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Oberösterreich

Franz Unger: Er qualifizierte sich für die Ski-WM

Der Thalheimer Franz Unger (56) ist in Åre als ÖSV-Doktor im Einsatz.

Franz Unger, der Thalheimer Schulterspezialist, ist bei der Ski-Weltmeisterschaft in Schweden als ÖSV-Arzt im Einsatz Bild: (Privat)

Franz Unger hatte am Mittwoch eine riesige Freude, als Landsmann Vincent Kriechmayr im Super-G vor seinen Augen in Åre zur WM-Silbermedaille bretterte und deshalb ein Festabend auf dem Programm stand. "Wenn ein Oberösterreicher auf dem Stockerl landet, darf man auch einmal kurz feiern", sagte der Thalheimer im Gespräch mit den OÖNachrichten.

Die Betonung lag auf dem Wort "kurz". Denn schon am Tag darauf hieß es für den 56-Jährigen wieder in aller Herrgottsfrüh an der Piste wachen. Die nächsten Trainingseinheiten für die österreichischen Alpinen standen auf der WM-Strecke auf dem Programm. Als ÖSV-Team-Arzt steht er Schulter an Schulter mit den Skistars.

Der Unfallchirurg selbst hat sich unter Medizinern als Schulterspezialist einen Namen gemacht, in Linz und Wien ordiniert er. Dazu kommt eine Affinität zum Skisport. Seit dem Jahr 1993 begleitet der verheiratete Thalheimer (Tochter Nina ist talentierte Tourengeherin) als Arzt den Skiverband. "Damals noch im Europacup mit Toni Giger als Trainer." Seitdem betreute er bei Dutzenden Weltcuprennen die rot-weiß-roten Athleten. "Je weniger ich ins Bild komme, umso besser. Dann sind alle unsere Sportler fit", sagt Unger mit einem Augenzwinkern.

Die Titelkämpfe in Åre sind für den 56-Jährigen so etwas wie eine Rückkehr. 2007 fanden hier schon Weltmeisterschaften statt, Unger hatte sich damals das erste Mal für ein Großereignis "qualifiziert", sprich der Österreichische Skiverband hatte ihn eingeladen, die Athleten zu betreuen. 2014 folgte der nächste Höhepunkt: die Olympischen Spiele in Sotschi (Russland). "Diese WM ist nun mein drittes Großereignis", sagt Unger. Wobei er eines schon vermisst: "Der Besuch der OÖN-Gala-Nacht des Sports ist für mich seit Jahren ein Pflichttermin, weil es eine lässige Veranstaltung ist. Das geht sich heuer leider nicht aus", sagt Unger.

Vielleicht steht aber in Åre schon am Samstag die nächste, kurze Feier ins Haus: Da steigt die WM-Abfahrt mit Vincent Kriechmayr …

 

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Artikel Roland Vielhaber 08. Februar 2019 - 00:04 Uhr
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