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Oberösterreich

Er packt den „Rucksack der Hoffnung“

Johann Gruber und seine Schüler helfen Kindern in Lima (Peru)

Johann Gruber Bild: Diözese Linz

Kindern in den Slums von Lima in Peru einen Rucksack mit Schreibmaterialien und Heften zur Verfügung stellen, damit sie die Grundschule besuchen können. Das ist die Idee hinter dem Projekt „Rucksack der Hoffnung“, das Johann Gruber, Religionslehrer der HTL Steyr, initiiert hat. „Viele Eltern in den Slums in Peru können sich das Startkapital von 35 Euro für den Schulbesuch ihrer Kinder nicht leisten. Um diesen Buben und Mädchen eine Schulbildung zu ermöglichen, habe ich 2013 dieses Projekt gestartet“, sagt Gruber. 1250 Kindern konnte dadurch der Schulbesuch ermöglicht werden, etwa 300 Schüler kommen im März noch hinzu.

Auch seine Schüler hat der Theologe und Sozialpädagoge in das Projekt mit eingespannt. Jeden Donnerstag hat das Kulturcafé Andino geöffnet. Dort verkaufen Schüler Kaffee und Kuchen. Die Erlöse kommen den Kindern in Lima zugute. Nun wurde dem 56-jährigen Linzer der Missionspreis der Diözese Linz mit Bischof Manfred Scheuer überreicht. „Es ist eine große Anerkennung durch die Vertretung der Kirche. Es ist eine Wahrnehmung und eine gesellschaftliche Anerkennung für das, was wir tun. Der Preis geht an alle, die im Projekt mithelfen“, sagt Gruber.

Bessere Lebensqualität

2016 flog der Theologe mit einer Schulklasse als „Alternative Maturareise“ in die Slums nach Pamplona Alta in Lima, um eine Stiege zu bauen, die dort dringend benötigt wurde. 241 Stufen haben die 26 Schüler und Lehrer händisch betoniert. 2018 war Gruber das zweite Mal mit 35 Maturanten dort, um einen Spiel- und Sportplatz zu bauen. „Für die Kinder war das ein erster Schritt ins Paradies. Wir konnten durch diese Projekte die Lebensqualität in dem Viertel, in dem wir waren, wesentlich verbessern“, sagt Johann Gruber. Die nächste Reise und das nächste Projekt sind in Planung. Der Pädagoge überlegt, Schulen in den Slums besser auszustatten oder gar zu renovieren. Als Organist und Chorsolist sammelt Gruber auch in seiner Freizeit Geld für die Kinder in Lima.

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Artikel Sophia Jelinek 12. Februar 2019 - 00:04 Uhr
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