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Oberösterreich

"Festival University": Inspirationen für geplante Digital-Universität

18. September 2021 00:04 Uhr

"Festival University": Inspirationen für geplante Digital-Universität
„Space Ink“-Workshop im AEC-Futurelab

LINZ. Internationales Programm von Kepler-Uni und Ars Electronica ließ Grenzen zwischen Technologie, Kunst und Wissenschaft fallen.

Es zog sich wie ein Leitmotiv durch viele Reden beim diesjährigen Ars Electronica Festival: Die geplante TU Oberösterreich müsse neue Wege beschreiten, dürfe als Digital-Universität nicht bloß Replika bestehender Technischer Universitäten sein, müsse den Blick über den "technischen" Tellerrand bieten.

Was damit gemeint sein könnte, zeigte die dieses Wochenende zu Ende gehende "Festival University" von Johannes-Kepler-Uni (JKU) und Ars Electronica. Hundert Studierende aus 42 Ländern verbrachten die vergangenen zwei Wochen in Linz. Eine Woche davor nahmen sie schon an Online-Kursen teil.

Angeleitet von internationalen Wissenschaftlern, Künstlern und Managern wie Genetiker Josef Penninger, Krisenmanager und Unternehmer Kilian Kleinschmidt oder dem neuseeländisch-amerikanischen Künstler Joseph Herscher absolvierten sie ein Programm, das Grenzen zwischen neuen Technologien, Wissenschaft und Kunst überwand. Viele der Vortragenden waren als Künstler auch Teil des Ars Electronica Festivals.

"Festival University": Inspirationen für geplante Digital-Universität
Ana Prendes, die 24-jährige Spanierin ist begeistert von der Interdisziplinarität der „Festival University“ in Linz

Die Stipendiaten der Festival University kamen unter anderem aus Italien, Guatemala, Vietnam, Montenegro, Japan, Ägypten, Taiwan, Österreich, Deutschland oder den USA und studieren Kunst, Technik, Sozial- oder Naturwissenschaft, Wirtschaft oder Recht.

Eine von ihnen ist Ana Prendes. Die 24-jährige Spanierin arbeite bei Arts in CERN in London, dem Kunstprogramm des Kernforschungsprojekts in Genf, das insbesondere für seinen Teilchenbeschleuniger bekannt ist. "Jeder bringt seine eigene Sichtweise ein. So eine vielseitige Debatte habe ich noch nie erlebt", sagt Prendes über die "Festival University". Die OÖN trafen sie schon in der Vorwoche, als sie sich auf ihren "Space Ink"-Workshop im Ars Electronica Futurelab vorbereitete: Malerei unter Zuhilfenahme von Drohnen. "Das ist nicht das erste Mal, dass ich in Linz etwas völlig Neues kennenlerne."

Sechs Schwerpunktthemen hatte die Festival University: Investigativjournalismus, autonome Fahrzeuge, Kreislaufwirtschaft, kreative Robotik, Drohnen und Schwarmverhalten sowie "Transforming the Body". "Es entsteht eine unglaubliche schöpferische Kraft, wenn Wissenschaft und Kunst gemeinsam auf Entdeckungsreise gehen", sagt JKU-Rektor Meinhard Lukas.

"Feldversuch" für zukünftige Uni

Die Festival University sei ein Feldversuch "für die Universität der Zukunft", sagte AEC-Leiter Gerfried Stocker gestern zum Abschluss des Programms.

JKU-Rektor Lukas strich das internationale Netzwerk der Ars Electronica hervor. Dieses umfasst unter anderem Spitzenuniversitäten wie das Massachusetts Institute of Technology (MIT) in Boston. "Linz hat alle Voraussetzungen, um zu einem internationalen Zentrum der digitalen Renaissance zu werden – die neue TU OÖ kann dafür eine Trägerrakete sein", sagt Lukas. "Dafür muss die Politik den Mut haben, mit Konventionen zu brechen. Interdisziplinarität und Internationalität müssen zu gelebten Eckpfeilern der neuen Universität werden." (vaba/mis)

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