berührt, der ist entweder sehr dumm - denn er glaubt immer noch an den Storch oder ein besonders gefährlicher Scheinheiliger, der bei Frauen immer nur an seinen Sex denkt und nicht an das Leben, das eventuell entstehen kann.
Es ist das Niveau, das zur Zeit im Iran und Afghanistan gelebt wird, wo man die Frau am liebsten unter dem Kopftuch und weiten Kleidern verstecken will. Man will Frauen schwach und abhängig halten, damit jede Familie ihre persönliche "Familiensklavin" hat, die auch bei schlechter Behandlung nur schwer davon laufen kann. In Österreich kann man in den Frauenhäusern solche Opfer finden.

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Elisa31 (9 Kommentare)
am 04.07.2024 18:22

Hmm. "Die Figur zeigt wie bei einem Menschen Leben entsteht"
Ist das Kind vor der Geburt kein Leben?

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nixnutz (4.495 Kommentare)
am 04.07.2024 17:31

Seltsame Figur.

1. waren die Menschen im Jahr 0 in dieser Region von deutlich dunklerer Hautfarbe.

2. war Maria den Zeitumstände zufolge ca. 14 Jahre.

Also keine weißhäutige Wallküre. Insofern künstlerischer Müll diese Figur

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LIEWA (145 Kommentare)
am 04.07.2024 17:58

Nutznix, es geht um eine gebärende Frau. Die Hautfarbe passt in unsere Region, grundsätzlich ist diese aber egal. Wenn Sie das Alter so genau meinen zu wissen, ich glaube Ihnen nicht, auch das ist egal. Ob Kunst oder nicht, wer entscheidet das.
Es geht um das was diese Skulptur aussagt.

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nixnutz (4.495 Kommentare)
am 04.07.2024 18:08

Nein, es geht nicht um eine "gebärende Frau", sondern um "die gebärende Maria".

Die historische Maria war im Nahen Osten herkünftig, somit dunkelhäutig und tendenziell schwarzhaarig.

Bei einer Lebenserwartung von knapp über 30 Jahren war die Gebärfigkeit fürs erste Kind bei 13-14 Jahren.

Das entspricht durchaus auch der Geschichtsforschung.

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LIEWA (145 Kommentare)
am 05.07.2024 08:02

Für mich sind Sie einer der sich selbst kasteit.

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zlachers (8.368 Kommentare)
am 04.07.2024 18:01

Ja, und mich stört es dass sie dieses schreckliche etwas Maria nennen.
Ich bin zwar noch nie so ein großer Fan von ihr gewesen, aber man hätte für diese Abscheulichkeit ihren Namen nicht benutzen dürfen.
Die kath, Kirche erfindet oder ernennt alle neichtl irgendwelche heiligen.
Warum nicht St. Gebärde Frau?
Oder die Heilige gebärende so und so.
Dann hätte sich niemand darüber aufgeregt. Und die hätten ihre Kirchen mit lauter gebärenden Statuen fühlen können. Tun sie ja auch mit ihren anderen „ Heiligen“ auch.

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MikeSierra (387 Kommentare)
am 04.07.2024 18:47

Traditionsgemäß wurden biblische Protagonisten und Heilige (fast) immer so dargestellt, als wären sie "Einheimische". So ist Jesus bei "uns" ein hellhäutiger Kaukasier. Wenn man z.B. im Niger eine Jesusdarstellung findet, ist sie dort ein dunkelhäutiger Mann mit dort-typischen Gesichtzügen und Kleidung.
Eine Maria hier in Mitteleuropa ist daher traditionell eine hellhäutige Person. Und das schon seit Jahrhunderten.
Zum Punkt "Walküre" - Fragen Sie mal in Ihrer Bekanntschaft nach, wie viel Gewicht die Frauen im Rahmen einer Schwangerschaft zulegen - da kann auch ein "zartes Rehlein" ganz erstaunliche Körpermaße bekommen. Und die dargestellte Person IST gerade am Höhepunkt der Schwangerschaft angekommen.
Und ganz allgemein zur Empörung über die Darstellung Mariens bei ihrer Niederkunft: Ein jeder Mensch kam in genau dieser Situation zur Welt. Falls jemand eine Kaiserschnittgeburt ist - die sieht auch nicht viel appetitlicher aus. Geboren zu werden sieht unappetitlich aus. Ist halt so.

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MikeSierra (387 Kommentare)
am 04.07.2024 18:48

"Künstlerischer Müll" - die letzten, die sich anmaßten, Kunst als "entartet" zu bezeichnen, waren vor rund 80 Jahren an der Macht...

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nixnutz (4.495 Kommentare)
am 04.07.2024 20:17

Nirgendwo habe ich von "entartet" geschrieben. Also unterlasse bitte deine deplatzierten Nazianspielungen.

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zbisa (830 Kommentare)
am 04.07.2024 17:27

Ich erinnere mich: Meine 1. Tochter, noch kein Jahr alt. Wir auf einer Hochzeit mitten in der Stadt Salzburg.
Und dann das Malheur - wo, mitten in der Stadt Windeln wechseln? Weit und breit kein Gasthaus, kein öffentliches WC, kein Stück Wiese. Nur Häuser. In einer Seitenkapelle eine Marienstatue mit dem Jesuskind.
Wissend, dass Maria sehr wohl um die Probleme junger Eltern weiß, haben wir dort unsere Tochter gewickelt (die Windeln haben wir klarerweise wieder mitgenommen).

Waren wir damals blasphemisch unterwegs?
Für manche vielleicht. Aber - und da bin ich mir sicher: Ein liebender Gott und Maria haben das mit einem Augenzwinkern gesehen.
Und zu der Statue: Mir gefällt sie nicht, aber deswegen so reagieren ist das eigentlich blasphemische.

Gott fürchtet sich weder vor nackten Knien, nackten Schultern oder solche einer Statue.
Aber vor solchen selbstverliebten angeblichen Christen die zerstören.

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danadella (811 Kommentare)
am 04.07.2024 17:54

Das ist eine entzückende Geschichte! Auch unser Enkel wurde während der Taufe seiner Cousine in den hinteren Bänken der Kirche gewickelt! Damit hat der Gott, an den ich glaube, sicher gar kein Problem! Aber dieser Gott fürchtet sich auch nicht vor selbstgerechten Menschen, seien sie nun Christen, Atheisten oder Anhänger welcher Religion auch immer.

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LIEWA (145 Kommentare)
am 04.07.2024 16:58

Die Botschaft dahinter ist wohl, die Frau viel mehr zu schätzen als es der Klerus die letzten Jahrhunderte den Menschen eingetrichtert hat. Diese Reparatur ist für mich doch ein bisschen forsch in die andere Richtung. Tatsächlich ist die kath. Kirche ein Machtapparat mit sehr viel Vermögen in Grund und Gebäude. Und noch immer plappern die Kirchgänger die alte Leier herunter, ohne zu hinterfragen, was die Bedeutung mancher Wörter oder Sätze überhaupt ist. Die Kirche steht in Widerspruch zu den christlichen Werten, daran sollten sie arbeiten. Wenn das nicht geschieht, werden sich neue Mitglieder nicht melden, die alten aber schön langsam sterben.

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tulipa (3.408 Kommentare)
am 04.07.2024 17:10

Genau in diesem Fall liegt das Problem nicht in der Kirche, sondern bei den Alt- oberösterreichischen Sturschädeln und patriarchalisch gesinnten Ultrakonservativen.

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LIEWA (145 Kommentare)
am 04.07.2024 17:47

Das Problem ist die kath. Kirche mit ihren von Ihnen genannten Charaktere. Mit christlich hat das gar nichts zu tun. Die Kirche muss sich von sich selbst mehr in Richtung christlich bewegen.

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danadella (811 Kommentare)
am 04.07.2024 18:03

„Die Kirche“ ist die Gemeinschaft aller Getauften, die sich ihr zugehörig fühlen, und zwar weltweit. Also nicht nur der Klerus, sondern alle oben genannten. Wer ständig auf „die Kirche“ losgeht, drückt auch seine Verachtung (vielleicht auch seinen Hass?) gegenüber allen Katholiken aus, auch gegenüber jenen, die sich aus ihrer Überzeugung heraus für andere engagieren und einsetzen, für Kinder, Arme, Kranke, Sterbende, Verzweifelte. Die ehrenamtlich in Pfarrbüchereien arbeiten, in der Trauer- und Sterbebegleitung, im Kranken- und Seniorenbesuchsdienst, in den Kinderspielgruppen, in der Obdachlosenhilfe und noch vieles mehr! Sie alle sind diese Kirche.
Wer nichts mit ihnen zu tun haben will oder diese Dienste ablehnt, braucht es nur zu sagen. Es drängt sich niemand auf.

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danadella (811 Kommentare)
am 04.07.2024 18:08

Und nur als Ergänzung: „Kathole“ oder „Pfaffe“ sind ebenso beleidigende und diskriminierende Begriffe wie das N-Wort für Afrikaner oder das Z-Wort für Roma und Sinti.
Verwendet aber häufig genau von jenen, die sich selbst für DIE toleranten und politisch korrekten Menschen halten.

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zlachers (8.368 Kommentare)
am 04.07.2024 18:49

Die Kirche als reichste Institution im Land müsste als erste all diese Dienste ablehnen, und all diese Leute anständig für ihre Arbeit bezahlen. Die meisten von ihnen hätten das eh Not.
Die Kirche hält sich nicht an das Wortgottes erwartet dass aber von den Gläubigen, in der Form das sie gratis arbeiten.

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transalp (10.500 Kommentare)
am 04.07.2024 16:57

Sehr gut!
Auch ich sage:
Unbedingt weiter ausstellen!

Eventuell ergänzt mit Textkommentar der die Intention der Darstellung erklärt!!

Weiter zeigen!!
Sonst hätte der Täter /die Tätergruppe sein/ihr Ziel erreicht!
Kein Nachgeben gegenüber dieser Täter!

Wegen dieser grässlichen Gewalttat die Figur wegräumen geht gar nicht!
Jetzt erst recht muss sie bleiben!

Zudem -sie befindet sich nicht mitten im Kirchenraum oder beim Altar, sondern ist in einem Nebenraum. Und das passt schon, finde ich.

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hasta (2.864 Kommentare)
am 04.07.2024 16:34

Solche dummen Aktionen wie die "gebärende Maria" tragen dazu bei, dass es zu vermehrten Kirchenaustritten kommt.

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transalp (10.500 Kommentare)
am 04.07.2024 17:00

Woher wollen Sie das wissen?
Könnte auch anders herum sein- es gibt durchaus Menschen, die sowas Befürworten.
Nur Erzkonservative sind in ihrer Zeit steckengeblieben!

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Elisa31 (9 Kommentare)
am 04.07.2024 18:28

Glauben Sie ernsthaft, dass Jemand wegen dieser Skulptur in die Kirche eintritt?

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