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Oberösterreich

Ein ausgezeichneter Jung-Philosoph

Von Luise Walchshofer 16. Mai 2019

Johannes Reindl

Johannes Reindl vertritt Österreich bei internationaler Philosophie-Olympiade

Am Dienstag hat Johannes Reindl seine Physik-Matura geschrieben, nur drei Tage später, am Freitag, vertritt er Österreich bei der Internationalen Philosophie-Olympiade in Rom. Dafür qualifiziert hat sich der 18-Jährige aus Micheldorf (Bezirk Kirchdorf) mit seinem Sieg bei der nationalen Olympiade im April in Salzburg.

Auch die Zweitplatzierte, die Steirerin Laura Fink, wird am Bewerb in Italien teilnehmen. Dabei sagt Reindl, der den naturwissenschaftlichen Zweig des Gymnasiums Kirchdorf besucht: „Eigentlich ist mein Hobby mehr die Physik als die Philosophie.“

Dazu, dennoch in letzterer Disziplin Erfolge zu feiern, ist er eher zufällig gekommen: „Mein Philosophieprofessor Gerhard Stiftinger hat mich gefragt, ob ich einverstanden wäre, einen Text von mir für den Landesbewerb einzuschicken.“ Reindl stimmte zu, kam unter die besten vier und durfte daher am Bundesbewerb teilnehmen. Dort setzte er sich gegen rund 30 andere Schüler aus Österreich und Südtirol durch. Die Aufgabe bestand darin, ausgehend von einem Zitat einen Text zu schreiben. Reindl widmete sich dem Thema Fortschritt der Wissenschaft durch Versuch und Irrtum.

Nervös sei er nicht gewesen: „Meine Erwartungshaltung war nicht sehr hoch, deshalb habe ich mir keinen Stress gemacht“, erklärt er unbekümmert. Das Gleiche gilt für die internationale Olympiade in Rom – obwohl er seinen Text dort auf Englisch verfassen muss. Im Gegenteil, er freue sich auf den Wettbewerb: „Außerdem wollte ich schon lange nach Rom reisen.“

Nach der Matura möchte Reindl, der Albert Einstein und Richard Feynman als seine „Lieblingsphysiker“ nennt, an der Johannes Kepler Universität in Linz Physik oder Chemie studieren. In seiner Freizeit geht der 18-Jährige gerne Bogenschießen, spielt Fußball und Tischtennis. Mit Philosophie beschäftigt er sich privat insofern, als er Wert darauf legt, Vorgänge zu hinterfragen. „Philosophie um ihrer selbst willen ist nicht meins“, sagt Reindl. „Mir ist es wichtig, dass sie praktisch anwendbar ist.“

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Artikel von

Luise Walchshofer

Redakteurin Land und Leute

Luise Walchshofer
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