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Oberösterreich

Florian Eschlböck: Ein Topwinzer aus Oberösterreich

Von Alfons Krieglsteiner 09. November 2019 00:04 Uhr

Florian Eschlböck, Winzer und Sommelier

Wie Florian Eschlböck vom Showkoch zum prämierten Weinbauern wurde.

Der Strohhut und das gewinnende Lächeln sind seine Markenzeichen. Vor allem aber seine erlesenen Weine: Mit 13 Hektar Wirtschaftsfläche ist Florian Eschlböck (34) ein Aushängeschild unter den rund 50 Winzern in Oberösterreich.

„Wenn mir einmal jemand geraten hätte, Winzer zu werden, hätte ich geantwortet: Sicher nicht!“, sagt der Vater eines zweieinhalb Jahre alten Sohnes. Eigentlich wollte er den Weinbau nur als Hobby betreiben. 2005 hat er mit 100 Rebstöcken begonnen, dann die Sommelierausbildung absolviert. Zuvor hatte er sich als Kochkünstler hervorgetan, mit Auftritten als Showkoch im Hilton-Hotel.

„Mir ist wichtig, dass sich was rührt, dass ich spüre, ob den Leuten das, was ich mache, taugt“, sagt Eschlböck. Schnell merkte er, dass die Nachfrage nach seinen Weinen wuchs. Also expandierte sein Betrieb, aus dem Hobby wurde ein Beruf. Von 70.000 Rebstöcken kann er mittlerweile ernten – in Axberg, Marchtrenk, Oftering, Leonding, Traun und Alkoven.

Grund zum Feiern hatte er heuer genug. Im Juni war er beim „Salon Österreich Wein“ mit dem „95 Tage Chardonnay classic“ top. Im Oktober eroberte er bei der Austrian Wine Challenge (AWC), der weltgrößten Weinprämierung (Winzer aus 42 Ländern), zweimal Silber: mit einem „Petnat“, einem Natur-Weißen, und dem „Eschlböck Riesling Petronilla 2017“. Auch bei der „Langen Tafel“ im OÖN-Forum überzeugten seine Weine diese Woche.

90 Prozent seines Angebots bilden Weißweine, zehn Prozent machen rotfrüchtige Sorten aus. Verkauft wird ab Hof in der Bahnhofstraße in Hörsching. Aufgrund der unterschiedlichen Böden bieten seine Weine eine enorme Geschmacksvielfalt. Seit Anfang November hat Eschlböck erstmals eine fruchtig-exotische Cuvée zu bieten, den „Jungen Oberösterreicher“.

Wachsen will er nicht mehr: „Mein Vater, meine Frau Katrin, mein Bruder Tobias und ich arbeiten im Betrieb, für ein Familienunternehmen ist das genug.“ Außerdem bliebe ihm dann keine Zeit mehr für sein Hobby – das Windsurfen.

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Alfons Krieglsteiner

Redakteur Land und Leute

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