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Oberösterreich

Fahrradschlösser im AK-Test: Gutes muss nicht immer teuer sein

Von nachrichten.at/apa   28. April 2021 10:23 Uhr

Gut gesichert mit einem Fahrradschloss.

LINZ/WIEN. Schloss durchgeschnitten, Fahrrad weg - damit der Albtraum jedes Radfahrers nicht Wirklichkeit wird, braucht es einen ordentlichen Diebstahlschutz. Die Arbeiterkammer (AK) Oberösterreich hat gemeinsam mit einem Kfz-Sachverständigen 20 Fahrradschlösser getestet. Die Ergebnisse sind erfreulich.

Fünf der getesteten Schlösser konnten mit einem handelsüblichen Bolzenschneider nicht aufgebrochen werden. Sechs Bügel-, vier Spiral-, je drei Kabel- und Kettenschlösser, zwei Rahmen-, sowie je ein Falt- und Alarmschloss wurden eingekauft. Bewertet wurden neben der Aufbruchszeit auch Gewicht, Transportmöglichkeit, Witterungsschutz, Transport- und Einsatzgröße.

Zum Knacken verwendeten die Tester einen handelsüblichen Bolzenschneider - mit einer Länge von 62 Zentimetern und für Materialien mit einem Durchmesser von maximal acht Millimeter. Er scheiterte an vier Bügelschlössern und einem Rahmenschloss, darunter der Testsieger Trelock Bügelschloss U4 Plus um 49,90 Euro. Bei den übrigen dauerte das Öffnen von 15 bis 96 Sekunden. Ein allfälliger Stoffbezug wurde mit einem Messer aufgeschnitten.

Die Produkte im Test kosteten zwischen 7,99 und 105 Euro. Die AK hob ein Spiralschloss um 19,95 Euro hervor, das sehr gut abschnitt, dem Aufbruchsversuch 58 Sekunden standhielt und mit geringem Gewicht und einfacher Handhabung punkten konnte. Die Schlösser waren einfach zu bedienen, 17 verfügten über eine Transportmöglichkeit am Fahrrad, zwölf punkteten mit einer geringen Transportgröße.

Große Unterschiede gibt es beim Gewicht: Das leichteste wog 347 Gramm, das schwerste fast zwei Kilogramm. Acht Schlösser überzeugten mit einer praktikablen Einsatzgröße, die es erlaubt, das Rad auch an dickeren Bäumen oder Masten zu befestigen. Sieben Produkte warteten mit einem Witterungsschutz für den Schließzylinder auf. Dadurch bleibt dieser funktionstüchtig, auch wenn das Rad bei schlechtem Wetter im Freien abgestellt wird.

Generell rieten die Konsumentenschützer, das Fahrrad mit festen, unbeweglichen Gegenständen wie Verkehrszeichen oder Laternen zu verbinden. Das Schloss sollte möglichst schwer mit Werkzeug zu erreichen sein und der Dieb sollte nicht ungesehen in Bodennähe arbeiten können. Über Nacht sollte der Drahtesel im Keller oder in der Garage stehen und auch in öffentlich zugänglichen Gemeinschaftsräumen immer abgesperrt sein.

Den gesamten Testbericht der AK lesen Sie hier: 

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