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Oberösterreich

Ein Shuttledienst soll die Probleme am Pyhrnpass lösen

SPITAL AM PYHRN. Erster Kompromiss bei Debatte um Parkplätze für Tourengeher.

Ein Shuttledienst soll die Probleme am Pyhrnpass lösen

Ab Samstag, 16. Februar, können Tourengeher den Pyhrnpass auch mit einem Shuttledienst erreichen. Bild: AV Linz

Das Hotel "Freunde der Natur" war gestern Vormittag auch abseits der Nächtigungsgäste gut besucht. 20 Gesprächspartner, darunter Grundstückseigentümer, Almbauern, Bürgermeister, Polizisten, Vertreter der Straßenmeisterei, von alpinen Vereinen und den örtlichen Bergbahnen, saßen in Spital am Pyhrn gemeinsam an einem runden Tisch zusammen. Sie kamen, um eine Lösung zu finden und gingen mit einem Kompromiss: ein Shuttledienst soll die Parkplatz-Situation auf dem Pyhrnpass für den heurigen Winter vorübergehend entspannen.

Busse am Wochenende

Wie berichtet, hatten die Bundesforste als Grundstückseigentümer der Straßenmeisterei untersagt, die Parkplätze für Tourengeher von den Schneemassen zu befreien. Grund sei der "ausufernde Massentourismus" mit schweren Folgen für Wälder und Tiere. Weil sich zahlreiche Tourengeher vor den Kopf gestoßen fühlten, initiierte der Tourismusverband einen runden Tisch. Dabei ging man gestern einen Schritt aufeinander zu.

Ab Samstag, 16. Februar, werden an den Wochenenden Shuttlebusse zwischen Spital und dem Pyhrnpass verkehren. Tourengeher können ihre Autos auf einer Parkfläche an der B138, der als Kettenanlegeplatz dient, abstellen. Die Busse verkehren bis zum 31. März zwischen 8.30 und 10 Uhr im Halbstunden-Takt, zurück geht es, ebenfalls halbstündlich, zwischen 14 und 15.30 Uhr. Kostenpunkt: fünf Euro pro Fahrt. An der Ausstiegsstelle werde der Weg zum Angerkogel beschildert, wie Marie-Louise Schnurpfeil, Geschäftsführerin des Pyhrn-Priel-Tourismus sagt. Für die Tour auf den Lahnerkogel bleibt die Situation vorerst unverändert. Hier stehen weiterhin einige wenige Parkplätze zur Verfügung.

"Das ist ein erstes Zeichen, dass Tourengeher bei uns jederzeit willkommen sind. Wir werden weiterhin an langfristigen Lösungen arbeiten", sagt Schnurpfeil. Man wolle ein neues Raumplanungskonzept schaffen und sich an den erfolgreichen Modellen in Tirol orientieren. Für Helmuth Preslmaier, Referent für Skibergsteigen bei den Naturfreunden, ein erster guter Ansatz: "Für uns war es wichtig, die Entscheidung nicht auf nächstes Jahr zu verschieben, sondern gleich eine Übergangslösung zu finden", sagt er. Er appelliert an die Tourengeher, diese Möglichkeit nun auch zu nützen.

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Artikel Gabriel Egger 12. Februar 2019 - 00:04 Uhr
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