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Oberösterreich

Fahrlehrer wollen bei Impfung vorgereiht werden

Von Gerhild Niedoba  09. April 2021 00:04 Uhr

Fahrlehrer wollen bei Impfung vorgereiht werden
Ein Bild von früherem Fahrkurs: Heute ist das Tragen von FFP2-Maske Pflicht.

LINZ. Weil Einhaltung des Zwei-Meter-Sicherheitsabstandes während des Fahrunterrichts nicht möglich ist.

Während der Theorieunterricht zur Führerscheinprüfung derzeit Corona-bedingt vielerorts online stattfindet, werden Fahrstunden nach wie vor in Präsenz abgehalten. Da Fahrlehrer nicht zuletzt durch den beengten Raum einem höheren Infektionsrisiko ausgesetzt seien, fordern Standesvertreter in der Wirtschaftskammer für die Fahrlehrer der rund 400 Fahrschulen in Österreich nun eine Vorreihung bei der Corona-Schutzimpfung.

Viele Sicherheitsmaßnahmen

Zwar müssen während und nach dem Fahrunterricht und bei Prüfungsfahrten bestimmte Hygienevorschriften eingehalten werden (wie etwa Tragen einer FFP2-Maske, Abschalten der Umluft, regelmäßiges Durchlüften sowie Desinfektion des Fahrzeuginnenraums), doch diese gehen den Fahrlehrern nicht weit genug. "Wir kommen während der Fahrten immer wieder mit unterschiedlichen Leuten zusammen und fallen daher genauso wie Lehrer im öffentlichen Bereich in die Risikogruppe", sagt etwa Joachim Steininger, Fachgruppenobmann Fahrschulen und Allgemeiner Verkehr in der Wirtschaftskammer Österreich. Denn im Fahrzeug könne zwischen Fahrlehrer und dessen Schüler auch kein Zwei-Meter-Sicherheitsabstand eingehalten werden. "Und wir haben auch keine Garantie dafür, dass ein Fahrschüler nicht infiziert ist", sagt etwa Fritz Menzl, Kursleiter und Fahrschullehrer in Walding.

Fachgruppenobmann Steininger und Stefan Ebner, Geschäftsführer des Fachverbandes Fahrschulen und Allgemeiner Verkehr in der Wirtschaftskammer Österreich, fordern daher unisono ein rasches Impfangebot für die Bediensteten in den Fahrschulen: "Fahrlehrer sollen bei den Corona-Impfungen mit dem Lehrpersonal im öffentlichen Bereich gleichgestellt und somit ebenfalls vorgereiht werden", sagt Ebner.

Verpflichtende Eintrittstests, wie sie derzeit etwa bei körpernahen Dienstleistern (Friseur, Masseur, Kosmetiker) vorgeschrieben sind, sehen die Standesvertreter hingegen derzeit als nicht nötig. Fahrschulen könnten ohnehin jeweils individuelle Maßnahmen einführen, sagt Ebner.

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Gerhild Niedoba

Redakteurin Land und Leute

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