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Oberösterreich

"Eine Leuchtturmmesse für die Landwirtschaft"

Von Thomas Fellhofer und Thomas Streif  10. September 2021 00:04 Uhr

"Eine Leuchtturmmesse für die Landwirtschaft"
Tausende Besucher kamen gestern zum Auftakt der Landwirtschafts- und Herbstmesse nach Ried.

RIED. Viele Besucher, prächtiges Sommerwetter, launige Reden und zufriedene Aussteller bei der Rieder Messe.

Prächtiges Spätsommerwetter, gute Laune bei den vielen Besuchern und bei rund 500 zufriedenen Ausstellern sowie eine humorvolle Eröffnungsrede von Bundespräsident Alexander van der Bellen – es war gestern ein stimmiger Neustart für die Rieder Messe nach 18 Monaten Zwangspause.

Bundespräsident Alexander Van der Bellen hatte bei seiner Rede die Lacher auf seiner Seite. Als Abschluss einer launigen Rede, in der Van der Bellen unter anderem über einen Wachaubesuch und seine Heimat, das Kaunertal, erzählte, eröffnete das Staatsoberhaupt kurz vor Mittag die internationale Rieder Landwirtschafts- und Herbstmesse. "Es freut mich, hier zu sein und den Satz, für den ich wohl eingeladen bin, zu sagen: Die Rieder Messe ist endlich eröffnet und jetzt freue ich mich darauf zu sehen, was hier alles geboten wird."

"Der Besuch von Bundespräsident Alexander Van der Bellen ist eine große Aufwertung unserer Messe", sagte Messepräsident Alfred Frauscher bei der Eröffnung. "Diese Messe abzuhalten, war keine leichte Entscheidung, aber wir sind froh und glücklich darüber, dass wir uns so entschieden haben. Ich bin mir sicher, dass die Landwirtschafts- und Herbstmesse eine großartige Veranstaltung werden wird", sagte Frauscher.

Für Rieds Bürgermeister Albert Ortig war es die letzte Messeeröffnung. Ortig, seit 27 Jahren Stadtchef, wird sich nach den Wahlen am 26. September politisch zurückziehen. Er nutzte die Bühne, um sich bei Bund, Land und dem Messe-Team zu bedanken.

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"Im Würgegriff des Handels"

Landwirtschaftskammer-Präsident Josef Moosbrugger machte deutlich, dass er kein Verständnis für "pseudobiologische Politik" habe. Die Landwirte seien systemrelevant, das habe sich in der Pandemie gezeigt. Er sprach den zunehmenden Preisdruck für die Bauern an und sagte: "Wir befinden uns im Schraubstock und Würgegriff des Handels." Zu den umstrittenen Wahlplakaten der Grünen mit der Aufschrift "Bio oder Gift", sagte Moosbrugger: "Wenn Landwirte als Vergifter hingestellt werden, ist das letztklassiger, populistischer Stimmenfang."

"Man könnte sagen, es ist angerichtet", sagte Landeshauptmann Thomas Stelzer und verwies auf prächtiges Wetter, die Aufbruchsstimmung in Ried und das anspruchsvolle Messeprogramm. Gerade im Innviertel zeige sich, dass hier nichts vertändelt werde, sondern zugepackt werde. Die Rieder Messe passe zum wirtschaftlichen Aufschwung in Oberösterreich gut dazu.

"Leuchtturmmesse in Europa"

Von einer "Leuchtturmmesse für die Landwirtschaft in Europa" sprach Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger, die den Wert regionaler und saisonaler Produkte der heimischen Landwirtschaft in den Vordergrund stellte.

Zufrieden mit dem ersten Messetag waren die Aussteller – sowohl im Landwirtschafts- als auch im Konsumgüterbereich. "Es ist eigentlich wie immer; dass so viele Besucher am ersten Messetag kommen, habe ich nicht erwartet", sagte Hubert Kastinger, Geschäftsführer des Schärdinger Einrichtungsstudios Gupfinger. "Es ist nur schade, dass sich viele Aussteller nicht getraut haben zu kommen", so der Innviertler.

Zufriedene Aussteller

"Endlich können wir wieder auf einer Messe ausstellen", sagte Karl Niederndorfer, Eigentümer der Firma Pelmondo, einem Hersteller von Feuermöbeln mit Hauptsitz in Weibern. "Wir sind zufrieden mit dem ersten Tag, man merkt, dass viele Personen in ihr Zuhause investieren wollen", so Niederndorfer.

Auch Thomas Kubinger, Prokurist der Firma Elmag, zeigte sich mit dem ersten Messetag zufrieden. "Die Besucherfrequenz war gut, ich gehe davon aus, dass es am Wochenende noch mehr wird", sagte Kubinger. "Wir sind mit der Frequenz sehr zufrieden. So kann es weitergehen", sagte Messedirektor Helmut Slezak.

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