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Oberösterreich

Ein Architekt aus Leidenschaft

Der Ennser Christoph Haas gestaltete die Preise für die Nordische Ski-WM

Christoph Haas Bild: GEPA pictures/ Amir Beganovic

Begeisterung liegt in der Stimme von Christoph Haas, wenn er über seine Arbeit und seine vielen Projekte spricht.
Egal ob er Einfamilienhaus, Weingut, Bankfiliale oder Gesundheitszentrum entwirft – der Ennser Architekt ist immer mit Engagement dabei. Jetzt gab es für ihn eine Premiere: Gemeinsam mit seinem Team designte er die Ehrenpreise für die diesjährige Nordische Ski-Weltmeisterschaften in Seefeld.

Worin die Faszination seines Berufes liegt, erklärt er so: „Wenn ich vor einer wunderschönen Architektur stehe, bekomme ich jedes Mal eine Gänsehaut – ganz egal, wie oft ich das mache.“ Das sei auch sein Ziel: „Ich mache Architektur aus Leidenschaft“, erzählt der 41-Jährige. Es sei einfach schön, wenn man die Idee vom Kopf bis zur Umsetzung verfolgen könne, auch wenn der Prozess oft mehrere Jahre dauere. „Im besten Fall ist der Bauherr währenddessen zum Freund geworden, weil man einen wichtigen Weg zusammen gegangen ist“, sagt der Architekt, der erblich „vorbelastet“ ist. „Mein Vater ist Innenarchitekt, da habe ich das von klein auf miterleben dürfen.“

Nach dem Architekturstudium hat sich Haas in Wien selbstständig gemacht. Vor zehn Jahren hat er in Enns sein Architekturbüro gegründet. Dort ist er mit sechs Mitarbeitern im Einsatz, mit denen er nach eigenen Worten durch „dick und dünn“ geht. „Haas Architektur besteht nicht nur aus meiner Person, sondern aus vielen engagierten Mitarbeitern. Jeder kommt gerne herein und freut sich auf den anderen“, erzählt Haas, der die Landesausstellung in Enns baulich betreut hat. Mit seiner Heimatstadt ist er stark verbunden, auch das Hotelzimmer im Ennser Stadtturm hat er gestaltet. Bei den Trophäen hat Haas wie bei vielen seiner Projekte auf Holz gesetzt: „Das ist der Stoff der Zukunft.“

Abschalten kann der Ennser am besten zuhause bei seiner Frau und seinen zwei Kindern, Valerie und Julian. Und auch beim Schwimmen und Laufen gelingt es ihm, seine Gedanken zu ordnen.

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Artikel Julia Popovsky 01. Februar 2019 - 00:04 Uhr
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